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·2. Juli 2026

Die Verpflichtung von Chido Obi würde nur unter einem Aspekt Sinn machen

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Die Verpflichtung von Chido Obi würde nur unter einem Aspekt Sinn machen

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Simon Bartsch

2 Juli, 2026

Chido Obi gilt als eins der spannendsten Talente in Europa. Und der 18-Jährige steht nun im Fokus der Geißböcke. Ob er sportlich direkt überzeugt, ist offen. Und es gibt noch einen weiteren wichtigen Faktor für den 1. FC Köln: Warum Chido Obi nur mit Kaufoption Sinn ergibt.

Der Name Chido Obi sorgt aktuell im FC-Kosmos für mächtig Wirbel. Kein Wunder, der 18-Jährige gilt europaweit als großes Offensiv-Talent. Die Erwartungshaltung ist überraschend groß, obwohl es noch keine konkrete Tendenz über eine Verpflichtung gibt. Rein sportlich wäre die Verpflichtung unter der Kategorie „spannend“ einzuordnen. Dabei macht ein Transfer eigentlich nur unter einer Bedingung Sinn.

Chido Obi im Spiel gegen Fulham (Foto: Justin Setterfield/GettyImages)

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Dass Chido Obi ein großes Talent ist, hat der junge Stürmer gerade im Nachwuchs immer wieder unter Beweis gestellt. Ob er aber bei einer Verpflichtung in der Bundesliga direkt Fuß fassen kann, ist offen. Die Kölner würden einmal mehr ein gewisses Risiko bei dem Transfer eines Talents eingehen. Der Plan, junge Spieler zu leihen, um ihnen Spielpraxis zu ermöglichen, kann aufgehen. Etwa so wie bei Jahmai Simpson-Pusey, der bekanntlich zuvor bei Celtic Glasgow nicht gespielt hatte. Das Beispiel Felipe Chávez zeigt aber, dass es sich nicht immer gut ausgeht. Der Mittelfeldspieler geht zu den Bayern zurück, ohne in Köln eine ernsthafte Duftmarke gesetzt zu haben. Simpson-Pusey wurde allerdings fest verpflichtet und entwickelt sich damit zu einer echten Investition für die Geißböcke. Mittelfristig wird der Innenverteidiger wohl seinen Weg wieder nach England suchen und den Kölnern dann ein hübsches Sümmchen in die Kassen spülen. So zumindest der wirtschaftliche Plan hinter dem Transfer.

Ein nicht unwesentlicher Störfaktor

Der Plan wird bei Chido Obi natürlich nun der gleiche sein. Der junge Däne wird verpflichtet, im Idealfall entwickelt sich der Angreifer so positiv, dass er seinen Marktwert ordentlich steigert und mittelfristig dann für mehr Geld wieder verkauft wird. Nur gibt es bei der Rechnung einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Störfaktor. Es spielen bei der Planung noch andere Parteien mit und die wollen natürlich auch ihren größten Nutzen verfolgen. Bei den Red Devils hält man große Stücke auf Obi, ist fest von dem Durchbruch des „Wunderkinds“ überzeugt. Manchester wird den Stürmer also ganz sicher nicht einfach nur abgeben. Obi selbst dürfte mittelfristig auch eher von der Premier League als von der Bundesliga träumen. Für beide Parteien wird nun erst einmal die Spielpraxis auf höherem Niveau im Vordergrund stehen. Und nicht etwa der Gedanke, bei den Kölnern langfristig Fuß zu fassen. Dabei will man beim FC natürlich sportlich von dem Spieler profitieren. Allerdings wäre der wirtschaftliche Nutzen der Kölner bei einer Leihe ohne Kaufoption absolut begrenzt.

Das Risiko, dass der 18-Jährige in seiner ersten Bundesliga-Saison nicht einschlägt, ist real. In dem Fall würden die Kölner wohl mindestens ein Teil des Gehalts übernehmen, ohne einen großen sportlichen Ertrag zu erhalten. Und genau das passt nicht zu dem Weg, den Thomas Kessler und Tim Steidten allem Anschein nach gerade eingeschlagen haben. Es werden nicht nur Namen verpflichtet, die sofort helfen müssen, sondern Spieler, die ihren Weg machen können, sich aber in erster Linie entwickeln und dadurch ihren Verkaufswert steigern sollen. Eben so wie Simpson-Pusey. Dazu müssten die Kölner eine Kaufoption im Vertrag verankern. Das Mittel hat Thomas Kessler bekanntlich zuletzt gerne aus dem Hut gezaubert. Allerdings muss da auch der abgebende Verein mitspielen. Und für ManU besteht aktuell wenig Grund, nicht die Hand auf dem Deal zu behalten. Mindestens eine Rückkauf-Option werden sich die Red Devils im Vertrag verankern lassen. Keine leichte Aufgabe für Thomas Kessler, der aber offenbar weiß, wie er den richtigen Ton findet.

Immerhin hat er Jahmai Simpson-Pusey ebenfalls fest verpflichtet. Das, obwohl man bei City auch große Stücke auf den Innverteidiger hält und es eine Rückkaufoption im Vertrag gegeben hat. Zudem hat Kessler den Spieler noch deutlich unter Wert unter Vertrag genommen. Nun sitzt der Geschäftsführer Sport bereits an seinem nächsten Meisterstück.


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