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·23. April 2026

DFB Nationalmannschaft zur WM 2026 – Gnabry fehlt, Nagelsmann hofft auf Musiala-Magie

Artikelbild:DFB Nationalmannschaft zur WM 2026 – Gnabry fehlt, Nagelsmann hofft auf Musiala-Magie

Serge Gnabry fällt für die WM 2026 aus – und genau dadurch rückt Jamal Musiala noch stärker ins Zentrum der deutschen Offensivplanung. Für Julian Nagelsmann ist das eine bittere Nachricht, zugleich aber auch die Hoffnung, dass der Münchner Zauberfuß rechtzeitig in Topform kommt. Denn ohne Gnabry muss die DFB-Auswahl beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada neue Lösungen finden. Für den Tag der DFB-Kadernominierung scheint klar zu sein – Gnabry raus, Musiala rein, nun wird ein neuer Platz frei!

Artikelbild:DFB Nationalmannschaft zur WM 2026 – Gnabry fehlt, Nagelsmann hofft auf Musiala-Magie

Deutschlands Stürmer (19) Leroy Sane und Deutschlands Mittelfeldspieler (10) Jamal Musiala kämpfen mit Italiens Mittelfeldspieler (18) Nicolo Barella während des Viertelfinal-Hinspiels der Nations League zwischen Italien und Deutschland im San-Siro-Stadion in Mailand am 20. März 2025 um den Ball. (Foto: Marco BERTORELLO / AFP)


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Musiala reagierte auf Gnabrys Verletzungs-Panne mit einem Herzchen auf Instagram, beim traurigen Beitrag seines Klubkollegen aus München war das nur ein Zeichen des Mitgefühls. Für Gnabry selbst ist der WM-Traum nach seiner Adduktorenverletzung, wie er am Mittwochabend mitteilte, „leider vorbei“. Der 31-Jährige war in dieser Saison bei allen acht Länderspielen in der Startelf, erzielte vier Tore und bereitete zwei Treffer vor – rechts außen oder meist als Ersatz für Musiala auf der Zehn.

Gnabrys Ausfall trifft DFB und Bayern hart

Dass der Offensivmann nicht nur der Nationalmannschaft, sondern auch dem FC Bayern bei der geplanten Triple-Jagd „extrem“ fehlen wird, stellte Joshua Kimmich mit betrübtem Blick heraus. Für Kimmich ist Gnabry „ein sehr großer Verlust als Fußballer und Mensch“. Rudi Völler suchte nach Bekanntwerden des zweiten verletzungsbedingten Turnier-Ausfalls in Folge sogar den direkten Kontakt zum Bundestrainer, um über die Situation zu sprechen. „Was sagt man da? Was schreibt man da?“, fragte der DFB-Sportdirektor und gestand, mehr als ein „Kopf hoch“ sei ihm nicht eingefallen.

Auch Völler unterstrich, dass Gnabry ein „Garant“ auf dem Weg zur WM-Qualifikation gewesen sei. Bayern-Sportvorstand Max Eberl betonte zudem, Gnabry hätte beim Weltturnier sicher „eine sehr gute Rolle gespielt“. Nagelsmann sprach deshalb von einer „ganz bittere Nachricht“.

Musiala als Schlüsselspieler, Alternativen im Wartestand

Die naheliegende Antwort auf Gnabrys Ausfall heißt Jamal Musiala. Die jüngsten Auftritte des 23-Jährigen machen Hoffnung, dass er nach seiner langen Verletzungspause wieder näher an seine Bestform herankommt. „Jamal wird von Woche zu Woche besser“, sagte Völler: „Auch mit seinen Dribblings, das ist ja seine große Qualität.“ Jede Minute bei der Triple-Jagd des FC Bayern werde ihm „gut tun“, damit er dann eine gute WM spiele.

Für den Angriff stellt sich Nagelsmann nun neu auf. Rechts auf der Außenbahn kommen zunächst Leroy Sané, der weiterhin für Diskussionen sorgt, und der verletzte Bayern-Jungstar Lennart Karl infrage. Dahinter lauern Stuttgarts Jamie Leweling und Dortmunds Karim Adeyemi. Eine weitere Variante: Kai Havertz könnte als „Neuner“ nach vorne gezogen werden, Musiala würde auf rechts ausweichen und im Sturm könnten Nick Woltemade oder Nagelsmanns „Joker“ Deniz Undav beginnen.

Dass der zuletzt etwas angespannte Umgang des Bundestrainers mit Undav Zweifel an Nagelsmann geweckt haben könnte, wollte Völler nicht gelten lassen. „Julian“, sagte er, „ist ein top Trainer, sehr empathisch.“ Einen besseren „kann man sich nicht wünschen“ – auch nicht für die Rückkehr von Musiala, der nun zum Herzstück der DFB-Offensive werden soll.

Kommentar: Rückschlag für Nagelsmann

Als hätte Julian Nagelsmann nicht schon genug Baustellen. Die Dauer-Debatten um Manuel Neuer und Deniz Undav belasteten den Bundestrainer zuletzt ebenso wie die schwachen Auftritte der Nationalmannschaft bei den Länderspielen im März. Mit der Gnabry-Verletzung ist nun Gewissheit eingetreten: Der Münchner fehlt bei der WM, und das wiegt schwer im Kampf um den fünften Stern.

Gnabry hatte beim FC Bayern und in der DFB-Auswahl eine starke Saison gespielt und wäre im Sommer auf sämtlichen Offensivpositionen flexibel einsetzbar gewesen. Dazu hätte er reichlich Selbstvertrauen aus dem Klub mitgebracht. Sein Ausfall ist deshalb eine deutliche Schwächung. Gleichzeitig gibt es für Nagelsmann einen Lichtblick: Musiala kommt immer besser in Schwung, und die Hoffnung ist berechtigt, dass der Münchner Spielmacher nach seiner langen Pause bei der WM wieder nahe an sein Topniveau herankommt. Vor seiner schweren Verletzung war Musiala im Verein und in der Nationalmannschaft ohnehin gesetzt – im Gegensatz zu Gnabry in der Startelf.

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