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·29. November 2025
Doppel-Duell mit Leverkusen: Kann es der BVB auch gegen Topteams?

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·29. November 2025

Pleiten gegen den FC Bayern und Manchester City, Remis gegen RB Leipzig und Juventus Turin: Borussia Dortmund ist den Beweis, auch absolute Top-Teams schlagen zu können, in dieser Saison bislang schuldig geblieben. Gegen Bayer Leverkusen bietet sich binnen drei Tagen erst in der Bundesliga und dann im DFB-Pokal nun die Chance, die Stabilität unter Trainer Niko Kovac auch gegen ein Spitzenteam erfolgreich zu demonstrieren.
„Leverkusen ist ein Top-Gegner, aber beide Mannschaften wissen, wem sie gegenüberstehen, da ist es unwichtig, ob der Gegner groß oder klein ist, jedes Bundesliga-Spiel ist schwierig“, bügelte Kovac die Statistik vor dem ersten Aufeinandertreffen am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ab. „Wir haben die Qualitäten, dort wie letztes Jahr auch erfolgreich zu sein.“ Gelingt dies nicht, wäre der BVB seit nunmehr drei Bundesliga-Spielen ohne Sieg – dies wäre ein Novum unter Kovac. Bereits am Dienstag (21.00 Uhr/ARD und Sky) steht das „Rückspiel“ im Pokal-Achtelfinale in Dortmund an.
Während beide Teams in der Liga auf Rang drei und vier lediglich ein Punkt trennt, erscheint das Doppelduell vor allem für den BVB als wegweisender Gradmesser. Das Aufeinandertreffen birgt womöglich die Antwort auf einen Verdacht – nämlich, dass der Schein des 4:0 gegen den FC Villarreal ein trügerischer ist. Der Kantersieg inmitten der ersten Ergebniskrise unter Stabilisator Kovac schmeckte eher übertünchend als vollmundig. „Borussia Dortmund zwischen Aufatmen und Schönfärberei“, titelte der Tagesspiegel, der Spiegel urteilte mit „Mit viel Hand und wenig Fuß“ ähnlich.
Tatsächlich gab es den Kovac-BVB in Reinform zu sehen: spielerisch bieder, überzeugend im Endergebnis. Ausschläge und extreme Ausreißer sind unter dem 54-Jährigen sowohl im Positiven als auch im Negativen rar. Das einstige Credo der „Vollgasveranstaltungen“ ist längst Pragmatismus gewichen.
„Es fehlen die ganz großen spielerischen Glanzlichter, dass ein Gegner mal fußballerisch auseinandergenommen wird“, monierte Mats Hummels im Nachgang bei Amazon Prime. Mit dem Ball versprüht Dortmund kaum Esprit. Zu statisch die Spielanlage, zu risikoarm der Ansatz. „Man hat das Gefühl, man sieht eine stabile Mannschaft, die die Basics auf den Platz bringt. Aber das ist im Negativen auch alles, was man sieht“, ergänzte der einstige Publikumsliebling.
In Leverkusen scheinen sie dagegen einen ganzen Schritt weiter in der Entwicklung. Nach dem Rumpel-Start in die Saison greift der XXL-Umbruch erstaunlich schnell. Der Achtungserfolg in Manchester (2:0) war der vierte Pflichtspielsieg in Folge, verloren hat das Team unter Kasper Hjulmand in 15 Partien nur gegen PSG (2:7) und den FC Bayern (0:3) – war dabei aber jeweils chancenlos.
Hjulmand will von der „Nacht, an die wir uns noch lange erinnern werden“, möglichst auch im Ligaalltag zehren. „Wir haben so viel Potenzial, wir können noch besser werden. Ein Sieg wie gegen City ist Benzin für unsere Entwicklung“, drohte der Däne.
Tatsächlich scheinen die Leverkusener dank des Höhenflugs unter Hjulmand das Momentum auf ihrer Seite zu haben. In jüngerer Vergangenheit jedoch avancierte die Borussia zum Angstgegner der Werkself: Nur eines der vergangenen sechs Ligaduelle konnte Bayer für sich entscheiden. In der erfolgreichsten Phase der Leverkusener Vereinshistorie schaffte das kein anderes deutsches Team.









































