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·26. Januar 2026
Die Wochen der Wahrheit: Gladbach ist zurück im Abstiegskampf

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·26. Januar 2026

Durch die deftigen Niederlagen gegen Hoffenheim und Stuttgart wurde Gladbach eingeordnet. Platz 10 und 15 trennen aktuell nur zwei Punkte. Von unten prescht ein wieder erstarktes Mainz heran, und langsam wird die Luft eng, obwohl Platz 11 eigentlich gewisse Sicherheiten verspricht. Der Hauptgrund der Sorgen ist aber das aktuelle Auftreten. Die Ergebnisse gingen nach dem Hoch im Herbst des vergangenen Jahres im Dezember schon langsam den Bach hinunter. Zu Beginn 2026 dachte man, die Mannschaft sei den nächsten Schritt gegangen. Doch seit dem Augsburgspiel gehen die Leistungen bergab. Drei Spiele, zwei Totalausfälle, ein geschossenes Tor und acht Gegentore sind die Statistiken eines Absteigers.
Das Problem an diesem Trend ist, dass die nächsten Gegner nicht gerade einfacher werden. In den nächsten sechs Spielen geht es gegen fünf Gegner aus der oberen Tabellenhälfte. In der Hinrunde holte man aus diesen Spielen zwei Punkte, und die aktuelle Gefühlslage gibt nicht unbedingt Grund zur Annahme, dass man dieses Mal mehr Punkte aus diesen Spielen erwarten kann.
Der Start der Rückrunde zeigt erschreckende Parallelen zur Hinrunde: Das Spiel gegen Bremen scheint entscheidend zu werden, und danach liegt es an Polanski, Gladbach über Wasser zu halten.

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Natürlich ist es paradox und undankbar, dieses Thema jetzt schon aufzumachen. Fakt ist aber: Sollte man gegen Bremen nicht gewinnen, ist es realistisch, noch einmal akut in die Abstiegsränge zu rutschen. In den letzten Wochen hat Polanski bei den Fans einiges an Kredit verloren. Mohya bekommt nicht die Chance von Anfang an, die Defensive wird einfach nicht stabiler und die Offensive wirkt ideenlos. Wie lange kann man nicht gewinnen, ohne zu reagieren? Wie lange kann man dem Ganzen zusehen, ohne sich zu entwickeln?
Marco Rose, Adi Hütter, Daniel Farke, Gerry Seoane und jetzt auch Polanski, keiner dieser Trainer hat es hinbekommen, Konstanz am Borussia-Park aufzubauen. Die Mannschaft schafft es immer wieder zu zeigen, dass sie etwas kann. Es gab immer wieder Phasen, in denen man von Europa träumen konnte, doch es gab auch regelmäßig Niederlagenserien und Totalausfälle. Die erste Halbzeit gegen Frankfurt sowie die 5:1-Klatschen gegen Wolfsburg und Hoffenheim sind ein Schlag ins Gesicht eines jeden Fans. Doch mittlerweile ist man abgestumpft, und selbst die Erfolge wie der Sieg gegen Augsburg oder die Derbysiege wirken kaum noch nach.
Gladbach scheint diese Schwächen nicht loszuwerden. Und langsam wird man müde. Die Fans verlassen das Stadion und pfeifen die Mannschaft aus. Gladbach befindet sich seit einer halben Dekade im Umbruch. Das Mittelmaß scheint der Dauerzustand zu sein, der Verein scheint sich damit abgefunden zu haben, doch die Fans wissen, wozu Gladbach eigentlich fähig ist. Die Probleme scheinen tief zu sitzen: in den Strukturen, im Kader.
Akut scheint es an der Mannschaft zu liegen. Spieler wie Scally, Stöger, Ngoumou und auch andere sind in der Theorie solide Bundesligaspieler, doch die Fans sind fertig mit ihnen. Alle von ihnen sind für sich betrachtet solide Spieler, haben auch persönliche Anfeindungen nicht verdient und sind nicht alleinig am sportlichen Misserfolg schuld. Doch sie verkörpern die Inkonstanz, die zu teuren Verträgen und Ablösen für Gladbach geführt hat. Es braucht eine Veränderung im Kader – mit neuer Frische, sportlich, aber auch mental. Gladbach braucht wieder eine Siegermentalität.
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🖊 Autor: Mika Heerink
📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images









































