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·14. September 2026
Ebnoutalib wird zum Hütter-Opfer: Warum das doppelt bitter ist

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·14. September 2026

Eintracht Frankfurt ist beim 3:1-Erfolg in Mainz ein wichtiger Befreiungsschlag gelungen. Bei einem Offensivspieler dürfte die Stimmung dennoch gedämpft gewesen sein. Younes Ebnoutalib wurde zum Opfer des Systemwechseln und saß nur auf der Bank. "Die Dreierkette hat uns diesen Sieg beschert", klopfte sich Coach Adi Hütter nach dem Erfolg selbst auf die Schultern.
Kurios: Ebnoutalib war an den ersten beiden Spieltagen an allen vier Eintracht-Treffern beteiligt und knipste dabei dreimal selbst. Wie erklärt man also dem besten Torschützen in den eigenen Reihen, dass er plötzlich nur noch auf der Bank sitzt? Hütter zufolge handelt es sich um ein relativ simples Prozedere. "Es ist einfach zu erklären. Wenn du hinten einen reinnimmst, musst du vorn einen rausnehmen. Und so ist es bei Younes auch passiert", machte er deutlich.
Ein wenig Mitleid hatte Hütter mit dem 23-Jährigen, der im Positionskampf mit Co-Kapitän Jonathan Burkardt das Nachsehen hatte, allerdings schon. "Natürlich habe ich mit beiden gesprochen. Im Duett habe ich ihnen auch erklärt, warum wir das machen. Im Endeffekt verdient es keiner, dass er raus muss. Natürlich tut mir das auch für Younes leid", führte der SGE-Coach aus.
Burkardt, der mit einem Treffer und einem Assist das Vertrauen von Hütter rechtfertigen konnte, litt auch mit seinem Kollegen mit. "Mir tat Younes auf jeden Fall leid. Ich spiele sehr gern mit ihm zusammen. Jetzt ist er dem System etwas zum Opfer gefallen. Aber er hat top gespielt. Und er wird noch viele gute Spiele und auch viele Spiele von Beginn an machen", versuchte Burkardt Aufbauarbeit zu betreiben.
Ganz so rosig sind die Aussichten für Ebnoutalib aber nicht. Hütter wird an seinem System festhalten und auch Can Uzun ist nach seiner Top-Performance in Mainz nicht aus der Startelf wegzudenken. Aufgrund der Tatsache, dass Eintracht Frankfurt international nicht vertreten ist, dürfte demnächst auch nicht so viel rotiert werden. Am Samstagnachmittag gegen den SC Freiburg wird auf den Youngster wohl erneut die Bank warten.
Bitter ist für Eboutalib zudem, dass seine Mini-Chancen auf eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft durch die neue Ersatzrolle fast auf Null gesunken sein dürften. Am kommenden Donnerstag wird der neue Bundestrainer Jürgen Klopp seinen ersten DFB-Kader verkünden.Burkardt sollte gute Chancen haben, bei den ersten vier Partien der Nations League dabei zu sein. Eine Ebnoutalib-Nominierung wäre dagegen eine große Überraschung.
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