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·28. August 2026
„Ein bisschen Rost im Timing“: José Barcala erklärt, wo die FC Bayern Frauen noch zulegen müssen

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·28. August 2026

Die FC Bayern Frauen sind erfolgreich in die Saison gestartet. Trainer José Barcala sieht dennoch gerade im Aufbauspiel noch Verbesserungspotenzial.
Mit dem 4:1 bei Union Berlin sind die FC Bayern Frauen erfolgreich in die Saison gestartet. Am Freitag stellte sich Trainer José Barcala den Medienvertreterinnen und -vertretern, bevor es am Montagabend gegen den FSV Mainz 05 geht.
Auf Miasanrot-Nachfrage gab er dabei auch tiefe Einblicke in das eine oder andere Problem, das sein Team derzeit noch im Spielaufbau hat. Wie wir jüngst auch bei uns im Blog und in einem Video analysiert hatten, fiel uns auf, dass die Abstände zwischen den Spielerinnen in der ersten Halbzeit gegen Union nicht immer optimal waren.
Durch fehlende Dynamik und Bewegung fiel es Union einfacher, in ihre Pressingmomente zu kommen und Bayern auf die Flügel und in lange Bälle zu zwingen. In der zweiten Halbzeit gelang den Bayern der Spielaufbau viel besser, weil unter anderem Pernille Harder und Linda Dallmann für mehr Präsenz im Mittelfeld sorgten.
Unsere Frage: Haben Sie darauf im Training jetzt einen besonderen Fokus gelegt, Herr Barcala?
„Das ist ein sehr guter Punkt. Im Fußball geht es um Struktur, Abstände und Timing“, fing er seine Erklärung dazu an: „Wir haben ein paar Momente, in denen wir ein bisschen Rost im Timing haben. Wenn die Abstände groß sind, erhöht sich die Spannung in den Duellen. Wenn die Abstände sehr klein sind und wir mehr asymmetrische Strukturen hinbekommen, ist es schwerer auszurechnen für die Gegner.“
Es sei dann für Gegner schwieriger, „Kontakt herzustellen im Pressing und außerdem sind das Tempo und die Frequenz im Passspiel und in der Verbindung untereinander schneller“. Durch die Verkürzung der Abstände und das schnellere Spiel hätte der Gegner weniger Zeit, „das Spiel zu lesen und ins Pressing zu gehen“.
„Wir haben gegen Union definitiv in der Halbzeit angepasst“, bestätigte Barcala die Miasanrot-Beobachtungen: „Wir hatten besseres Timing, bessere Abstände.“ Dennoch war es ihm wichtig zu differenzieren: In statischen Aufbauphasen, wie zum Beispiel bei einem Abstoß, gefiel ihm das Spiel seines Teams. Zu Recht: Union konnte kaum hohe Ballgewinne verzeichnen in diesen Situationen.
Viel mehr liegen die aktuellen Schwierigkeiten im dynamischen Spielaufbau, wenn also alles in Bewegung ist: „Da bin ich bei Ihnen, im dynamischen Aufbau hat Union manchmal die Trigger für ihr Pressing gefunden und wir hatten nicht immer das richtige Timing, die richtige Intensität, die richtigen Winkel, um Verbindungen herzustellen und so gegen das Pressing zu spielen, was eines unserer wichtigsten Ziele ist.“
Die Gegner hätten häufig ein Ziel: Bayern im Aufbau auf die Flügel zu drängen: „Wenn du in das Pressing spielst, dann ist die Spannung sehr groß, es ist schwer aufzulösen.“ Ziel sei es dennoch, gegen dieses Pressing zu spielen „und dafür brauchst du Koordination“.
Gegen Mainz 05 erwartet Barcala nun ein etwas anderes Spiel. Anders als Union, werden die Nullfünferinnen wohl hauptsächlich sehr tief verteidigen. Der Bayern-Trainer geht von einer Fünferkette und einem kompakten, tiefen Defensivblock aus.
Auch hier wird es aber darauf ankommen, Abstände zu halten und Verbindungen herzustellen. Gerade in der Angriffslinie wird es Dynamik und Bewegung brauchen. Eine, die dabei helfen kann, ist Jovana Damnjanović, die von ihrem Trainer viel Lob am Freitag bekam. Die Stürmerin sei sehr gut im Positionsspiel und darin, Räume zwischen den Linien zu finden. „Sie versteht es perfekt, die Innenverteidigerinnen zu binden oder sie aus ihren Positionen zu ziehen“, analysierte Barcala.
Außerdem sei Damnjanović gegen den Ball sehr wichtig. Sie sei eine „Kriegerin und Kämpferin“, bringe „genau die Energie“ mit, „die wir brauchen“. Und als wäre das noch nicht genug Wertschätzung, gab es am Ende noch den Ritterschlag: „Sie ist eine Legende.“







































