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·31. Juli 2026
Doppel-Schlag in der Abwehr? Bayer verhandelt mit gleich zwei Top-Verteidigern

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·31. Juli 2026

Bei Bayer 04 Leverkusen glühen kurz vor Beginn der heißen Vorbereitungsphase die Drähte auf dem Transfermarkt. Nach dem Abgang von Alejandro Grimaldo sucht die Werkself händeringend nach hochkarätiger Verstärkung für die linke Abwehrseite. Zuletzt kristallisierte sich die Jagd nach einem Nachfolger als Zweikampf heraus, doch hinter den Kulissen verdichten sich die Anzeichen für ein spektakuläres Szenario: Holt Leverkusen am Ende etwa einfach beide Kandidaten unters Bayer-Kreuz? Ein Blick auf die aktuellen Verhandlungen zeigt jedenfalls, dass die Rheinländer bei gleich zwei internationalen Top-Verteidigern ernst machen und die Gespräche parallel intensivieren.
In Italien sorgt der neueste Vorstoß der Leverkusener für reichlich Wirbel. Wie Transfer-Insider Gianluca Di Marzio berichtet, verhandelt Bayer 04 konkret mit der SSC Neapel über einen Transfer von Miguel Gutiérrez. Der 25-jährige Spanier, der einst bei Real Madrid ausgebildet wurde und nach einer herausragenden Zeit beim FC Girona im Sommer 2025 nach Neapel wechselte, steht bei Bayer-Coach Carles Martínez ganz oben auf dem Wunschzettel. Finanziell liegen die Klubs nicht allzu weit auseinander: Während die Werkself bereit sein soll, rund 25 Millionen Euro für den Olympiasieger auf den Tisch zu legen, verlangt Neapel laut italienischen Berichten eine Sockelablöse von 30 Millionen Euro. Gutiérrez gilt mit seinem Drang nach vorne und seinen spielerischen Qualitäten im Zentrum als die Idealbesetzung für die Rolle des offensiven Schienenspielers.

Facundo Medina überzeugte zuletzt im WM-Finale für Argentinien. Nun drängt der 27-Jährige auf einen Wechsel zu Bayer Leverkusen. | Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
Parallel dazu arbeitet Leverkusen offenbar auch mit Hochdruck an einer Verpflichtung von Facundo Medina von Olympique Marseille. Wie 90min bereits berichtete, ist der 27-jährige Vize-Weltmeister aus Argentinien der zweite heiße Kandidat im Leverkusener Visier.Laut Medienberichten aus Frankreich und Deutschland hat Medina der Werkself bereits sein grünes Licht für einen Wechsel gegeben und möchte Marseille nach nur einer Saison unbedingt verlassen. Während Leverkusen ein erstes Angebot über 20 Millionen Euro hinterlegt haben soll, fordert OM rund 25 Millionen Euro plus Bonuszahlungen.
Dass es sich bei Gutiérrez und Medina keineswegs um ein reines Entweder-oder-Szenario handeln muss, zeigt die taktische Ausrichtung von Leverkusens neuem Cheftrainer Carles Martínez. Die beiden Profis bringen nämlich zwei völlig grundverschiedene Spielerprofile mit, die sich auf dem Rasen perfekt ergänzen würden. Mit dem 25-jährigen Miguel Gutiérrez bekäme die Werkself einen gelernten, extrem offensiven Schienenspieler. Der Spanier bringt eine herausragende Technik mit und gilt aufgrund seines enormen Drangs nach vorne als die ideale Eins-zu-Eins-Lösung für die Grimaldo-Rolle. Der 27-jährige Facundo Medina hingegen verkörpert einen kompromisslosen und zweikampfstarken Linksfuß, der extrem variabel einsetzbar ist und sowohl als defensiver Außenverteidiger als auch in der linken Innenverteidigung einer Dreierkette glänzen kann. Durch die Vielseitigkeit des Argentiniers könnte Leverkusen gleich zwei Baustellen auf einen Schlag schließen. Schließlich sucht die Werkself seit dem Abgang von Piero Hincapié zum FC Arsenal immer noch nach einer verlässlichen, zweikampfstarken Alternative für die linke Innenverteidigung. Mit der Kombination aus dem spielstarken Gutiérrez auf der Außenbahn und dem kompromisslosen Zweikämpfer Medina im Abwehrzentrum hätte Carles Martínez defensiv auf einen Schlag internationale Top-Klasse dazugewonnen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Bayer-Bosse den doppelten Transfer-Coup tatsächlich perfekt machen können.
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