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Selina Eckstein·23. August 2026

Durchbruch oder Sackgasse? Nagelsmann-Liebling wagt dritten Buli-Anlauf

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Es ist schon ein bisschen her, dass Julian Nagelsmann Trainer bei Bayern München war. Doch vor allem einer dürfte diese Zeit noch immer in sehr guter Erinnerung behalten haben. Denn der ehemalige deutsche Nationaltrainer verhalf Gabriel Vidović zu seinem Debüt beim Rekordmeister im Jahr 2022. 

Seitdem hat sich viel getan. Nicht nur bei Nagelsmann, sondern auch im Kader der Münchner, bei denen sich der Youngster nie richtig durchsetzen konnte. Es folgten mehrere Zwischenstationen, ehe der Kroate den Klub in Richtung Dinamo Zagreb verließ. Nun wagt er einen neuen Anlauf in der Bundesliga.


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Der SC Paderborn gab in dieser Woche die Verpflichtung des 22-Jährigen bekannt. Der Bundesliga-Aufsteiger soll eine vereinseigene Rekord-Ablöse in Höhe von drei Millionen Euro gezahlt haben. Davon berichtet 'Sportske Novosti' aus Kroatien, laut 'Sky' seien es zwei Millionen plus eine Million Boni.

"Seine bisherige sportliche Vita spricht für sich", sagte Paderborns Geschäftsführer Sebastian Lange und fügte, auf die Stärken bezogen, hinzu: "Er ist flexibel einsetzbar, technisch top, hat seine Stärken auch im Dribbling und im Torabschluss." 

Ähnliche Eigenschaften erkannte Nagelsmann auch schon vor vier Jahren. Vor allem von der Raumdeutung und den Läufen des Youngsters schwärmte er. "Er hat manchmal zu lange Ballhaltezeiten, aber das ist auch okay in dem Alter. Das mag ich lieber als andersrum", erklärte der damalige Bayern-Trainer. Allerdings sei der Konkurrenzkampf auf seiner Position auch sehr hoch. 

Vidović soll in der Regionalliga, in der Bayerns zweite Mannschaft spielte, allerdings unterfordert gewesen sein. Davon berichtete der 'kicker' damals. 

Es folgten mehrere Leihen: erst zu Vitesse Arnheim, dann zu Dinamo Zagreb und 2024 schließlich zu Mainz 05. Doch auch bei den Nullfünfern kam der Linksaußen nur zweimal zum Einsatz. Nach nur einem halben Jahr beendeten die Bayern die Leihe vorzeitig, nachdem Mathys Tel zu den Spurs aus Tottenham gewechselt war. Allerdings erhielt er auch nach seiner Bayern-Rückkehr nicht viele Einsatzminuten. Letztendlich waren es 22. Den endgültigen Schlussstrich zogen die Münchner schließlich im vergangenen Sommer, als Vidović fest zu Dinamo Zagreb zurückkehrte.

Dort zeigte er sich begeistert. "Ich kann meine Freude kaum in Worte fassen. Ich trage wieder mein Lieblingstrikot und kann meine Begeisterung nicht verbergen. Jeder weiß, wie viel Dinamo mir und meiner Familie bedeutet. Ich bin einfach überglücklich und dem Verein für sein Vertrauen dankbar", sagte der Offensivspieler bei seiner Vorstellung.

Generell lief es für ihn in Kroatien sehr gut, nicht nur in der vergangenen Saison (zwölf Scorer in 27 Liga-Spielen), sondern auch während seiner Leihe in der Saison 2023/24, als er auf zehn Scorer in 27 Spielen kam. Vor allem im Balkan-Staat konnte er also überzeugen, in der Bundesliga war das bislang noch nicht der Fall. 

Paderborn investiert eine für seine Verhältnisse immense Summe und geht als Aufsteiger damit volles Risiko. Nun muss der Rekordeinkauf beweisen, dass er die Vorschusslorbeeren auch auf dem Platz rechtfertigen kann, damit der dritte Bundesliga-Anlauf nicht erneut in der Sackgasse endet. 


📸 Sebastian Widmann - 2024 Getty Images

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