Durán bei Benfica: Sieben Klubs, sieben Länder, 22 Jahre | OneFootball

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·21. Juli 2026

Durán bei Benfica: Sieben Klubs, sieben Länder, 22 Jahre

Artikelbild:Durán bei Benfica: Sieben Klubs, sieben Länder, 22 Jahre

22 Jahre alt, sieben Klubs, sieben Länder, drei Kontinente. Jhon Duráns Karriere liest sich wie ein Vielfliegerkonto – und seit diesem Montag hat sie einen neuen Eintrag: Lissabon.

Benfica hat die Verpflichtung des kolumbianischen Stürmers offiziell gemacht. Durán kommt bis zum Ende der Saison 2026/27 auf Leihbasis von Al-Nassr, die Portugiesen zahlen dafür eine Leihgebühr von 6,1 Millionen Euro. Im Vertrag verankert ist zudem eine Kaufoption über 30 Millionen Euro – ein Bruchteil dessen, was die Saudis einst selbst investierten.


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Die 77-Millionen-Wette, die nicht aufging

Im Januar 2025 hatte Al-Nassr rund 77 Millionen Euro an Aston Villa überwiesen und Durán mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet. Es war die Verpflichtung eines Stürmers im Steilflug: Ende 2024 hatte der Kolumbianer in vier Premier-League-Spielen in Folge getroffen und mit zwölf Saisontoren seinen Karrierebestwert erreicht. In Riad wurde daraus nichts. Nach nur sechs Monaten begann die Leih-Odyssee – Benfica ist bereits sein fünfter Klub innerhalb von 17 Monaten.

Kurios am Rande: Titel sammelte der Wandervogel trotzdem. Mit Fenerbahçe gewann er den türkischen Supercup, mit Zenit St. Petersburg im Frühjahr die erste Meisterschaft seiner Laufbahn – bei überschaubaren zwei Pflichtspieltoren.

Warum Benfica das Risiko eingeht

Für den Klub von Trainer Marco Silva ist der Deal eine Wette mit begrenztem Einsatz. Al-Nassr trägt laut der portugiesischen Zeitung A Bola den Großteil von Duráns üppigem Gehalt, Klub-Geschäftsführer José Semedo hatte dem Stürmer zuvor grünes Licht für einen Neuanfang gegeben. Benfica wiederum sucht nach der verpassten Meisterschaft – Porto holte den Titel, obwohl die Lissabonner unter dem inzwischen zu Real Madrid abgewanderten José Mourinho ungeschlagen blieben – Durchschlagskraft für Liga und Champions League. Durán selbst gab bei der Vorstellung den Demütigen: „Ich will hart arbeiten und meinem Team helfen.“

Der 17-fache Nationalspieler Kolumbiens, 2024 Copa-América-Finalist, hat mit 22 schon mehr Ortswechsel hinter sich als andere Profis in einer ganzen Karriere. Man kann das als Rastlosigkeit deuten. Man kann es auch als letzte Ausfahrt lesen: Wenn es in Lissabon nicht klappt, wird aus dem einstigen 77-Millionen-Versprechen endgültig ein Wanderpokal. Talent hat Durán für zwei Karrieren – gebraucht hätte er bislang nur einen Ort, der ihn hält.

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