Borussia Dortmund
·22. Februar 2026
In partnership with
Yahoo sportsBorussia Dortmund
·22. Februar 2026
Borussia Dortmund blieb am Samstagabend im Spitzenspiel in Leipzig auch im 16. Ligaspiel hintereinander ohne Niederlage (zu den Fakten), obwohl es lange nach einer solchen ausgesehen hatte. „In der ersten Halbzeit war Leipzig ganz klar die bessere Mannschaft“, sagte Niko Kovac auf der Pressekonferenz. Er erwähnte seine taktischen und personellen Korrekturen nur in einem Nebensatz und betonte stattdessen: „Dann zeigte die Mannschaft eine richtig gute Reaktion und die nötige Mentalität.“
Sie haderte nicht lange mit einem ausgebliebenen VAR-Eingriff nach einem Foul von Castello Lukeba an Karim Adeyemi (89.), sie setzte weiter nach. Drei der fünf Einwechselspieler, in Yan Couto indirekt sogar ein vierter, sorgten in der fünften Minute der Nachspielzeit für das 2:2. Couto zurück auf Julian Ryerson, Pass auf Julian Brandt, während Adeyemi und Fabio Silva auf der Mittellinie zum Sprint ansetzten: Brandt spielte einen Pass, der sowohl vom Timing als auch von der Präzision perfekt war und einen guten Bundesligaspieler von einem herausragenden Fußballer unterscheidet. Der Weg war frei für Adeyemi. Silva löste sich von Leipzigs Willi Orban, Adeyemi legte quer, und Fabio Silva schob aus recht spitzem Winkel gegen die Laufrichtung des Torwarts ein.
Und was noch für die Gier im Team sprach: Es gab sich nicht mit dem späten 2:2 zufrieden, denn es waren noch drei Minuten zu spielen. Tatsächlich hatte Brandt noch die Chance aufs 3:2, doch Leipzigs Torwart Maarten Vandevoordt parierte den harten Schuss (90.+8).
So rettete Borussia Dortmund „nur“ einen Punkt in der Nachspielzeit, den bereits sechsten in dieser Saison! Maxi Beiers 1:0 gegen Köln (90.+6) brachte im Herbst zwei Zähler, Beiers 2:0 gegen Gladbach kurz vor Weihnachten (90.+7) sicherte den Sieg ab, Carney Chukwuemekas 3:3 in Frankfurt (90.+6) brachte einen, Emre Cans Elfmetertor zum 3:2 gegen St. Pauli (90.+6) zwei weitere Punkte. Und nun Fabio Silva in Leipzig (2:2, 90.+5) – es war das erste Bundesliga-Tor des Portugiesen (in der Champions League hatte er in Kopenhagen getroffen).
Der 23-Jährige sah sich dafür belohnt, „wenn man hart arbeitet und im Training alles gibt. Manchmal dauert es länger, manchmal geht es schneller“. Er fügte im Gespräch mit BVB-TV hinzu: „Das Wichtigste ist, für die Mannschaft zu arbeiten, das zu tun, was ich mir vorgenommen habe, zum Beispiel auch Vorlagen zu geben. Das Wichtigste ist, gute Teamkollegen zu haben, gute Leute hinter und neben mir.“
Nach zuvor sechs Siegen in Serie hat Borussia Dortmund erstmals wieder etwas liegen gelassen im Kampf um die Champions-League-Qualifikation, gleichzeitig aber auf den Tabellendritten Hoffenheim (2:2 in Köln) nichts verloren, Leipzig auf Distanz gehalten (weiterhin elf Punkte), auf Leverkusen (0:1 bei Union) sogar einen Punkt gewonnen. „Jetzt müssen wir schauen, was die Stuttgarter morgen machen“, sagte Kovac am Samstagabend zum Abschied aus Leipzig und warf dabei – na klar – „weiter den Blick in den Rückspiegel“. Das Duell mit den Bayern am kommenden Samstag mag Fußball-Deutschland schon jetzt elektrisieren, für den Trainer ist es noch weit weg. Erstmal kommt Bergamo, das wichtigste Spiel in diesen Wochen.Boris Rupert
Live









































