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·4. Oktober 2026

Díaz beim FC Bayern in Formtief: „Es fehlt nur der Abschluss“, sagt er selbst

Artikelbild:Díaz beim FC Bayern in Formtief: „Es fehlt nur der Abschluss“, sagt er selbst

Nur ein Tor in sieben Pflichtspielen lässt beim FC Bayern Zweifel an Luis Díaz aufkommen. Neue Leistungsdaten zeichnen jedoch ein differenziertes Bild: In fast allen Bereichen hat sich der Kolumbianer verbessert, nur der Abschluss will nicht gelingen.

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GELSENKIRCHEN, DEUTSCHLAND – 5. September 2026: Luis Díaz vom FC Bayern München scheitert mit seinem Schuss an Loris Karius von Schalke 04, während Junior Dina Ebimbe den Bayern-Angreifer unter Druck setzt. Die Szene ereignet sich im Bundesliga-Spiel 2026/27 in der Veltins-Arena. (Foto: Alex Grimm/Getty Images)


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Was die Zahlen wirklich zeigen

Die reine Torstatistik von Luis Díaz wirkt zum Saisonstart ernüchternd, doch ein Blick hinter die Kulissen relativiert das deutlich. Sein Expected-Goals-Wert pro Partie stieg von 0,51 auf 0,64, bei herausgespielten Torchancen und Ballkontakten im gegnerischen Strafraum zählt er Berichten zufolge sogar zur Spitze unter 1.128 Flügelspielern aus den fünf großen europäischen Ligen.

Auch im Zweikampfverhalten hat sich der Kolumbianer gesteigert: Er sucht häufiger das direkte Duell und gewinnt mehr Kopfballduelle als zuvor. Diese Entwicklung widerspricht der These, Díaz stecke in einer generellen Formkrise, denn sein Grundspiel liefert weiterhin genau die Werte, die man von einem Top-Flügelspieler erwartet.

Das Problem heißt Chancenverwertung

Dort, wo es am Ende zählt, bricht die Statistik allerdings drastisch ein. Neun Großchancen hatte Díaz bereits, Bundesliga-Bestwert, doch nur eine davon nutzte er. Seine Verwertungsquote fiel von 43 auf elf Prozent, und mit einem Minus von 3,48 bei den erwarteten Toren liegt kein anderer Bundesliga-Profi so weit unter seinem statistischen Soll.

Dabei bleibt die Grundqualität seiner Abschlüsse hoch: 67 Prozent seiner Schüsse gehen aufs Tor, nach 64 Prozent in der Vorsaison. Sportvorstand Max Eberl stärkte seinem Spieler öffentlich den Rücken: „Einige wären froh, wenn sie so eine Delle hätten wie er.“ Díaz selbst sieht die Sache ähnlich nüchtern: „Ich weiß, dass es nur die Chancenverwertung ist. Es fehlt nur der Abschluss, und dann ist es gut“, sagte er im TV-Interview.

Pause als möglicher Wendepunkt

Kolumbiens Nationaltrainer Néstor Lorenzo verzichtete nach Absprache mit dem Spieler auf eine Nominierung für die anstehende Länderspielphase, Díaz bekommt also eine zusätzliche Verschnaufpause. Ein ähnliches Muster gab es bereits im vergangenen Winter: Nach einer kurzen Auszeit spielte er eine starke Rückrunde und beendete seine erste Bayern-Saison mit 26 Toren und 23 Vorlagen aus 51 Pflichtspielen.

Nach der Länderspielpause wartet der FC Augsburg auf den FC Bayern, für Díaz die nächste Gelegenheit, seine Torausbeute den übrigen starken Werten anzupassen. Wer die Bundesliga-Partien der Bayern verfolgen will, findet einen Überblick in unserem Artikel zu Streaming-Diensten für Bayern, BVB und Co.

Die Fakten im Überblick:

  1. Bilanz: Ein Tor und keine Vorlage in sieben Pflichtspielen
  2. Expected Goals: Anstieg von 0,51 auf 0,64 pro Partie
  3. Großchancen: Neun vergeben, Bundesliga-Höchstwert, nur eine verwertet
  4. Verwertungsquote: Einbruch von 43 auf elf Prozent
  5. Vorsaison: 26 Tore und 23 Vorlagen aus 51 Pflichtspielen

So geht es weiter: Nach der Länderspielpause trifft der FC Bayern auf den FC Augsburg, dort kann Díaz seine Torquote verbessern.

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