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·16. August 2026

DFB-Pokal: FC St. Pauli – SV Meppen 0:1 (0:0)

Artikelbild:DFB-Pokal: FC St. Pauli – SV Meppen 0:1 (0:0)

Die 1. Frauen des FC St. Pauli empfingen im DFB-Pokal vor 1063 Zuschauerinnen den Zweitligisten SV Meppen – und lieferten einen starken Pokalfight, leider ohne Happy End.

Klar, absolutes (vorläufiges) Saisonhighlight.Der DFB hat den DFB-Pokal der Frauen in den letzten Jahren etwas neu strukturiert, daher wird inzwischen eine „Play-off“-Runde vorweggeschaltet, ehe die Erstligisten dann offiziell in der 1. Runde einsteigen.So gesehen war der SV Meppen das zweitschwerste mögliche Los im Topf, da die Emsländerinnen letzten Saison als Vierte die 2. Bundesliga abschlossen und den Aufstieg nur knapp verpassten. Sowohl die Erstliga-Absteigerinnen als auch die Zweitliga-Aufsteigerinnen haben ein Freilos, lediglich der Dritte der Vorsaison, der SC Sand, wäre auf dem Papier also noch minimal schwerer gewesen. Da Meppen auch schon zwei Punktspiele in der 2. Liga absolviert (und gewonnen) hatte, war die Frage nach dem Favoriten klar beantwortet. Aber hey, Pokal und eigene Gesetze und so…


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Dass diese Play-offs aber auch gegen Teams unterhalb der 2. Liga schnell Endstation sein können, mussten auch die Liga-Konkurrentinnen der 1. Frauen feststellen. Hannover 96 unterlag bei Schalke mit 7:0, auch Holstein Kiel zog gegen Magdeburg mit 0:3 den Kürzeren.Meppen selbst war nur mit vier Ersatzspielerinnen angereist und tat dann auch noch was für die Motivation, sofern dies noch nötig war. Denn auf Instagram wurde fröhlich diskutiert, welche Spielerin genau denn das erste Tor im DFB-Pokal erzielen würde. Sowas macht sich in der gegnerischen Kabine meist ganz gut…

Austragungsort war bekanntlich die Adolf-Jäger-Kampfbahn von Altona 93. Der Naturrasen war für den FCSP gegenüber der Feldarena eine Umstellung, auch das Spielfeld als solches war etwas größer als gewohnt. Und ja, die Rasenqualität an der AJK war durchaus ausbaufähig.

Die erste Halbzeit

Ungewöhnlich: Das Spiel begann mit Verspätung. Leider waren weder die Massen an Zuschauer*innen noch Pyrotechnik verantwortlich, sondern ein wohl nicht ordnungsgemäßer Zustand des einen Tornetzes.Das Team des FC St. Pauli begann in der folgenden Aufstellung:

Artikelbild:DFB-Pokal: FC St. Pauli – SV Meppen 0:1 (0:0)

Mit Marie Reinwald (ATS Buntentor), Phine Ebert (Arminia Bielefeld) und Malena Watzlawik (ebenfalls ATS Buntentor) waren drei Neuzugänge in der Startelf, auch gegenüber der Niederlage im Supercup gab es fünf Änderungen in der Anfangsformation. Rachel Rinast, sonst meist eher defensiv aufgestellt, begann im Sturm. Auch bei Meppen gab es im Vergleich zum Zweitligaspiel letzte Woche fünf Umstellungen.Geleitet wurde die Partie von Levke Scholz, Bundesliga-Schiedsrichterin und letzte Woche noch beim Testspiel der HSV-Frauen gegen Everton im Einsatz.

Den erste Abschluss gab es in der siebten Minute dann für die Gastgeberinnen, der Schuss von Rinast aus 18 Metern ging aber über das Tor. Meppen war in der Anfangsphase leicht feldüberlegen, konnte dies aber noch nicht in große Torchancen ummünzen. Meist operierte man mit Diagonalbällen – aber ebenfalls ohne Erfolg. Alles was durch die gut sortiere Innenverteidigung doch durchkam, landete bei Reinwald.Vorne schaltete sich auch Watzlawik immer mal wieder ins Anlaufen ein und unterstützte Rinast und Kingman. Sie war es dann auch, die mit einem langen Ball in die Spitze in der 18. Minute rechts frei durch war und den Ball in die Mitte auf die einschussbereite Nina Woitzik brachte – allerdings wurde die Aktion zurecht aufgrund einer Abseitsposition zurückgepfiffen. Aber: Hier war heute etwas möglich.

Doch offenbar machte dies auch dem SV Meppen klar, dass man hier mehr investieren müsste. Sarah Dittrich probierte es in der 24. Minute aus der Distanz, scheiterte aber ebenfalls an Reinwald, die den Ball noch an die Latte lenken konnte.Kurz danach dann eine schlechte Nachricht für den FCSP: Jette Scholz musst mit einem dick bandagierten Knie das Spielfeld verlassen, Kimberly Hillje kam für sie ins Spiel.Gleichzeitig war dies auch ein gefühlt gezogener Stecker für die erste Hälfte, fiel passierte nicht mehr – wollte ich schreiben, bis in der letzten Minute der Nachspielzeit ein Ball auf Rinast fast noch die Führung gebracht hätte. Die Torhüterin konnte sie noch umkurven, scheiterte dann aber an der zurückgeeilten Sarah Dittrich, die den Schuss blocken konnte. Und damit ging es torlos in die Pause. Sicherlich schon mal ein Achtungserfolg für Braun-Weiß.

Die zweite Halbzeit

Aus der Kategorie „Sätze, die ich immer schon mal schreiben wollte“: Beide Teams begannen unverändert. Die erste große Chance gab es nach fünf Minuten, als Reinwald in höchster Not parieren konnte. Der Druck nahm jetzt zu, drei Minuten später war Reinwald erneut gefordert. Und weitere drei Minuten später wäre auch sie wahrscheinlich geschlagen gewesen, doch der hoppelnde Rasen erschwerte den Abschluss von Anouk Blaschka, der dann über das Tor ging. Weiter ging es im Minutentakt, ein Freistoß aus 17 Metern ging nur knapp am Kasten vorbei.Mit den Wechseln nach einer guten Stunde (Blankenhorn und Nordhausen für Nicoleit und Watzlawik) gab es dann auch eine Umstellung auf dem Feld, Rinast ging zurück auf die linke Verteidigerposition.

Auch der FCSP meldete sich jetzt aber zurück im Spiel, nach einer Ecke kam Kingman zum Kopfball, bekam aber zu wenig Druck hinter den Ball um Lisa Venrath im Tor der Emsländerinnen vor größere Probleme zu stellen.Die 78. Minute aber brachte die Führung für die Emsländerinnen. Bente Bode schoss rechts aus kurzer Distanz, Reinwald konnte nur nach vorne abwehren und Genesis Castrellon konnte aus drei Metern zum 0:1 abstauben.

Die Kräfte schwanden zusehends – doch die eine große Chance zum Ausgleich sollte noch kommen. In der 85. Minute war Blankenhorn auf links frei durch, beim Abschluss aber rutschte ihr der Ball leicht über den linken Fuß und ging dann am Tor vorbei. Umgekehrt gab es jetzt natürlich sehr viel Platz für Meppen, da auch Rinast wieder nach vorne geschoben wurde und St. Pauli jetzt in der Dreierkette verteidigte. Doch Reinwald hielt das Team immer wieder im Spiel.Vier Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt – doch Meppen war jetzt auch abgezockt genug, um dies souverän und ungefährdet herunterzuspielen.

Nächstes Wochenende: Regionalliga

Sehr schade, das war ein starker Auftritt gegen einen ambitionierten Zweitligisten, gegen den man sehr lange gut mithalten konnte. Für ein kleines Pokalwunder hat es leider nicht gereicht, aber Mut für die anstehende Saison sollte dies auf jeden Fall machen.

Nun steht der Start in die Regionalliga an, bekanntlich gleichzeitig die Qualifikation für die neue 3. Liga. Dafür wäre am Ende mindestens Platz 9 nötig – die eigenen Ansprüche aber dürften noch ein paar Plätze weiter oben angesiedelt sein.Am 1. Spieltag geht es gegen die SpVg Aurich, in der abgelaufenen Saison immerhin als Aufsteigerinnen gleich auf Rang 3 eingelaufen. Ein Sieg wäre sicher ein sehr guter Start in die Saison – also kommt alle am Sonntag um 13.30h in die FeldArena, sofern Ihr nicht auf dem Weg nach Essen seid.

Forza St. Pauli!// Maik

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