Anfield Index
·12. August 2026
Echte Sorgen um Liverpools Balance im Mittelfeld

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·12. August 2026

Liverpool verfügt im Mittelfeld über Qualität. Die von Dr. Phil Barts im Gespräch mit Dave Davis in der Transfer Market Metrics-Sonderausgabe für Anfield Index geäußerte Sorge ist, ob sich diese Qualitäten zu einem Mittelfeld zusammenfügen, das Liverpool über eine ganze Saison hinweg die nötige Balance geben kann.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen Ryan Gravenberch, Dominik Szoboszlai und Florian Wirtz, wobei Wirtz als Zehner agierte und Gravenberch sowie Szoboszlai gegen Monaco die Doppelsechs bildeten. Davis erkannte die Stärken an, warnte jedoch: „Nur ein Narr würde alle Bedenken einfach übergehen oder sagen, dass es in Defensivsituationen keine Sorgen gibt.“
Barts verglich Liverpools Mittelfeld-Zahlen mit denen von Arsenal und Manchester City, und das Defensivbild bereitete ihm Sorgen.
Mit Blick auf Ballrückeroberungen, Interceptions und Tacklings erklärte er: „Sie werden entweder von niemandem oder von einem Spieler abgedeckt.“
Speziell zum Tackling sagte Barts, Liverpools Mittelfeldspieler lägen in „einem Perzentil, das man bei Spielern im zentralen Mittelfeld eines Elite-Fußballteams höher erwarten würde“.
Es gibt außerdem ein Problem damit, wie Liverpool den Ballbesitz nach vorne trägt. Barts merkte an, dass Gravenberch und Szoboszlai sich „wohler dabei fühlen, den Ball progressiv zu tragen, als ihn progressiv zu passen“.
Sein Fazit war klar: „Das ist also ein Problem gegen den Ball.“
Arsenal lieferte einen aufschlussreichen Vergleich. Barts erklärte, dass bei „den wirklich wichtigen Dingen Arsenal durch zwei Spieler abgesichert ist“. Auch Manchester City hatte mit Rodri einen Spieler, der bei Tacklings und Interceptions höher eingestuft war als Liverpools drei Mittelfeldspieler.
Barts fasste seine Sorgen über Liverpools Mittelfeld mit Nachdruck zusammen.
„Wir haben nur einen Spieler, der auch nur annähernd auf Top-Niveau performt, und in bestimmten Bereichen haben wir niemanden, der diese Arbeit ausreichend erledigt.“
Er ergänzte: „Ich denke, dass es bei unseren Jungs gegen den Ball einige Problemzonen gibt.“
Am deutlichsten sagte Barts zu Davis: „Ich denke, dass es definitiv Bedarf an einem Profilspieler gibt, um das zu vervollständigen.“
Diese Einschätzung trifft den Kern der Diskussion. Liverpool besitzt Spieler, die den Ball nach vorne tragen, Chancen kreieren und Angriffe beeinflussen können. Transfer Market Metrics stellte die Frage, ob die Defensivarbeit und die positionsbezogenen Qualitäten diese Stärken ergänzen.
Gravenberch wurde dabei besonders in den Fokus gerückt.
Barts’ Einschätzung war direkt: „Grav ist ein Achter. Ich werde ihn nicht dafür kritisieren, dass er ein Achter ist.“
Er beschrieb Gravenberch als „einen offensiven Mittelfeldspieler, den Slot zu einem Sechser machen wollte“, und fügte hinzu, dass er „einen okayen Job gemacht“ habe. Seine Sorge galt Gravenberchs Instinkt, die Abwehr zu schützen. Er sagte, „er bleibt nicht hinter dem Ball“, und verwies auf seine Tendenz, Ballrückeroberungen und Interceptions „in wirklich schlechten Räumen für einen Sechser“ zu haben.

Foto IMAGO
Szoboszlai neben ihm schafft ein weiteres Problem. Barts sagte: „Ich denke nicht, dass er momentan unbedingt die Positionsdisziplin hat, um in einer Doppelsechs zu spielen.“
Er fuhr fort: „Ich wäre vor dem Start in die Saison etwas besorgt darüber, denn das ist kein Rezept dafür, Titel zu gewinnen oder viele Fußballspiele zu gewinnen.“
An den individuellen Fähigkeiten mangelte es aus seiner Sicht nicht. Barts nannte das Trio „drei unglaublich talentierte Fußballer“.
Seine Sorge galt ihrem Zusammenspiel als Kollektiv: „Dieses Mittelfeld ist für mich unausgewogen.“
Barts ergänzte: „Gegen den Ball, also in der anderen Hälfte des Spiels, die absolut entscheidend ist, denke ich einfach nicht, dass wir genug von den Grundlagen abdecken.“
Er war auch mit Blick auf eine gesamte Saison von Gravenberch und Szoboszlai nicht überzeugt: „Wenn ich ehrlich bin, bin ich mir nicht sicher, ob sie die Disziplin haben, das über die Saison hinweg zu leisten.“

Foto IMAGO
Auch kreativ hat das Folgen. Barts hob hervor, dass in der Doppelsechs ein Spieler fehlt, der den Ball konstant „aus der zweiten Linie in die dritte oder vierte Linie des Teams passen“ kann.
Das betrifft potenziell auch Wirtz. Wie Barts betonte: „Man muss ihm den Ball geben.“ Darauf ließ er eine weitere einfache Warnung folgen: „Man muss den Ball in die Räume bringen, in denen Flo seine Magie entfalten kann.“
Liverpools Sorgen im Mittelfeld drehen sich daher um Balance, Disziplin, Progression und Absicherung. Das Talent ist offensichtlich. Transfer Market Metrics stellte jedoch eine grundlegendere Frage: Hat Liverpool die richtige Kombination, damit dieses Talent funktioniert?
Quelle: Anfield Index
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.
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