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·25. September 2026
Dreimal gefoult, einmal verwarnt, kein Tor: Gülers Abend zwischen Dauerbeteiligung und Ergebnislosigkeit

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İzmit. Es war die 50. Minute, und die Türkei hätte in Führung gehen müssen. Arda Güler trat eine Ecke von links, İsmail Yüksek stieg aus fünf Metern völlig frei zum Kopfball hoch – und Mike Maignan hielt mit einer Glanzparade. Vier Minuten später lag der Ball im anderen Tor. Kylian Mbappé traf nach Zuspiel von Michael Olise flach ins kurze Eck, verletzte sich bei der Aktion am linken Bein und musste kurz darauf ausgewechselt werden. Am Ende stand ein 0:1, das erste Tor und der erste Sieg der Ära Zinédine Zidane.
Auf einem Rasen in schlechtem Zustand, wie Beobachter festhielten, und unter der Leitung des deutschen Schiedsrichters Felix Zwayer.
Wer den Liveticker dieses Spiels liest, liest vor allem einen Namen. Arda Güler trat die Ecken, schlug die Freistöße, versuchte es aus der Distanz, aus spitzem Winkel, mit links von rechts – meist geblockt oder gehalten. Dreimal wurde er gefoult, dreimal gab es Freistoß für die Türkei. Dayot Upamecano sah in der 73. Minute Gelb, weil er den Real-Profi festhielt, als der sich vorbeimogeln wollte. Manu Koné kassierte ebenfalls eine Verwarnung für ein Foul an ihm.
Eine Szene beschreibt sein Spiel besonders gut: In der 21. Minute eroberte Güler im Mittelfeld gegen Koné den Ball, fand aber keine Anspielstation, weil Frankreich sofort geschlossen dahinter stand – und wurde von zwei Gegenspielern nur durch ein Foul gestoppt.
Es war die Rolle, die ihm zugedacht war. Ohne Hakan Çalhanoğlu und Kenan Yıldız lag die Verantwortung für die kreativen Momente bei ihm und Can Uzun auf den beiden Halbpositionen. Güler hat sie angenommen. Was fehlte, war der Ertrag: kein Tor, keine Vorlage, dazu selbst eine Gelbe Karte nach einem Foul mit hohem Bein gegen Rayan Cherki.
Die Türkei begann aggressiver und hatte nach vier Minuten eine Doppelchance nach einem langen Schlag aus der Abwehr. Frankreich fand über Olise ins Spiel, der in der 43. Minute aus dem Strafraumeck aufs Kreuzeck zielte – Uğurcan Çakır lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. Zwei Minuten davor hatte Merih Demiral das 0:1 verhindert. Mbappé, als Kapitän auf dem linken Flügel eingesetzt, blieb weitgehend blass; ein Schuss knapp am linken Pfosten vorbei war seine einzige nennenswerte Aktion.
Zur Pause stand es 0:0 – die ersten 45 Minuten der Zidane-Ära ohne Tor.
Beide Trainer schickten dieselben elf Spieler in die zweite Halbzeit, und die Türkei begann druckvoll. Ein Freistoß aus zentraler Position, ein abgefälschter Güler-Direktschuss, die Ecke, Yükseks Kopfball, Maignans Parade. Frankreich nutzte den Gegendruck für einen Konter – Olise fand Mbappé an der linken Strafraumkante, der versenkte flach im kurzen Eck.
Der Jubel hielt kurz. Mbappé hatte sich beim Abschluss offenbar das Knie verdreht, musste behandelt werden, humpelte in der 57. Minute noch einmal zurück aufs Feld und ging dann doch vom Platz. Désiré Doué kam für ihn. Es ist der zweite prominente Ausfall dieser Länderspielperiode nach Jamal Musiala und Kai Havertz beim DFB – und der Auftakt in eine Diskussion, die Real Madrid interessieren dürfte.
Die Türkei drängte, kam aber nicht durch. In der 85. Minute war Bradley Barcola frei durch, konnte den Ball aber nicht am herausstürzenden Çakır vorbeilegen. Zwei Minuten später überprüfte Zwayer eine Szene lange am Monitor und entschied sich um: Rote Karte für Çakır wegen Handspiels, dazu ein Freistoß für Frankreich aus 20 Metern. Altay Bayındır kam als Ersatztorwart und hielt einen Abschluss von Ousmane Dembélé sicher.
Acht Minuten Nachspielzeit gab es, unter anderem wegen Mbappés Verletzung und des Platzverweises. Es blieb beim 0:1.
Für Zidane ist es der Einstand, den er brauchte – ein Auswärtssieg in einem ausverkauften Stadion, ohne Glanz, aber mit dem Ergebnis. Sein Vorgänger Didier Deschamps hatte Frankreich zu zwei WM-Finals in Folge geführt; die Erwartung ist entsprechend. Bei der WM war die Équipe Vierter geworden, nach einer 4:6-Niederlage im Spiel um Platz drei gegen England.
Für die Türkei ist es die erste Niederlage in der ersten Liga-A-Saison der Verbandsgeschichte – erreicht über das Play-off gegen Ungarn. Es war das siebte Duell mit Frankreich; der einzige türkische Sieg datiert vom Juni 2019, ein 2:0 in der EM-Qualifikation. Vincenzo Montellas Mannschaft hat gezeigt, dass sie mithalten kann, und zugleich das bestätigt, was ihre WM-Bilanz nahelegte: In zwei von drei Gruppenspielen blieb sie damals ohne eigenes Tor. In İzmit war es das dritte.
Als Nächstes warten in dieser Gruppe Italien und Belgien. Für Güler dürfte sich an der Rollenverteilung nichts ändern.







































