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·18. Juni 2026
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Update mit 48 Teams, echten Stadien und K.-o.-Runden ersetzt das Fifa-Logo. Der Verband setzt mit Netflix auf eine eigene WM-Edition.
Es ist ein Sommer der Weltmeisterschaft, und das meistverkaufte Fußballspiel der Geschichte hat keine. EA Sports FC 26 geht in die Saison der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko, ohne das Turnier zu führen, das jahrzehntelang sein Verkaufsargument war. Es ist das erste Mal seit rund 30 Jahren, dass EA's Fußballreihe einen WM-Sommer ohne offizielle Weltmeisterschaft erlebt — Folge der Trennung von der Fifa 2023. Was wie eine Randnotiz für Konsolenspieler klingt, ist in Wahrheit ein Test darüber, was eine Lizenz eigentlich wert ist.
Denn das Spiel bildet die WM trotzdem ab. Das kostenlose Update „The World's Game" bringt einen Turniermodus mit 48 Teams, der Format und Maßstab des echten Wettbewerbs spiegelt: Gruppenphase, K.-o.-Runden, Dutzende lizenzierte Nationalmannschaften, dazu reale Austragungsstätten wie das Gillette Stadium und das BMO Field. Bei Konami läuft unter dem Namen „International Cup 2026" das gleiche Prinzip. Was in beiden Spielen fehlt, ist überschaubar: der Pokal, das Logo, die offizielle Turnier-Identität. Der Fußball ist da. Die Marke ist weg.
Nun die Gegenseite, und sie ist ernst zu nehmen. Das Fifa-Wappen ist keine Kleinigkeit: Drei Jahrzehnte lang stand es für das eine Turnier, das die Welt anhält, der Pokal ist eine der bekanntesten Trophäen des Sports, und der Verband hat seine Marke längst nicht aufgegeben. Mit Netflix bringt die Fifa „FIFA World Cup: Launch Edition" heraus, entwickelt von Delphi Interactive, gestartet am Eröffnungstag, mit allen 48 Teams, über 1.200 Spielern und den 16 Stadien. Dazu zwei Mobile-Titel, FIFA Rivals und FIFA Heroes, die die offizielle Lizenz tragen. Die Fifa hat die Konsole nicht aus Schwäche verlassen, sondern aus Kalkül — sie glaubt, ihr Name verkaufe sich auch ohne EA.
Genau hier liegt der Denkfehler. Was EA Sports FC 26 vorführt, ist nicht der Verlust der WM, sondern ihre Reduzierbarkeit: Nimm das Logo weg, lass Teams, Stars, Stadien und das Knockout-Drama stehen — und das Erlebnis bricht nicht weg. Die Spieler, wegen derer Millionen einschalten, sind dieselben. Das Turniergefühl entsteht aus dem Wettbewerb, nicht aus dem Schriftzug darüber. Der eigentliche Wert der Lizenz war nie das Produkt, sondern die Knappheit: Solange nur ein Anbieter das Wappen zeigen durfte, wirkte es unverzichtbar. In dem Moment, in dem zwei Spiele dasselbe Turnier ohne Wappen liefern, zerfällt die Illusion.
Die Fifa hat sich überschätzt. Sie hat die Allgegenwart ihres Logos — das uns aus jeder Übertragung, jedem Banner, jeder Wiederholung ins Hirn gebrannt wird — mit Nachfrage verwechselt. Die Leute wollen Fußball und Stars, nicht den Schriftzug, den man ihnen hundertfach zeigt. Was der Verband für sein größtes Kapital hielt, ist am Ende das Einzige, das im Spiel fehlen darf, ohne dass es jemandem fehlt.







































