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·3. Juni 2026
Die längste Durststrecke aller Weltmeister: WM-Guide Uruguay

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Marcelo Bielsa kehrt nach 16 Jahren zurück auf die WM-Bühne. Was kann der Fußballphilosoph mit der "Celeste" erreichen?
Nur wenige Länder können so viel Kultur, Tradition und Geschichte wie Uruguay vorweisen. Als erster Weltmeister von 96 Jahren markierte die "Celeste" den Beginn der Weltmeisterschaften und holte mit dem Sensationstitel 1950, der als Maracanazo bekannt ist, den ersten Jules-Rimet-Pokal nach dem Zweiten Weltkrieg.
76 Jahre wartet Uruguay nun schon auf den nächsten Weltmeistertitel, so lange wie kein anderes Land. Nach 1950 wurde man dreimal Vierter, zuletzt 2010, als Diego Forlan den Goldenen Ball gewann. Der letzte internationale Erfolg war die Copa America 2011. Unter dem fußballverrückten Trainerveteran Marcelo Bielsa unternimmt Uruguay den nächsten Anlauf, zum ersten Mal den "neuen" WM-Pokal in die Höhe zu stemmen.
Für Bielsa ist es nach 2002 und 2010 der dritte Anlauf bei einer Endrunde. Seit 2023 ist "El Loco" Trainer der Celeste und konnte die Mannschaft nach der letzten WM wieder stabilisieren. Mit Platz drei bei der Copa America 2024 führte er Uruguay zum besten Ergebnis seit dem letzten Titelgewinn, doch es lief nicht immer alles glatt. Seinem Team wird ein oftmals biederer Fußball nachgesagt, während Spieler hinter den Kulissen seinen unpersönlichen Führungsstil bemängelten, was angesichts der Tatsache, dass er seine Schützlinge in der Höflichkeitsform anspricht, nicht überrascht.
Über sich selbst sagte er: "Ich bin toxisch. Wer sich mit mir einlässt, dem geht es schlechter.". Ihm dürfte das aber ohnehin nicht mehr so wichtig sein, bestätigte er letztens sein Aus nach der WM.
Torhüter: Sergio Rochet (Internacional), Fernando Muslera (Estudiantes (LP)), Santiago Mele (Junior FC)
Abwehr: Guillermo Varela (Flamengo) Ronald Araujo (FC Barcelona), Jose Maria Gimenez (Atletico Madrid), Santiago Bueno (Wolverhampton Wanderers), Sebastian Caceres (Club America), Mathuas Olivera (SSC Neapel), Joaquin Piquerez (Palmeiras), Matias Vina (River Plate)
Mittelfeld: Manuel Ugarte (Manchester United), Emiliano Martinez (Palmeiras), Rodrigo Bentancur (Tottenham Hotspur), Federico Valverde (Real Madrid) Agustin Canobbio (Fluminense), Juan Manuel Sanabria (Real Salt Lake), Giorgian de Arrascaeta (Flamengo), Nicoles de la Cruz (Flamengo), Rodrigo Zalazar (Sporting Lissabon), Facundo Pellistri (Panathinaikos), Maximiliano Araujo (Sporting Lissabon), Brian Rodriguez (Club America)
Angriff: Rodrigo Aguirre (Tigres), Federico Vinas (Real Oviedo), Darwin Nunez (Al-Hilal)
Uruguay gegen Saudi-Arabien, 15. Juni. 00:00 Uhr MESZ, Hard Rock Stadium, Miami
Uruguay gegen Kap Verde, 21. Juni, 00:00 Uhr MESZ, Hard Rock Stadium, Miami
Uruguay gegen Spanien, 27. Juni, 02:00 MESZ, Estadio Akron, Guadalajara
In Gruppe H erwischt Uruguay mit Saudi-Arabien einen nicht zu unterschätzenden Auftaktgegner, der bereits bei der letzten WM mit dem Sieg gegen Argentinien für eine Überraschung gesorgt hat. Auf der anderen Seite des Rio de la Plata ist man aber gewarnt und will eine Niederlage vermeiden. Gegen WM-Neuling Kap Verde gilt ein Sieg dann aber als Pflicht, was auch die wichtigsten Punkte für die "Celeste" werden.
Im letzten Gruppenspiel geht Uruguay als Außenseiter in das spanischsprachige Duell gegen Spanien, weswegen es wichtig ist, vorher gepunktet zu haben. Ein Punkt gegen "La Roja" wäre bereits ein sehr gutes Ergebnis.
Im Sechzehntelfinale würde die Bielsa-Truppe als Zweiter auf den Ersten aus Gruppe J treffen, in der sich Argentinien, Algerien, Österreich und Jordanien befinden. Ein Duell gegen den Weltmeister vom anderen Ufer des Rio de la Plata ist am wahrscheinlichsten. Bei der Copa America 2024 scheiterte Uruguay an Argentinien.
Der uruguayische Kader ist durchaus mit Qualität besetzt, hat mit Manuel Ugarte und Federico Valverde seine besten Qualitäten aber wohl im Mittelfeld. Mit der Verletzung von Mittelfeldvirtuose Giorgian de Arrascaeta könnte ein wichtiger Kreativkopf fehlen, während auch Darwin Nunez nicht in Form ist. In Summe ist Uruguay aber ein sehr ausgeglichenes Team und hat nur vereinzelt Schwachpunkte. Erfreulich ist auch die Teilnahme von Galatasaray-Legende Fernando Muslera, der kurz nach dem Auftakt seinen 40. Geburtstag feiert.







































