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·3. August 2026

Diomande und Real Madrid: „So weit ist es einfach noch nicht“

Artikelbild:Diomande und Real Madrid: „So weit ist es einfach noch nicht“
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Yan Diomande möchte zu Real Madrid wechseln – Foto: Selim Sudheimer/Getty Images

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Yan Diomande: Feilschen um die Ablöse

SAALFELDEN/MADRID. Real Madrid hat schon einmal eine Menge Geld beiseite gelegt. Geld, das in einen neuen Offensivspieler investiert werden soll – zeitnah. Die Königlichen arbeiten daran, Yan Diomande von RB Leipzig für sich zu gewinnen, sind jedoch mit einem ersten Angebot in Höhe von 100 Millionen Euro gescheitert. Der Bundesligist aus Sachsen soll Medienberichten zufolge eine garantierte Ablösesumme fordern, die sich auf 120 Millionen Euro beläuft. Der erst 19 Jahre alte Ivorer würde in dem Fall zum teuersten Einkauf in der Real-Geschichte avancieren, was den fix zu zahlenden Betrag angeht.


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Allerdings: Genau davon sehen die Blancos ab. Sie seien zwar bereit, tief in die Tasche zu greifen – derart tief jedoch nicht. Der Wechsel steht seit inzwischen etwas mehr als einer Woche im Raum, die Vereine kommen angesichts ihrer unterschiedlichen Vorstellungen aber offensichtlich nicht signifikant voran.

RB-Manager widerspricht: Deal nicht fix

Den Informationen von Fabrizio Romano, der schon am 26. Juli von einer Einigung erfahren haben will, hat RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer am Montag gegenüber Sky widersprochen: „Wenn wir etwas zu vermelden haben, würden wir das tun. Klar ist, dass der eine oder andere sogenannte Transferexperte vor sieben bis zehn Tagen vermeldet hat, dass irgendetwas beschlossen ist – oder ‚Here we go‘. So ist es halt einfach nicht. Da gehört viel dazu, da gehören Gespräche mit unterschiedlichen Beteiligten dazu. Und so weit ist es halt einfach noch nicht“, sagte der Funktionär im Trainingslager im österreichischen Saalfeld, für das sich Diomande am Samstag unmittelbar vor der Abreise übrigens erstmal krankgemeldet hatte.

Dass der Transfer hinter den Kulissen stockt, soll auch an einem Konflikt im Umfeld des Spielers liegen. Der Rechtsfuß wechselte im Februar den Berater, schloss sich der von Rap-Ikone Jay-Z geführten Agentur Roc Nation an, die unter anderem auch Real-Superstar Vinícius Júnior vertritt. Sein vorheriger Vertreter Max Gradel war und ist damit nicht einverstanden, nach Angaben des KICKER sei er deshalb vor den internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen. Er verweist darauf, dass Diomande nach wie vor exklusiv an seine Agentur Maxidel Management gebunden sei. Anders als in Frankreich, von wo aus Gradel operiert, gelten laut BILD in Deutschland exklusive Vereinbarungen dieser Art nicht. Die Grauzone habe Roc Nation ausgenutzt.

Berater-Streit bei Yan Diomande

Real beobachtet diese Situation offenbar, ehe das Angebot eventuell angepasst wird. Schäfer rechnet nicht damit, dass die Verhandlungen wegen des Berater-Streits misslingen könnten: „Aus meiner jetzigen Perspektive ein klares Nein. Es entzieht sich auch meiner Kenntnis, dass deswegen irgendetwas blockiert wird oder sich in die Länge zieht. Natürlich ist da ein Beraterwechsel erfolgt. Ich glaube, dass die Parteien auch miteinander sprechen. Über was, da kann ich leider keine Auskunft geben. Unser Ansprechpartner, das hat Yan mir klar mitgeteilt, ist Roc Nation. Die Gespräche waren immer gut. Genauso haben wir uns mit seinem ehemaligen Berater ausgetauscht. Ich glaube nicht, dass ein Wechsel daran scheitern würde, wenn es überhaupt dazu kommt.“

Klar dürfte sein: Wechselt Diomande diesen Sommer, dann nur nach Madrid. Der Champions-League-Rekordsieger soll sich mit ihm längst über einen Vertrag bis 2031 einig sein. Paris Saint-Germain buhlte ebenso stark, stieg aber mit deutlichen Worten aus dem Rennen aus. „PSG hat offiziell sein Interesse und seine Angebote für Yan Diomande zurückgezogen. Die geforderten Ablösesummen und Gehaltsforderungen waren völlig unverhältnismäßig und unrealistisch – und PSG wird nicht von seinen Grundsätzen einer rationalen Finanzpolitik und eines ausgewogenen Kaders abweichen“, gab der Ligue-1-Klub gegenüber Medien zu verstehen.

Diomande, der bei den Merengues in erster Linie für die rechte Außenbahn eingeplant werden würde, spielt erst seit dem Sommer 2025 für die Leipziger (36 Einsätze, 13 Tore, zehn Vorlagen). Sie hatten ihn für 20 Millionen Euro vom CD Leganés losgeeist. Für den LaLiga-Teilnehmer war er zuvor ausgerechnet Ende März 2025 im Estadio Santiago Bernabéu zu seinem Debüt gekommen. Wird dieses Stadion zu seiner neuen sportlichen Heimat? Die Antwort auf diese Frage lässt auf sich warten.

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