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·12. Mai 2026
DFB WM Kader 2026 – Ex-Nationaltorhüter warnt: Baumann-Debatte schwächt die Deutsche Mannschaft

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René Adler hat die anhaltende Debatte um Oliver Baumann vor der WM scharf eingeordnet. Die Diskussion sei für die deutsche Nummer eins „nicht fair“, sagte der frühere Nationaltorhüter dem SID. Gleichzeitig warnte er davor, mit solchen Themen das gesamte Team zu schwächen.

René Adler gibt ein Interview vor dem UEFA-U21-EM-Qualifikationsspiel zwischen Bosnien-Herzegowina U21 und Deutschland U21 im Bilino-Polje-Stadion in Zenica am 15. Oktober 2019. (Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images)
Der Hoffenheimer habe „eine wirklich sehr, sehr gute WM-Qualifikation gespielt“, betonte Adler. Deshalb gelte es, endlich anzuerkennen, was man an Baumann habe. Für Adler ist klar, dass die Debatte um die Torwartfrage dem 34-Jährigen nicht gerecht wird und unnötig Unruhe ins deutsche Lager bringt.
Verständnis zeigte der 41-Jährige auch nicht für die zwischenzeitliche Spekulation über eine Rückkehr von Manuel Neuer für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada vom 11. Juni bis 19. Juli. „Ich habe absoluten Respekt vor Manu und seinen Leistungen in dieser Saison, aber er macht es nicht mehr, er ist zurückgetreten“, sagte Adler.
Adler verwies darauf, dass es in Deutschland inzwischen „vielleicht nicht mehr dieses alles überstrahlende Torwartdenkmal“ gebe. Dennoch habe das Land weiter „gute Torhüter“. Entscheidend sei deshalb, die vorhandenen Kräfte zu akzeptieren und nicht ständig über Alternativen zu spekulieren.
Andernfalls könne die laufende Diskussion bereits vor dem Turnier Schaden anrichten. Adler sagte beim Nachrichtenportal WEB.DE News, man schwäche „mit so einer Diskussion möglicherweise jetzt schon die Mannschaft. Denn in dem Moment, in dem du Baumann auch nur ein Stück schwächst, schwächst du das gesamte Team.“
Auch für die Rolle hinter Baumann hat Adler einen konkreten Vorschlag. Bundestrainer Julian Nagelsmann solle den Münchner Jonas Urbig als Nummer zwei mit zur WM nehmen. Urbig decke die Aufgabe als mögliche neue Nummer eins ab, könne bei dem Turnier Erfahrung sammeln und sei zugleich einer, den man im Notfall ohne Zögern ins Spiel werfen könne.
Adler selbst bestritt für Deutschland zwölf Länderspiele.







































