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·1. Februar 2026
Eberl, geh All-in - Diesen Spieler darf sich der FC Bayern nicht entgehen lassen!

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·1. Februar 2026

Die Bundesliga wird im Ausland, vor allem auf der Insel, gerne als sogenannte "Farmers League” bezeichnet, also als Ausbildungsliga. Während man meinen könnte, dies sage etwas Abwertendes über das Leistungsvermögen der höchsten deutschen Spielklasse aus, kann man aber ganz entspannt bleiben - Ja, sogar stolz sein. Immer wieder formt die Bundesliga verheißungsvolle Top-Talente zu Weltstars und die ganz Großen des Geschäfts bedienen sich mit großer Vorliebe bei den hiesigen Talenteschmieden.
Erling Haaland, Jude Bellingham, Jadon Sancho, Kai Havertz oder Florian Wirtz nur mal als ein paar namhafte Beispiele. Doch bei einem dieser so schillernden Shootingstars die sonst den Sprung ins europäische Ausland machen, sollte man unbedingt versuchen, ihn in der Bundesliga zu halten – doch nur der FC Bayern München scheint dazu überhaupt in der Lage und müsste eigentlich auch selbst ein starkes Interesse daran haben, einen derartigen Vorstoß zu wagen.
Die Rede ist von Luka Vuskovic vom Hamburger SV. Doch beim erst 18-jährigen Abwehrchef der Hanseaten ist eher von einer Rückkehr als von einem Sprung in eine europäische Top-Liga zu sprechen. Der hochveranlagte Kroate ist nämlich nur bis zum Saisonende ausgeliehen und gehört eigentlich den Tottenham Hotspur. Nach dem bisherigen Saisonverlauf und der phänomenalen Entwicklung ihres Toptalents dürften die Spurs aber darauf erpicht sein, Vuskovic zurück in die englische Premier League zu holen.
Auch beim direkten Duell mit dem FC Bayern und dessen brandgefährlichen Offensivstars konnte der Jungspund am Samstagabend mehr als mithalten und sorgte bei Fußballlegende und Sky-Experte Lothar Matthäus für einen scheinbar unaufhörlichen Lobgesang – zu Recht. Der 18-Jährige demonstrierte einmal mehr, welche große Klasse und Abgeklärtheit er bereits jetzt besitzt und welch großes Potenzial noch in ihm schlummert, das es zu fördern gilt.

Luka Vuskovic sollte das Transferziel Nummer eins beim FC Bayern sein / IBRAHIM OT/GettyImages
Vuskovic gehört schon jetzt zu den Top-Zweikämpfern der Bundesliga, ist in Sachen Luftduellen in der Spitze der Liga vertreten und gewann bisher die zweitmeisten Kopfballduelle aller Bundesligaspieler. 80 Prozent seiner Luftduelle entschied er dabei für sich. Zudem hat der junge Kroate mit seinem Ausgleichstreffer zum 2:2 gegen die Bayern nun bereits vier Treffer selbst erzielt, ist jetzt schon sehr passsicher und zeigt sich auch in Sachen Dribbling und offensiver Vorstöße mit einer schon beeindruckenden Abgeklärtheit. Mit seinem starken Auftritt gegen die Münchner dürfte Vuskovic gewissermaßen auch eine beeindruckende Bewerbung vor den Nasen der Bayern-Bosse abgeliefert haben, die nun alle Hebel in Bewegung setzen sollten, um sich dieses Toptalent zu sichern.
Die Transfermacher des Rekordmeisters um Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund sollten bei Luka Vuskovic unbedingt All-in gehen und alles versuchen, um den 18-jährigen Innenverteidiger an die Säbener Straße zu lotsen. Vuskovic kommt als Ausnahmetalent daher, wie es nur selten vor der eigenen Nase oder überhaupt im Weltfußball auftaucht und schon jetzt zeigt der im kroatischen Split geborene Abwehrrecke, zu welcher Entwicklung er noch im Stande zu sein scheint.
Die Bayern haben für die Innenverteidigung mittel- und langfristig mehr oder weniger durchaus auch großen Bedarf, denn auch wenn sich die Vertragscausa um Dayot Upamecano doch noch irgendwie zum Guten wenden sollte, wirkt es nicht so, als wäre ein Verbleib des Franzosen auf lange Zeit in Stein gemeißelt und im Sinne des Münchner Miteinanders. Es fehlt beim Franzosen mittlerweile der große Glaube, dass er mit dem Herzen wirklich in München ist und womöglich wäre es nun sogar an der Zeit, die sich wie Kaugummi ziehenden Bemühungen in Sachen Vertragsverlängerung mit Upamecano einzustellen und die finanziellen Aufwendungen rund um ein vermeintliches Upa-Gehalt von 20 Millionen Euro sowie einem millionenschweren Unterschriftsbonus, die man dem Franzosen zugestehen würde, eher in eine Verpflichtung von Luka Vuskovic stecken sollte.

Upamecano raus, Vuskovic rein? / Christina Pahnke - sampics/GettyImages
HSV-Shootingstar Luka Vuskovic legt jetzt schon unfassbare Qualitätsmerkmale an den Tag - und das nicht nur vereinzelt, sondern über den gesamten Saisonverlauf. Zudem wirkt der Kroate bodenständig und recht klar im Kopf, teamfähig und mit großer Aufopferungsbereitschaft. Schon jetzt zeigt sich, dass das Abwehrtalent den Weg hin zum Leader nehmen dürfte, denn die Verantwortung die er mit seinem zarten Alter auf seinen Schultern trägt und wie er für defensive Stabilität bei einem Aufsteiger sorgt, sind verblüffend. Diese Kombination aus herausragender sportlicher Qualität und offensichtlichen charakterlichen Pluspunkten scheint wie gemacht für eine Karriere beim FC Bayern München, die diese Dinge als Kernelemente des Mia San Mia in der Vereins-DNA verwurzelt haben und unter Vincent Kompany wieder dorthin zurückfanden. Unter dem belgischen Cheftrainer hätte Luka Vuskovic zudem einen qualitativ hochwertigen Förderer der selbst als Innenverteidiger das Weltklasse-Niveau erreichte und Vuskovic auf dem weiteren Karriereweg gewinnbringend an die Hand nehmen könnte.
Das größte Problem in dieser Geschichte stellen aber natürlich die Tottenham Hotspur dar, denn Luka Vuskovic hat bei den Londonern noch Vertrag bis 2030 und die Spurs dürften angesichts der kometenhaften Entwicklung des Talents wenig Interesse daran haben, ihn abzugeben. Zumindest müsste man in München bei Vuskovic wohl ziemlich tief in die Tasche greifen und vermutlich auch deutlich über die finanzielle Schmerzgrenze gehen.

Der FC Bayern darf sich eine Vuskovic-Verpflichtung nicht entgehen lassen / NurPhoto/GettyImages
Doch der Spieler scheint es wert zu sein und so könnten sich die Bayern womöglich das größte Defensivtalent dieser Altersklasse sichern, wenn man wirklich alles dafür in die Waagschale legen würde, um einen solchen Deal an Land zu ziehen. Luka Vuskovic scheint alles mitzubringen, was als Fixpunkt für einen Bayern-Profi zutreffen sollte und so könnte eine Verpflichtung des kroatischen Wunderkinds ein "Match made in heaven" darstellen, für das es sich durchaus zu lohnen scheint, finanziell etwas zu leiden. Mit einem solchen Deal würde man international ein echtes Statement setzen und sich weiter in der europäischen Fußballelite festigen.
Mit Luka Vuskovic würde man wohl auf Jahre hin den künftigen großen Abwehrboss nach München lotsen, doch mehr als ein Traum ist diese Personalie bislang nicht und wie schwierig ein solcher Deal sein dürfte, scheint allen klar zu sein. Doch ähnlich wie bei Harry Kane sollte man nun alles dafür tun, diesen Transfer einzutüten, denn er verspricht - wenn auch auf eine andere Art - ebenso erfolgreich werden zu können, wie die Geschichte um den englischen Torjäger.
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