DFB reagiert auf Spruch von Stadionsprecher Michael Trippel und auf strittige Elfer-Szene | OneFootball

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·8. März 2026

DFB reagiert auf Spruch von Stadionsprecher Michael Trippel und auf strittige Elfer-Szene

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Simon Bartsch

8 März, 2026

Der nicht gegebene Elfmeter in der Schlussphase erhitzte die Gemüter bei den Geißböcken und offensichtlich auch beim Stadionsprecher des 1. FC Köln: So reagiert der DFB auf die Trippel-Aussage.

Nach dem Handspiel von Yan Couto entschied Schiedsrichter Daniel Siebert nicht auf Elfmeter und wurde auch nicht vom VAR überstimmt. Das wiederum führte nicht nur bei den Fans für Unverständnis. Stadionsprecher Michael Trippel ließ sich zu einer Aussage hinreißen, die noch Konsequenzen haben dürfte.

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Stadionsprecher Michael Trippel vom 1. FC Köln

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Für die rund 50.000 Fans im Stadion gab es ohnehin kein Vertun: Schiedsrichter Daniel Siebert hatte ganz offensichtlich ein klares Handspiel anders bewertet. Doch Stadionsprecher Michael Trippel verdeutlichte die Szene noch einmal. „Pfui, widerlich.“ Nach dem Schlusspfiff meldete sich der Sprecher erneut. „Sicher bekomme ich morgen dafür Ärger, aber: Es gab in der 95. Minute ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum – und das schaut sich nicht einmal jemand an.“ Der Frust war verständlich und dennoch fand Thomas Kessler deutliche Worte. „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Wir wollen nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es Menschen im Club, dazu gehört er nicht. Bei aller Emotionalität, und die darf Michael Trippel haben, weil er lange in diesem Club ist, ist es nicht richtig, dass ein Stadionsprecher über das Mikrofon seinen Emotionen freien Lauf lässt.“

„Hier hat er sich ein Stück weit vergaloppiert“

Ein wenig Rückendeckung erhielt Trippel von Kölns Trainer Lukas Kwasniok später im Sportstudio. „Wie man es auch bei mir sehen kann, gehen die Emotionen manchmal mit einem durch. Hier hat er sich ein Stück weit vergaloppiert.“ Dabei sind die kritischen Worte von Thomas Kessler durchaus verständlich. Denn Nebenschauplätze kann der FC in der aktuellen Phase nicht gebrauchen. Und dieser wird wohl zu einem werden. Denn ein Stadionsprecher ist zur Neutralität aufgefordert. Der DFB-Kontrollausschuss wird wohl voraussichtlich ein Verfahren einleiten.

„Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel“, hieß es in einer Stellungnahme der Sportlichen Leitung der DFB Schiri GmbH: „Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Trippel äußerte sich mittlerweile im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Ich entschuldige mich bei denjenigen, die sich auf dem Schlips getreten gefühlt haben. Die Aussagen tun mir leid. Meine Sätze kamen aus der Emotion heraus und über den Frust über den VAR, der uns in dieser Saison wiederholt benachteiligt hat.“

„Intervention wäre angebracht gewesen“

Tatsächlich räumte die Schiri GmbH mittlerweile auch einen Fehler bei der Bewertung des Handspiels ein, das überhaupt erst zur Diskussion führte. Yan Couto hatte den Ball in der Nachspielzeit an den Arm bekommen und damit sicher den bereit stehenden Linton Maina in seinem Rücken behindert. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber dem SID.  


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