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·30. Juni 2026
"Ein Desaster": Klinsmann wütet gegen Nationalmannschaft

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·30. Juni 2026

Die Blamage der deutschen Nationalmannschaft macht auch in den internationalen Medien die Runde. Bei ESPN UK hat Jürgen Klinsmann ebenfalls zum Rundumschlag gegen die DFB-Elf ausgeholt.
Nach dem Ausscheiden Deutschlands gegen Paraguay im Elfmeterschießen fanden sowohl Spieler als auch Medien klare Worte über die erneut kurze WM-Teilnahme. Ex-DFB-Coach Klinsmann kritisiert die Mannschaft dabei besonders scharf.
Bei seinem ESPN-Interview wusste Klinsmann teilweise gar nicht, wie er seine Frustration ausdrücken sollte, war dann aber doch zu einigen harten Worten bereit. Speziell störte ihn die Art, wie man verloren hat. In den letzten 30 Minuten der regulären Spielzeit hätte die deutsche Mannschaft bereits alles nach reinwerfen sollen.
"Dann muss ich Dinge machen, die ich sonst nicht mache: Fouls, härter reingehen, ich diskutiere. Aber ich mache irgendetwas, um Eile und Vehemenz auszudrücken." (Übers. d. Red.) Dabei solle man sich kein Individuum herauspicken und es müssen der gesamte Bund, das Trainerteam und alle Spieler Verantwortung übernehmen. Das Tor zum 2:1, das der VAR aberkannte, dürfe keine Erklärung oder Ausrede sein.
Für den Sommermärchen-Coach ist es "eine Peinlichkeit" so früh und auf diese Weise auszuscheiden. Die Ansprüche in Deutschland seien immer, dass man das Halbfinale erreicht. Er selbst habe nach seinem Ausscheiden im Viertelfinale der WM 1998 das Gefühl gehabt, er müsse sich "drei Monate lang vor Schande verstecken."
Das Expertenteam rund um Klinsmann, insbesondere Craig Burley, nimmt zudem Cheftrainer Julian Nagelsmann vermehrt in die Pflicht. Burley fand es "beängstigend, wie völlig ideenlos diese deutsche Mannschaft sei." Obwohl der Kader nicht mehr die extreme Qualität habe, habe Nagelsmann bei Weitem nicht das maximale Potenzial aus dem Team rausgeholt.
Frank Leboeuf, Weltmeister von 1998, schießt ebenfalls gegen den Chefcoach. Der Franzose stört sich besonders an der Position von Joshua Kimmich, den er ausschließlich im Zentrum und nicht auf der rechten Seite sieht. Er und Burley zeigen komplettes Unverständnis dafür, Kimmich dort spielen zu lassen, anstatt ihn auf seine angestammte Position beim FC Bayern zu packen.
Abschließend spricht Craig Burley noch an, dass es für ihn keinen Weg gebe, wie Nagelsmann dieses Desaster überleben soll. Klinsmann sagt dazu, dass sich die Frage nicht unbedingt am Trainer orientieren muss, sondern darum drehen muss, das Team jetzt umzukrempeln und wieder Fußball zu spielen, hinter dem man stehen kann. Dem Weltmeister von 1990 sind besonders die extrem schwachen Elfmeter ein Dorn im Auge.







































