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·5. Juli 2026
Effenberg zweifelt an Klopp – und nennt seinen Wunschtrainer

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Stefan Effenberg sieht die mögliche Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer mit Skepsis. Der frühere Nationalspieler kritisiert das Vorgehen des DFB und bringt stattdessen einen anderen Kandidaten für die Nachfolge von Julian Nagelsmann ins Spiel.
Stefan Effenberg sieht die mögliche Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer kritisch. Zwar erkennt der frühere Nationalspieler die großen Erfolge des 59-Jährigen bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool an, dennoch hält er eine erfolgreiche Arbeit auf Vereinsebene nicht automatisch für einen Garant im Nationalteam.
In seiner Kolumne für "t-online" verweist Effenberg darauf, dass Klopp in Liverpool über Jahre hinweg enorme finanzielle Möglichkeiten hatte. "Die Strategie, die Idee mag da noch so gut sein – da hilft das Geld natürlich auch ordentlich mit", schreibt der 57-Jährige. Im Vergleich dazu sei die Arbeit als Nationaltrainer deutlich schwieriger, da dort ein begrenzter Spielerkader zur Verfügung stehe und keine Transfers möglich seien.
Kritik übt Effenberg außerdem am Deutschen Fußball-Bund. Nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann hatte der Verband öffentlich bestätigt, Gespräche mit Klopp führen zu wollen. Für den Ex-Kapitän des FC Bayern war das ein Fehler. "Man kann darüber streiten, ob das so geschickt war", erklärte er und ergänzte: "Mein Gefühl ist: Beim Verband haben sie sich von der Öffentlichkeit zu dieser Äußerung treiben lassen. Das darf nicht sein, das sollte ihnen nicht nochmal passieren."
Statt sich früh auf Klopp festzulegen, fordert Effenberg, weitere Kandidaten ernsthaft zu prüfen. Selbst ein ausländischer Bundestrainer komme für ihn infrage. Als Wunschlösung nennt er Oliver Glasner. Der Österreicher habe bei seinen bisherigen Stationen bewiesen, dass er Mannschaften weiterentwickeln könne. Effenberg verweist dabei unter anderem auf Glasners Erfolge mit Eintracht Frankfurt, dem VfL Wolfsburg und Crystal Palace.
Unterdessen verdichten sich die Hinweise auf einen Wechsel Klopps zum DFB. Medienberichten zufolge wollen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler zeitnah Gespräche mit dem ehemaligen Liverpool-Coach führen. Da Klopp jedoch noch bis Ende 2029 bei Red Bull unter Vertrag steht, müsste der DFB wohl erstmals eine Ablösesumme für einen Bundestrainer zahlen.
Unabhängig davon sieht Effenberg den Verband grundsätzlich in der Pflicht. "Eine Veränderung auf dem Bundestrainer-Posten alleine reicht nicht aus. Es wäre ganz falsch, zu glauben, dass es mit der Einstellung eines Nagelsmann-Nachfolgers getan wäre. Das ist nur der erste Schritt."







































