90PLUS
·5. August 2026
Diese Auswirkungen hat der Eichhorn-Ausfall auf Bayers Kaderplanung

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·5. August 2026

Eigentlich sollte Kennet Eichhorn eine der wichtigsten Rollen im neuen Leverkusener Mittelfeld übernehmen. Stattdessen liegt der 17-jährige Neuzugang mit einer ernsten Diagnose in einer Spezialklinik – und zwingt Bayer 04 dazu, seine gesamte Verkaufsstrategie im Mittelfeld kurzfristig zu überdenken.
Was bei Bayer Leverkusens Neuzugang Kennet Eichhorn als hartnäckiger Magen-Darm-Infekt begann, hat sich zu einer echten Hiobsbotschaft entwickelt. Der 17-Jährige hatte Mitte Juli innerhalb weniger Tage fünf Kilogramm Körpergewicht verloren. Eine anschließende fachärztliche Untersuchung förderte den eigentlichen Befund zutage: eine behandlungsbedürftige Stoffwechselstörung, ausgelöst durch die vorausgegangene hohe körperliche Belastung und den übermäßigen Gewichtsverlust. Eichhorn befindet sich nun zur Behandlung in einer spezialisierten Einrichtung, ein Rückkehrtermin wurde von Leverkusen bewusst nicht genannt.
Leverkusens Sportgeschäftsführer Simon Rolfes machte deutlich, dass beim Umgang mit Eichhorns Erkrankung keine sportlichen Zwänge eine Rolle spielen sollen. Eichhorn stehe vor einer hoffentlich sehr langen Karriere auf höchstem Niveau, so Rolfes, und der Klub werde ihn dabei bestmöglich unterstützen. Entscheidend sei jetzt, dass die richtigen Maßnahmen für seine Genesung eingeleitet seien und der Youngster die notwendige Zeit ohne Druck bekomme. Laut „Sport Bild“ hat Leverkusen Eichhorn deshalb bereits komplett aus der Planung für die Hinrunde der Saison 2026/27 gestrichen – ein Novum für einen Spieler, für den der Klub im Sommer rund neun Millionen Euro an Hertha BSC überwiesen hatte.
Eichhorns Ausfall wiegt sportlich schwerer, als es sein Alter vermuten lässt. Der Neuzugang war im 4-3-3-System von Cheftrainer Carles Martínez fest für die Doppelsechs eingeplant – eine zentrale Rolle im Aufbauspiel, die Bayer Leverkusen nun anderweitig lösen muss, ohne dass Eichhorn bislang auch nur ein einziges Mannschaftstraining beim Klub absolviert hat.
Wegen Eichhorns unklarer Ausfallzeit ändert Bayer Leverkusen nun auch seine Verkaufspläne im zentralen Mittelfeld. Ursprünglich sollten zwei Spieler aus dem Trio Robert Andrich, Aleix García und Equi Fernández abgegeben werden, um Platz und Budget für den Umbruch zu schaffen. Nach Informationen der „Sport Bild“ soll nun nur noch einer der drei tatsächlich verkauft werden – der Kader darf im zentralen Mittelfeld schlicht nicht zu dünn werden, solange unklar ist, wie lange der eigentlich für die Doppelsechs eingeplante Eichhorn fehlen wird.
Von den drei Verkaufskandidaten Andrich, García und Fernández hat laut „Sport Bild“ Robert Andrich die besten Karten auf einen Verbleib bei Bayer Leverkusen. Der Mittelfeldspieler gilt als Führungsspieler und Anführer der Mannschaft und ist zudem defensiv variabel einsetzbar, was ihn in der aktuellen Lage besonders wertvoll macht. Aleix García wiederum liebäugelt weiterhin mit einem Wechsel, doch bislang soll kein Angebot für den Spanier attraktiv genug gewesen sein, um einen Abgang zu rechtfertigen. Equi Fernández bleibt als dritte Option im Spiel, ohne dass sich sein Status durch die neue Lage grundlegend verändert hätte.
Zeit zum Reagieren bleibt Bayer Leverkusen nur noch wenige Wochen: Der Bundesliga-Auftakt für die Werkself steigt am 29. August auswärts bei Aufsteiger SV Elversberg. Bis dahin muss der Klub sowohl Klarheit über Eichhorns Rückkehr als auch über die endgültige Kaderstruktur im zentralen Mittelfeld gewinnen – eine Gemengelage, die zeigt, wie stark ein einzelner medizinischer Befund bei einem 17-Jährigen die gesamte sommerliche Transferstrategie eines Bundesligisten durcheinanderwirbeln kann.


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