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·11. Juni 2026

Die größten WM-Momente des DFB: Spiele für die Ewigkeit

Artikelbild:Die größten WM-Momente des DFB: Spiele für die Ewigkeit

Die Geschichte der deutschen Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften lässt sich nicht allein in Titeln erzählen. Sie lebt von großen Momenten, die Generationen geprägt haben. Vier Sterne auf dem Trikot stehen für vier Weltmeistertitel – und jeder dieser Titel ist mit bleibenden Bildern verbunden.

Das Wunder von Bern – die Geburt einer Fußballnation

Am 4. Juli 1954 entstand der Mythos „Wunder von Bern“. Im Finale von Bern traf Deutschland auf die übermächtige Mannschaft Ungarns, die seit Jahren ungeschlagen war und die DFB-Auswahl in der Vorrunde noch mit 8:3 besiegt hatte. Als die Ungarn früh 2:0 führten, schien alles seinen erwarteten Lauf zu nehmen.


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Doch die Mannschaft von Sepp Herberger kämpfte sich zurück. Max Morlock verkürzte, Helmut Rahn glich aus und erzielte sechs Minuten vor Schluss „aus dem Hintergrund“ das berühmte 3:2. Deutschland war erstmals Weltmeister. Das „Wunder von Bern“ wurde weit mehr als ein Fußballspiel. In den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg entwickelte sich der Sieg zu einem Symbol für neues Selbstvertrauen und gesellschaftlichen Aufbruch.

München 1974 – als Deutschland den Totalen Fußball stoppte

Zwanzig Jahre später fand die Weltmeisterschaft im eigenen Land statt. Die Niederlande um Johan Cruyff galten als Revolutionäre des Spiels. Ihr „Totaler Fußball“ faszinierte die Welt, viele Experten sahen die Oranje-Elf bereits vor dem Finale gegen den Gastgeber als sicheren Weltmeister.

Noch bevor ein deutscher Spieler den Ball berührt hatte, verwandelte Johan Neeskens im Endspiel einen Elfmeter zum 0:1. Doch die Mannschaft um Franz Beckenbauer verlor nicht die Nerven. Paul Breitner glich per Strafstoß aus, kurz vor der Pause traf Gerd Müller zum 2:1. Deutschland verteidigte die Führung mit großer Disziplin und gewann seinen zweiten WM-Titel.

Das Finale gilt bis heute als eines der bedeutendsten Spiele der deutschen Fußballgeschichte. Die großen Niederländer vor den eigenen Fans zu schlagen und den Titel bei der Heim-WM zu gewinnen sorgte für nachhaltige Euphorie in Fußball-Deutschland.

Matthäus, Brehme und die Lichtgestalt

Die Weltmeisterschaft 1990 in Italien markierte den Höhepunkt einer außergewöhnlichen Generation. Angeführt von Lothar Matthäus spielte Deutschland ein starkes Turnier und erreichte zum dritten Mal in Folge ein WM-Finale.

Gegen Argentinien entwickelte sich ein zähes Endspiel. Die Entscheidung fiel erst fünf Minuten vor Schluss. Andreas Brehme verwandelte einen Elfmeter zum 1:0 und bescherte Deutschland den dritten WM-Titel.

Als der Teamchef Franz Beckenbauer anschließend allein über den Rasen im Olympiastadion von Rom schlenderte, entstand eines der bekanntesten Bilder der deutschen Fußballgeschichte.

Das Sommermärchen von 2006

Deutschland gewann die Heim-WM 2006 nicht. Trotzdem gehört das Turnier zu den prägendsten Momenten der DFB-Geschichte.

Schon das Eröffnungsspiel gegen Costa Rica setzte den Ton. Philipp Lahms Traumtor zum 1:0 löste eine Euphorie aus, die das ganze Land erfasste. Die Mannschaft von Jürgen Klinsmann spielte mutigen Offensivfußball und begeisterte Millionen Menschen. Besonders das dramatische Viertelfinale gegen Argentinien, das Deutschland im Elfmeterschießen gewann, brannte sich ins kollektive Gedächtnis ein.

Das Aus im Halbfinale gegen Italien schmerzte, doch das Turnier veränderte die Wahrnehmung des deutschen Fußballs nachhaltig. Die Nationalmannschaft wurde wieder zu einer Mannschaft, mit der sich ein ganzes Land identifizieren konnte.

Das 7:1 gegen Brasilien – ein Spiel für die Geschichtsbücher

Es gibt WM-Spiele, die man gewinnt. Und es gibt Spiele, die Fußballgeschichte schreiben.

Am 8. Juli 2014 traf Deutschland im Halbfinale auf Gastgeber Brasilien. Was folgte, übertraf jede Vorstellung. Nach 29 Minuten führte die DFB-Elf bereits 5:0. Am Ende stand ein 7:1 auf der Anzeigetafel – gegen den fünfmaligen Weltmeister, vor dessen eigenem Publikum.

Miroslav Klose wurde dabei zum alleinigen WM-Rekordtorschützen, Toni Kroos erzielte zwei Treffer innerhalb von zwei Minuten, und die Fußballwelt blieb fassungslos zurück. Bis heute gilt das Spiel als eines der spektakulärsten Ergebnisse in der Geschichte der Fußball Weltmeisterschaft.

Götzes Moment für die Ewigkeit

Vier Tage nach dem historischen 7:1 folgte das Finale gegen Argentinien. Lange deutete alles auf eine Verlängerung ohne Sieger hin. Dann kam die 113. Minute.

André Schürrle flankte von links, Mario Götze nahm den Ball mit der Brust an und schoss ihn volley ins Tor. Deutschland gewann 1:0 und wurde zum vierten Mal Weltmeister. Es war die Krönung einer Entwicklung, die Jahre zuvor mit dem Neuaufbau des deutschen Fußballs begonnen hatte. Das Tor von Rio gehört heute zu den ikonischsten Bildern der deutschen Sportgeschichte.

Von Rahns Schuss „aus dem Hintergrund“ in Bern über Franz Beckenbauer 1974 und 1990 bis zu Götzes Volley in Rio zieht sich ein roter Faden durch die WM-Geschichte des DFB. Es bleibt zu hoffen, dass es der deutschen Nationalmannschaft auch bei dem Turnier in USA, Kanada und Mexiko gelingt, weitere große Momente in der Geschichte des DFB zu schaffen.

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