Diesmal trifft die 23er-Regel einen Elversberger – und Keidel hofft auf den Conté-Effekt | OneFootball

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·1. Oktober 2026

Diesmal trifft die 23er-Regel einen Elversberger – und Keidel hofft auf den Conté-Effekt

Artikelbild:Diesmal trifft die 23er-Regel einen Elversberger – und Keidel hofft auf den Conté-Effekt

München. Am Donnerstagmittag veröffentlichte die UEFA die Kaderliste für das Nations-League-Spiel in München, und ein Name fehlte: Felix Keidel. Der Mittelfeldspieler des Bundesliga-Aufsteigers SV Elversberg steht gegen Serbien nicht im Spieltagskader und muss damit weiter auf sein erstes Länderspiel warten. Für Jürgen Klopp war es eine Entscheidung, die die Regeln erzwangen – und die ihm durch einen anderen Ausfall erleichtert wurde.

Warum nur einer gehen musste

Klopp hatte für die Partie gegen Serbien und das Rückspiel in Thessaloniki ursprünglich 25 Spieler zur Verfügung. Die UEFA erlaubt pro Spiel aber nur 20 Feldspieler und drei Torhüter. Zwei hätten also weichen müssen. Doch Nico Schlotterbeck hat sich am Mittwoch im Abschlusstraining eine Außenbandverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen und fällt aus. Damit blieb nur eine Streichung übrig – sie traf Keidel.


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Laut DFB-Angaben gehörten neun Spieler des zweiten Aufgebots zu den Neulingen ohne Länderspiel. Nach Keidels Streichung sind es noch acht, die an diesem Abend debütieren könnten: die Torhüter Noah Atubolu, Finn Dahmen und Jonas Urbig, dazu Finn Jeltsch, Mika Baur, Said El Mala, Vitaly Janelt und Derry Scherhant.

Läuft es wie bei Conté?

Die Hoffnung für Keidel hat einen Präzedenzfall. Vor Klopps erstem Spiel in Amsterdam traf die Streichung den Hoffenheimer Bambasé Conté. Vier Tage später stand er gegen Griechenland in der Startelf, als Schlotterbeck aus Belastungsgründen pausierte, und gab sein Länderspieldebüt. Die dpa stellte die Frage deshalb bereits in der Überschrift: Läuft’s bei Keidel wie bei Conté?

Die Gelegenheit gibt es. Für das Rückspiel am Sonntag in Thessaloniki plant Klopp mit einem 23er-Kader; ein weiterer Spieler wird wegen der Streich-Vorgabe voraussichtlich gar nicht erst mitreisen. Wer das ist, entscheidet sich nach dem Serbien-Spiel.

Keidel ist einer der Spieler, mit denen Klopp seine Ankündigung umgesetzt hat, auch Profis zu berufen, „die damit noch gar nicht rechnen“. In der Bundesliga ist er für Elversberg Stammkraft; beim 1:2 gegen den FC Bayern am dritten Spieltag sah er nach einem Foul an Harry Kane Gelb.

Urbig, ein neuer Kapitän und eine runde Zahl

Eine Premiere gilt als nahezu sicher: Jonas Urbig vom FC Bayern dürfte im Tor beginnen und damit sein erstes Länderspiel bestreiten – im eigenen Stadion. Nach ter Stegen in Amsterdam und Nübel in Augsburg wäre er der dritte Torhüter im dritten Spiel unter Klopp.

Ebenso sicher ist, dass die Nationalmannschaft in München ihren 117. Kapitän bekommt, denn keiner der Spieler im Kader hatte das Amt bisher inne. Klopp hat die Regel vorgegeben: Wer die meisten Länderspiele hat, trägt die Binde. Das spricht für Serge Gnabry mit 61 Einsätzen, dahinter folgen Florian Wirtz mit 46 und David Raum mit 39.

Und dann ist da eine Zahl, die an diesem Abend fallen könnte. Bislang haben 996 Spieler ihr Debüt in der deutschen Nationalmannschaft gegeben. Kommen gegen Serbien vier Neulinge zum Einsatz, wäre der tausendste Nationalspieler der Geschichte darunter.

Die Ausgangslage

Sportlich steht Klopp unter Druck. Nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland ist Deutschland Dritter der Gruppe A2. Drei Spiele ohne Sieg zum Start hat es unter keinem seiner zwölf Vorgänger gegeben. Serbien ist nach zwei Niederlagen noch punktlos – und kein Spieler im aktuellen deutschen Aufgebot hat jemals gegen die Serben gespielt.

Anstoß in der Allianz Arena ist um 20.45 Uhr, das ZDF überträgt. Keidel wird zuschauen. Ob es dabei bleibt, entscheidet sich am Sonntag in Thessaloniki.

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