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·23. Mai 2026
Die große Millionen-Abrechnung von Ertugrul Dogan: Warum der Trabzonspor-Boss trotz des gegnerischen „Imperiums“ vor einer gewaltigen Transfer-Wende steht!

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Die Vereinsführung der Weinrot-Blauen rüstet sich mit aller Macht für die kommenden sportlichen Herausforderungen und blickt trotz einer sportlichen Übergangsphase angriffslustig in die Zukunft. In einem vielbeachteten und schonungslos ehrlichen Exklusiv-Interview mit dem Fernsehsender HT Spor fand Trabzonspor-Vorsitzender Ertugrul Dogan deutliche Worte zur aktuellen Lage. Der Klubchef nutzte die große Bühne, um den unermüdlichen Einsatz des Trainerstabs zu würdigen, massive strukturelle Nachteile gegenüber den Istanbuler Großklubs anzuprangern und gleichzeitig eine weitreichende Ankündigung zu machen, die die Anhängerschaft in helle Aufregung versetzt. Er kündigte an, dass sie wichtige Namen in das Team übertragen würden, um die weinrot-blaue Flagge wieder dauerhaft an der Spitze zu etablieren.
Als unmittelbares Zeichen der Wertschätzung für die bedingungslose Unterstützung der Fankurve ließ sich Trabzonspor etwas vor dem Pokalfinale einfallen. Präsident Dogan gab im Vorfeld begeistert bekannt, dass Anhänger, die zum türkischen Pokalfinale gekommen sind, ein Geschenk zu dieser Form erhalten werden. Wörtlich versprach das Vereinsoberhaupt: „Wir haben ein kleines Geschenk für alle unsere Fans vorbereitet, die zum Pokalfinale anreisen. Wir werden neue Saison-Trikots verteilen. Wir werden allen unseren Fans einzeln an der Tür Geschenke machen. Ein kleines Geschenk für unsere Fans vor dem Fest. Was auch immer unsere Fans wollen, wir werden es vor dem Spiel verschenken.“
Gleichzeitig nutzte der Klubchef die Gelegenheit, um dem aktuellen sportlichen Übungsleiter den Rücken zu stärken. Trotz punktueller, heftiger Kritik aus dem Umfeld sieht er die Entwicklung des Kaders absolut auf dem richtigen Weg. Der Boss stellte unmissverständlich klar: „Zunächst einmal vielen Dank an Fatih Tekke und sein Team. Unser Trainer Fatih Tekke und sein Stab waren im ersten Jahr unseres Projekts erfolgreich und hatten einem bestimmten Budget weniger Chancen als ihre Konkurrenten. Wir sprechen von einem drei, vier Jahre dauernden Plan. Für Trabzonspor und Fatih Tekke ist Erfolg natürlich die Meisterschaft, aber trotz all dieser Bedingungen sind sie sehr erfolgreich. Ohne Titel hat man keine Chance, im Fußball erfolgreich zu sein! So sah ich es, als ich Fan war ebenfalls. Die Fans haben mit ihrer Kritik recht! Ich schäme mich im Namen unserer Unterstützer und ich denke, wir werden diese Peinlichkeit am Freitag beseitigen. Ich vertraue Fatih Tekke und seinem Team.“ Der Trainer sei schließlich eine absolute Legende von Trabzonspor und für ihn der wichtigste Torschütze und Fußballer, der jemals in die Türkei kam. Er leide und langweile sich mit der aktuellen Situation, weshalb er von der ungeduldigen Stadt weitaus mehr Rückhalt verdient hätte, da das Arbeiten mit so vielen jungen Spielern unter diesen wirtschaftlichen Realitäten für niemanden leicht sei.
Ein zentraler Baustein der künftigen Ausrichtung bleibt die Sanierung der Vereinsfinanzen sowie die Maximierung von Transfereinnahmen durch eine kluge Scouting-Abteilung. Auch in Europa gilt der vereinseigene Scout-Bereich mittlerweile als überaus erfolgreich, weshalb die Vereinsverantwortlichen intensiv an lukrativen Deals schrauben. Der Präsident räumte zwar ein, dass man in der jüngeren Vergangenheit heftig für getätigte Einkäufe kritisiert wurde, die Früchte dieser Arbeit nun jedoch geerntet werden können. Es liegen mittlerweile sehr ernsthafte Gespräche und wichtige Angebote für 7-8 Spieler aus dem aktuellen Kader vor.
Der Vereinsvorsitzende scheute sich nicht, die finanzielle Vergangenheit des Klubs transparent offenzulegen, um den aktuellen Kurs zu rechtfertigen. Es sei das Jahr in der Geschichte von Trabzonspor gewesen, in dem das meiste Geld ausgegeben wurde. Man habe für zuvor gänzlich unbekannte Spieler Summen von 5–6 Millionen Euro gezahlt, doch dieser Mut zahle sich nun doppelt aus, da man das investierte Geld von einem einzigen Spieler komplett zurückbekommen werde. Der Klubchef stellte klar, dass im Hintergrund bereits fieberhaft stufenweise Transferanrufe getätigt werden. Es sei durchaus im Bereich des Möglichen, dass man alle Neuzugänge und Verkäufe gleichzeitig der Öffentlichkeit präsentieren werde.
Ein Dorn im Auge ist dem Klubchef weiterhin die organisatorische Ansetzung des Pokal-Endspiels sowie die immense wirtschaftliche Diskrepanz zu den Teams aus der Hauptstadt. Dass das Finale so weit entfernt ausgetragen wird, empfindet er als Ungerechtigkeit gegenüber den bordeauxrot-blauen Anhängern, wenngleich die Mannschaft selbst auf dem Mars spielen würde. Man müsse eine immense Kilometerdistanz zurücklegen, was sportlich kein Recht sei, da beispielsweise ein Kontrahent wie Konyaspor sicherlich auch nicht freiwillig in Giresun gegen sie antreten wolle. Dennoch fülle die treue Anhängerschaft die Stadien überall, egal ob in Deutschland, Frankreich oder Istanbul.
Die wirtschaftlichen Faktoren zeichnen derweil das Bild eines ungleichen Kampfes in der Süper Lig. Die Konkurrenz verfüge über das Zehnfache an Einkommen. Während das eigene Budget bei mageren 34 Millionen Euro liege, operieren die großen Gegner mit schwindelerregenden Budgets von 230 Millionen Euro. In dem Jahr, in dem man sensationell Meister wurde, betrug der finanzielle Unterschied zur Konkurrenz lediglich 6-7 Millionen Euro, heute klafft dort eine gigantische Lücke von bis zu 150 Millionen Euro. Die Istanbuler Rivalen hätten sich vor 15-20 Jahren Grundstücke gesichert und ein „eigenes Imperium“ aufgebaut. Trabzonspor hingegen verfüge aktuell über keinerlei Einkünfte aus Immobilien, da man sich parallel zum sportlichen Betrieb noch mit der Zoneneinteilung und langwierigen Gerichten um Grundstücke herumschlagen müsse. Aus diesem Grund sei es eine Mammutaufgabe, gleichzeitig junge Spieler zu entwickeln, auf hohem Niveau zu konkurrieren und durch teure Verkäufe Geld in den Safe zu legen.

Foto: IHA
Trotz dieser Hürden kann der Klub handfeste Erfolge auf dem Transfermarkt vorweisen. Der Präsident bestätigte offiziell, dass man sich mit Besiktas auf die Versetzung von Ernest Muci geeinigt habe. Die vertragliche Option wurde rechtzeitig und klug genutzt. Der Offensivakteur sei charakterlich ein wunderbarer Mensch und in der Stadt überaus glücklich, was keineswegs für jeden Profi in diesem emotionalen Umfeld selbstverständlich sei. In wichtigen Partien habe der Akteur bereits entscheidende Beiträge geleistet. Ein solcher Transfer sei ein echter Meilenstein, da Top-Spieler aus Europa normalerweise nicht Trabzon als erste Wahl im Kopf haben. Durch den Deal haben letztlich beide involvierten Vereine gewonnen, wobei auch der Funktionär Serdal Adali bei der Abwicklung der Ratenzahlung dankenswerterweise eine große Hilfe war.
Zudem blickt die sportliche Leitung intensiv auf weitere Personalien wie den Defensiv-Routinier Savic sowie Torhüter Andre Onana, der als Leitfigur junge Spieler hervorragend führt und unbedingt im Verein gehalten werden soll. Für ein Beben der Begeisterung dürfte zudem die geplante Rückkehr eines absoluten Fanlieblings sorgen. Der exzentrische Angreifer Anthony Nwakaeme steht vor einer Rückkehr, allerdings in einer völlig neuen Rolle für die Zukunft. Es gab bereits ein vielversprechendes Frontgespräch, und der Verein wird ein konkretes Angebot vorlegen. Man möchte den Nigerianer nach seiner aktiven Zeit fest einbinden, damit er den Klub bei der Spielerverfolgung auf dem afrikanischen Kontinent begleitet, da seine Fußballkenntnisse überragend sind und er über sehr ernsthafte Verbindungen in Nigeria verfügt. Er soll somit fester Bestandteil auf der Scout-Seite werden und nicht im klassischen technischen Personal mitwirken.
Zum Abschluss fand der Vereinsboss noch klare Worte zu dem anhaltenden Streit mit Galatasaray. Trabzon sei die gastfreundlichste Stadt der Welt, solange man den Verein und die Menschen mit Respekt behandelt. Auf die jüngsten Provokationen der Konkurrenz habe er ganz bewusst im Sinne der Vereinsinteressen geantwortet und sich nicht weggeduckt. Seine emotionale Art verteidigte er stolz mit seinen Wurzeln: „Man sagt, ich bin aufbrausend! Ich bin nicht in Paris geboren, ich bin in Trabzon geboren! Unsere Fans können wütend auf uns sein, aber ich kann nicht wütend auf sie sein! Ich habe keinen solchen Luxus! Dies ist ein Flaggenrennen. Wenn ich diese Einnahmen bereitstelle, wird derjenige, der nach mir kommt, zufrieden sein! Ich werde mich darüber freuen! Ich werde die Hand des Auserwählten nach mir heben! Wann immer er anruft, werde ich bei ihm sein!“ Damit schloss der charismatische Klubchef sein flammendes Plädoyer für die Zukunft des Traditionsvereins.







































