Dotchev genervt: "Muss Woche für Woche erklären, wie bitter alles ist" | OneFootball

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·11. April 2026

Dotchev genervt: "Muss Woche für Woche erklären, wie bitter alles ist"

Artikelbild:Dotchev genervt: "Muss Woche für Woche erklären, wie bitter alles ist"

Und wieder hat der SSV Ulm eine große Chance verpasst, näher an das rettende Ufer heranzurücken. Nach der Niederlage des 1. FC Saarbrücken beim TSV Havelse hätten die Spatzen den Rückstand mit einem Sieg in Rostock auf fünf Zähler verkürzen können. Durch die 1:5-Klatsche bleibt es nun bei acht Punkten, sodass die Chancen auf den Klassenerhalt weiter schwinden. Zumal auch Havelse inzwischen vorbeigezogen ist.

Schnelles 1:3 als Knackpunkt

Als Elias Löder unmittelbar nach der Pause den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte, war sie da, die Hoffnung, die Partie vielleicht noch drehen können. Diese Hoffnung hielt allerdings gerade mal zwei Minuten, ehe Hansa den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellte. "Das war der Knackpunkt. Dadurch ging auch viel Glauben verloren", befand Trainer Pavel Dotchev am "MagentaSport"-Mikrofon: "Wenn wir das 1:2 ein bisschen länger über die Zeit gebracht hätten, hätten wir wahrscheinlich noch mehr Druck ausüben und auch etwas strukturierter spielen können."


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Mit einem Rückstand von zwei Toren musste Ulm in der Schlussphase jedoch aufmachen, "denn wir hatten nichts mehr zu verlieren", so Dotchev, der entsprechend auch offensiv eingewechselt hatte. Jedoch ohne Erfolg. "Wir sind brutal ausgekontert worden." So kassierten die Ulmer in der Schlussphase noch zwei weitere Gegentore und mussten wie schon im Hinspiel fünf Treffer gegen die Kogge hinnehmen. "Das Ergebnis ist für mich viel zu hoch", hielt Dotchev fest und führte dieses auch auf die fehlenden Kräfte in der Schlussphase nach vier Spielen in den letzten zehn Tagen zurück. "Am Ende ist alles in die falsche Richtung gelaufen. Dennoch muss ich der Mannschaft ein Kompliment dafür machen, dass sie alles versucht hat."

Havelse ist vorbeigezogen

Wie bitter die erste Niederlage nach drei Partien angesichts der Tatsache wog, den Patzer des 1. FC Saarbrücken nicht ausgenutzt zu haben, vermochte der 60-Jährige, der erstmals in seiner Ulmer Amtszeit nicht gegen einen seiner Ex-Klubs gewinnen konnte, nicht bewerten. Und reagierte auf die entsprechende Nachfrage etwas genervt: "Ich muss Woche für Woche erklären, wie bitter alles ist. Wir haben mehrere Chancen gehabt, die wir nicht ausgenutzt haben. Jetzt haben wir ein Heimspiel, das wir unbedingt gewinnen müssen. Und dann schauen wir mal."

Der TSV Havelse ist am nächsten Samstag im Donaustadion zu Gast. In der Tabelle sind die Niedersachsen durch den Sieg gegen Saarbrücken inzwischen an den Spatzen vorbeigezogen, was die Partie nochmal brisanter macht. Sollte Ulm auch dieses Duell nicht gewinnen, dürfte es das endgültig gewesen sein. Schließlich könnte der Rückstand auf das rettende Ufer dann bis auf elf Punkte anwachsen, was in vier Partien kaum noch aufzuholen wäre.

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