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·24. April 2026

Die Kogge will aufsteigen, der Jahn in die Suppe spucken

Artikelbild:Die Kogge will aufsteigen, der Jahn in die Suppe spucken

Die längste Auswärtsfahrt der Liga steht an: Nach Rostock sind es auf der Straße fast 700 Kilometer. Das und die Aussicht, dass Hansa jeden Sieg braucht, um noch im Aufstiegsrennen mitzumischen, lassen einen Ausflug an die Ostsee erst einmal unattraktiv erscheinen. Doch weit gefehlt. Denn einerseits sorgt Rostock mit seinen brachialen Heimfans immer für eine stimmungsvolle Kulisse, zum anderen ist der Jahn noch immer nicht ganz gesichert – und als Sportler will man doch die maximale Punktausbeute holen, oder?

Die Heimniederlage gegen Aachen gilt es für den Jahn schnell abzuhaken. Man kann es sich leicht machen und sagen: Ja mei, die Aachener haben halt zwei absolute Ausnahmespieler der Liga in ihren Reihen. Mika Schroers (18 Saisontore) und Lars Gindorf (22) haben den Jahn am Freitag quasi im Alleingang besiegt. Dennoch war die Truppe von Mersad insgesamt griffiger und gefälliger, das sah einfach reifer aus, während der Jahn seine Linie und Konstanz in dieser Saison wohl nicht mehr findet.


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Noch dazu plagen derzeit einige Verletzungen das Team von Neu-Coach Sascha Hildmann. Am Freitag war man bereits in der ersten Halbzeit zweimal gezwungen zu wechseln. Auch für Samstag werden einige Jungs verletzt fehlen. Laut „Mittelbayerische“ sind das die gegen Aachen ausgewechselten Philipp Müller und Lucas Hermes. Bereits seit Längerem verletzt sind Sascha Hingerl und Malte Karbstein. Alle vier plagen muskuläre Probleme. Noch dazu ist Leo Mätzler wegen einer fünften Gelben gesperrt. Immerhin sind Felix Strauss, Jakob Seibold, Sebastian Stolze und Phil Beckhoff zurück im Training.

Rostock steht aktuell mit 60 Punkten auf Rang 5 der Tabelle. Sie brauchen unbedingt noch einen Sieg, um an Duisburg, Cottbus und Essen dranzubleiben. Zuletzt erreichte man ein mageres 0:0 gegen Absteiger Schweinfurt. Viel zu wenig riskiert habe sein Team, zeigte sich Trainer Daniel Brinkmann enttäuscht auf der Spieltags-Pressekonferenz. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kogge stark besetzt ist und sich nach einer schwierigen letzten Saison gefunden hat. Allerdings fällt Kapitän Franz Pfanne weiterhin aus. Auch Paul Stock, Cedric Harenbrock, Felix Ruschke und Fiete Bock können nicht auflaufen, Jonas Dirkner ist wie Jahnspieler Leo Mätzler nach seiner fünften gelben Karte gesperrt. Und was am schwersten wiegen könnte: Auch der Einsatz von Top-Stürmer Emil Holten steht auf der Kippe. “Völlig offen”, sei ein Einsatz, sagte Brinkmann. Er wäre der Toptorjäger (13 Buden, allein 12 Torbeteiligungen seit Jahreswechsel) der Kogge.

Vielleicht also eine Chance für den Jahn, an der Ostsee etwas zu holen. Seit einigen Spielen ist zwar der Klassenverbleib so gut wie sicher, aber halt auch noch nicht rechnerisch. Und vielleicht will sich der ein oder andere vorm neuen Trainer empfehlen für die neue Saison. Einige Jahnschmiede-Jungs durften sich ja auch zuletzt im Profi-Training zeigen.

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