RB Leipzig
·21. Januar 2026
Duell der Gegensätze: RBL in Heidenheim gefordert

In partnership with
Yahoo sportsRB Leipzig
·21. Januar 2026

Samstagnachmittag, 15.30 Uhr, Voith-Arena: Wenn RB Leipzig zum ersten Auswärtsspiel des Jahres antritt, geht es nicht nur um drei Punkte – es geht um ein klares Zeichen im Rennen um die Champions-League-Plätze. In Heidenheim wartet eine Aufgabe, die auf dem Papier eindeutig wirkt, auf dem Platz jedoch volle Konzentration verlangt.
Die Tabellenkonstellation verteilt die Rollen klar zugunsten der Roten Bullen. Doch die Vergangenheit mahnt zur Vorsicht: Die Duelle mit den Kickern von der Ostalb waren zuletzt kein Selbstläufer. Trotzdem sprechen mehrere Faktoren deutlich für unsere Jungs.
Wir haben die fünf Fakten zum Spiel.
Eng, intensiv, oft bis zum Schluss offen: Die Duelle zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Heidenheim folgen seit Jahren einem klaren Muster. Zweimal waren die Roten Bullen seit dem Bundesligaaufstieg der Heidenheimer 2023 in der Voith-Arena zu Gast – und beide Male entschied nur ein Treffer.
Sowohl beim 2:1-Erfolg im April 2024 als auch ein halbes Jahr später beim 1:0-Sieg war es Lois Openda, der mit seinem Tor den Unterschied machte. Vieles spricht dafür, dass auch dieses Aufeinandertreffen wieder eine enge Geschichte wird.
Ein Blick auf die Statistik unterstreicht das Bild: In bislang elf Duellen – von der 3. Liga über die 2. Bundesliga bis hin zum Fußball-Oberhaus – endeten lediglich drei Partien mit mehr als einem Tor Unterschied. Zuletzt gelang dies beim 2:0-Heimsieg am zweiten Spieltag der laufenden Saison.
Gegensätze ziehen sich an – und genau darin könnte am Samstagnachmittag ein entscheidender Vorteil für RB Leipzig liegen. Denn während der 1. FC Heidenheim in vielen Bereichen über Einsatz und Kompaktheit kommt, setzen die Roten Bullen ligaweit Maßstäbe in einer der zentralsten Disziplinen des Spiels: im Zweikampf.
Mit 1.848 gewonnenen direkten Duellen ist RB Leipzig weiterhin das zweikampfstärkste Team der Bundesliga. Heidenheim rangiert in dieser Kategorie mit 1.573 gewonnenen Zweikämpfen auf Platz 17. Besonders verlässlich präsentieren sich dabei Willi Orban mit einer Erfolgsquote von 66,4 Prozent sowie Nicolas Seiwald, der 60 Prozent seiner Duelle für sich entscheidet.
Die Folge: Gute Voraussetzungen, um im Zentrum die Kontrolle zu übernehmen und genau daraus Tempo zu entwickeln. Über die pfeilschnellen Flügelstürmer Yan Diomande und Antonio Nusa, beide ligaweit unter den besten Dribblern zu finden, können die Roten Bullen dann offensiv die entscheidenden Nadelstiche setzen.

Trifft das Leipziger Offensivspiel auf das Heidenheimer Abwehrverhalten, prallen die nächsten Gegensätze aufeinander.
Im letzten Spiel gegen den FC Bayern München hat uns vor allem die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit ein besseres Ergebnis gekostet – umso ärgerlicher, denn grundsätzlich sind unsere Jungs sehr effizient vor dem Tor. Laut Statistik hätten die Roten Bullen 33 Tore erzielen müssen, tatsächlich fielen genau 33 – zweitbester Bundesliga-Wert. Heidenheim hingegen ist bislang mit 39 Gegentoren die Schießbude der Liga, überraschenderweise gleichauf mit Eintracht Frankfurt.
Auch die Schussstatistik spricht eine klare Sprache: RB Leipzig gibt im Schnitt die zweitmeisten Torschüsse pro Spiel ab (16,7), Heidenheim lässt ligaweit die meisten zu (15,8).
Auf dem Papier sollten sich also genügend Abschlüsse und Torchancen ergeben – entscheidend wird sein, diese auch konsequent zu nutzen.

33 Tore haben die Roten Bullen bisher erzielt, die Treffer verteilen sich dabei fast gleichmäßig auf beide Spielhälften. 17 Tore fielen in den ersten 45 Minuten, 16 nach dem Seitenwechsel.
Das Hinspiel im August des letzten Jahres zeigt, wie entscheidend die zweite Halbzeit sein kann. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Christoph Baumgartner RB Leipzig in Führung. In der Schlussphase machte Rômulo mit seinem ersten Bundesligator per Hacke alles klar (48./78.).
Sollte es eng werden, beweist dieses Spiel, dass unsere Jungs auch nach der Pause die Partie für sich entscheiden können.

Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg. Das Jahr 2026 begann der Tabellensechzehnte mit einem 2:2 gegen den 1. FC Köln, danach stand eine 1:2-Niederlage in Mainz und zuletzt ein 1:1 in Wolfsburg. 13 Punkte nach 18 Spielen sind zudem Vereinsnegativrekord in der Bundesliga. Zudem spielte der FCH in dieser Saison als einziges Team in 18 Spielen noch nicht ein einziges Mal zu Null.
Aber auch offensiv läuft es nicht. 17 erzielte Tore werden nur vom FC St. Pauli unterboten (16), der treffsicherste Heidenheimer heißt dabei Stefan Schimmer (fünf Treffer).
Mehr entdecken







































