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·24. September 2026
Dortmund wollte Jakupovic – Philadelphia Union lehnte ab

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Borussia Dortmund hat im vergangenen Transferfenster offenbar versucht, sich die Dienste des 17-jährigen Malik Jakupović zu sichern. Wie der amerikanische Journalist José Roberto Nuñez von „PhillyVoice“ berichtet, lehnte Philadelphia Union ein entsprechendes Angebot des BVB für den Mittelstürmer jedoch ab. Der Vorgang datiert übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien zufolge auf das jüngste Sommer-Transferfenster.
Details zur genauen Ausgestaltung des Angebots wurden nicht bekannt. Für Philadelphia stand jedoch offenbar außer Frage, einen der größten Rohdiamanten der eigenen Akademie zu diesem Zeitpunkt ziehen zu lassen. Als sogenannter Homegrown-Spieler ist Jakupović bis zur Saison 2029/30 an den MLS-Klub gebunden, zusätzlich besitzt Philadelphia eine Option auf eine weitere Spielzeit bis 2030/31 – eine vertragliche Ausgangslage, die dem Klub bei künftigen Verhandlungen eine starke Position verschafft.
Jakupović wurde am 24. Juni 2009 in Sterling Heights im US-Bundesstaat Michigan geboren und ist bosnisch-herzegowinischer Abstammung. Der 1,91 Meter große Rechtsfuß durchlief die Akademie von Philadelphia Union, ehe er im April als 16-Jähriger einen Profivertrag unterschrieb. Unter Cheftrainer Ryan Richter kam er in dieser Saison bislang auf sieben MLS-Einsätze mit einem Tor, für die Reserve Philadelphia Union II stehen 29 Einsätze mit elf Toren zu Buche. Auf internationaler Ebene lief er bislang für die US-amerikanische U16 sowie neunmal für die U17 auf, für die er zwölf Tore erzielte.
Dass sich ausgerechnet der BVB für Jakupović interessiert, passt ins bekannte Muster: Dortmund gilt seit Jahren als einer der europäischen Klubs mit dem besten Näschen für den US-amerikanischen Markt. Christian Pulisic wechselte einst über den BVB nach Europa und wurde später für damals rekordverdächtige 65 Millionen Dollar an Chelsea verkauft.
Auch Gio Reyna zählte über Jahre zu den größten Talenten des Klubs, während Cole Campbell nach einer Leihe bei der TSG Hoffenheim inzwischen fest zum Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg gewechselt ist und Mathis Albert derzeit noch in Dortmund an seinem Durchbruch arbeitet. Auf Philadelphia-Seite passt die Personalie ebenfalls ins Bild: Der Klub hat mit Spielern wie Jack McGlynn, Auston Trusty oder den Aaronson-Brüdern in der Vergangenheit wiederholt Talente aus der eigenen Akademie nach Europa oder in die Weltspitze exportiert.
Auch wenn Jakupović bislang ausschließlich für US-amerikanische Nachwuchsauswahlen aufgelaufen ist, wird in Bosnien und Herzegowina mit Interesse verfolgt, für welchen Verband er sich langfristig entscheidet. Wie unentschieden solche Fälle ausgehen können, zeigt das Beispiel von Esmir Bajraktarević, einem weiteren Spieler mit bosnischen Wurzeln: Der gebürtige Wisconsiner lief einmal für die US-A-Nationalmannschaft auf, entschied sich anschließend aber bewusst für Bosnien-Herzegowina und schoss die Bosnier später mit einem entscheidenden Elfmeter zur WM 2026. Ob Dortmund sein Interesse an Jakupović zu einem späteren Zeitpunkt erneuert, ist bislang offen.























