feverpitch.de
·30. Juni 2026
Die Zahlen zum Drama in Foxborough

In partnership with
Yahoo sportsfeverpitch.de
·30. Juni 2026

75,4 Prozent Ballbesitz, 55 Flanken, drei verschossene Elfmeter von Havertz, Woltemade und Tah – die Bilanz des deutschen WM-K.-o. in Foxborough.
Deutschland ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika nach einer denkwürdigen Partie gegen Paraguay brutal im Elfmeterschießen mit 3:4 gescheitert. Die Zahlen zum Drama von Foxborough.
Ende eines Mythos: Gegen Deutschland ins Elfmeterschießen? Nicht zu gewinnen! Das galt bis zum Debakel in Foxborough, bei dem auch dieser Nimbus fiel. 1982 gegen Frankreich, vier Jahre später gegen Mexiko, auf dem Weg zum WM-Triumph 1990 gegen England sowie bei der Heim-WM 2006 gegen Argentinien - immer setzten sich die DFB-Mannschaften durch, insgesamt gab es dabei nur einen Fehlschuss, den von Uli Stielike 1982. Jetzt verschossen in Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah gleich drei Profis.
Ertragloser Ballbesitz: Das Team von Julian Nagelsmann rannte an. Immer und immer wieder spielten Kapitän Joshua Kimmich und Co. um den Strafraum der Südamerikaner herum - aber ohne zündende Ideen. Die deutsche Mannschaft kam am Ende laut des Datenanbieters Opta auf 75,4 Prozent Ballbesitz - in K.o.-Spielen bei Weltmeisterschaften hatte einzig Passmaschine Spanien 2018 gegen Russland (79,3) und 2022 gegen Marokko (76,8) noch mehr das Spielgerät an den eigenen Füßen - und verlor ebenso beide Partien nach Elfmeterschießen.
Ungezielte Flanken: Einmal klappte es - Florian Wirtz flankte und fand den Kopf von Kai Havertz. Die Hoffnung, dass der verdiente Ausgleich (54.) die Fesseln sprengen würde, war groß. Doch insgesamt blieben die Aktionen der deutschen Offensivspieler viel zu unpräzise. Insgesamt segelten inklusive der Ecken 55 Hereingaben in den Strafraum des Gegner - so viele hatte noch kein WM-Teilnehmer seit Beginn der Statistikerhebung 1966 geschlagen. Doch nur zehn kamen beim Mitspieler an. Und Paraguays starker Keeper Orlando Gill wurde mit sechs Abschlüssen auf sein Tor auch nicht übermäßig geprüft.
Unbeteiligt: Deniz Undav nach seinen Topauftritten als Joker erstmals in die Startelf zu befördern, war Nagelsmanns Kniff für die erhoffte Steigerung seiner Offensive. Doch der Wechsel von Jamal Musiala zum Stürmer des VfB Stuttgart verpuffte völlig. Ganze neun Ballaktionen in 63 Minuten zeugen davon, dass das Spiel an dem Goalgetter völlig vorbei lief. Undavs X-Goal-Wert betrug 0,03 - Gefahr für das Tor von Paraguay strahlte der 29-Jährige nicht aus.







































