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·9. April 2026
Eichner auf Abschiedstour: "Zauber nochmal auf die Bühne bringen"

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Am Freitag (18:30 Uhr) trifft der Karlsruher SC im eigenen Stadion auf Arminia Bielefeld. Cheftrainer Christian Eichner freute sich auf den Fußball, denn in der Spieltags-Pressekonferenz ging es logischerweise kaum um die Partie. Gemeinsam mit Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann erläuterte der 43-Jährige die Situation rund um die Entscheidung, dass der KSC im Sommer den Trainer wechseln wird.
"Normalerweise ist so eine kurze Trainingswoche von Sonntag bis Freitag fast schon langweilig, weil nicht so viel passiert. Nachd em Osteressen bei meinen Eltern am Montagnachmittag hat sich aber eine gewisse Dynamik entfacht", stieg KSC-Coach Christian Eichner in die Spieltags-Pressekonferenz vor dem Auftritt seiner Mannschaft ein. Speziell in den letzten zwei Wochen habe der 43-Jährige sehr offene Gespräche mit Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann geführt, die zu der Entscheidung führten, dass Eichner den Verein am Saisonende verlassen wird. "Es ist gut und wichtig, dass es eine Entscheidung gab. Für den Verein, aber auch für mich. Weil da hängen ganz viele Themen dran", so Eichner.
Eggimann gab derweil an, dass der Entschluss für einen neuen Impuls, wie es der Schweizer mehrfach betonte, seit längerer Zeit gereift war. "Ich bin dafür verantwortlich, die Gesamtentwicklung zu beobachten und hier bin ich mir klar geworden, dass wir ab Sommer etwas Neues haben möchten. Da bin ich mir recht klar", erklärte der Sport-Geschäftsführer. Ins Detail ging Eggimann jedoch nicht - die Frage, was ein anderer Trainer besser machen wird als Eichner, ließ der 45-Jährige offen. Stattdessen fasste der Sportchef allgemein zusammen: "Wenn man so lange miteinander arbeitet, dann schleifen sich gewisse Themen und Prozesse einfach ein. Hier können wir noch einmal einen Schritt nach vorne machen." Nämlich mit einem neuen Impuls, wie Eggimann nicht überdrüssig wurde.
Im Klartext heißt das: Der Sport-Geschäftsführer will bestehende Strukturen aufbrechen, erhofft sich Entwicklung durch neue Anreize und Ideen von einem Außenstehenden. Ein Risiko, das Eggimann bereitwillig eingeht. "Wir sind an einem Horizont angelangt, über den wir nicht hinauskommen", so der Schweizer. Klar wurde in dem Zusammenhang, dass auch die sportliche Ausrichtung zwischen Eggimann und Eichner nicht immer deckungsgleich war. Der Kurs als Ausbildungsverein soll den KSC auch in Zukunft zu wirtschaftlicher Stabilität führen. So wurde auch deutlich, dass auch Eichner mit dieser Strategie an Grenzen stieß. "Christian will auch einen Schritt weitergehen - und das darf er auch", sagte Eggimann.
Eichner, der seine Liebe zum KSC bekräftigte, hätte den Verein wohl gerne weiter nach vorne gebracht. Doch bei der Frage nach den dazu nötigen Mitteln gingen die Meinungen offensichtlich auseinander, sodass nun jede Seite getrennt voneinander weitermachen wird. "Ich wünsche mir, dass wir diesen Zauber und die Magie, die wir über sechs Jahre ganz, ganz oft entfacht haben, noch einmal gemeinsam auf die Bühne bringen können. Das haben wir alle verdient", fügte der Cheftrainer hinzu, was in den nächsten Wochen beim KSC im Fokus stehen wird. Denn, und auch das betonte Eggimann, Eichner habe nie schlechte Arbeit geleistet: "Deswegen liegt der volle Fokus auf den letzten Spielen. Wir können am Freitag damit starten, um Christian Eichner den bestmöglichen Abschied vom KSC zu bereiten." Ein neuer Cheftrainer, der nicht erst Ende Juni feststehen soll, wird dann folgen.









































