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·27. Januar 2026

Ein Puma an der Bremer Brücke

Artikelbild:Ein Puma an der Bremer Brücke

Der VfL Osnabrück gehört mit Platz elf in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga zu den Urgesteinen im deutschen Profi-Fußball. Diesen Platz erspielten sich die Lila-Weißen vor allem durch ihre von 1974 bis 1993 fast durchgehende Präsenz in der Liga.

Die frühen 1980er-Jahre waren auch in Bezug auf ihre Spielkleidung eine spannende Zeit für die Lila-Weißen vom VfL Osnabrück. So war der VfL in der Saison 1978/79 sportlich aus der 2. Bundesliga Nord abgestiegen. Damit lief auch der Ausrüstervertrag mit Adidas aus, und der Verein band sich an dessen Herzogenauracher Rivalen Puma.


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Da der Abstieg durch den Lizenzentzug des FC St. Pauli schließlich doch noch abgewendet wurde, lief der Vertrag mit Adidas allerdings weiter, und es kam zum Rechtsstreit, den der VfL verlor. Der Adidas-Vertreter hatte einen kompletten Trikotsatz im Kofferraum und übergab diesen dem Verein direkt nach dem Gerichtsurteil. Aus Protest lief der damalige Präsident und Mäzen des VfL, Hartwig Piepenbrock, in der Halbzeitpause des DFB-Pokal-Spiels gegen Rot-Weiß Lüdenscheid am 26. August 1979 mit einem echten Puma über den Platz des Stadions an der Bremer Brücke.

Trikots mit dem Sponsor Feistel Feuerwerk zählen heute zu den gefragtesten Trikots

Erst 1981/82 durfte der VfL dann in Puma-Trikots auflaufen. Und setzte gleich ein optisches Ausrufezeichen, das unter Trikotfans und Sammlern bis heute nachhallt. Denn die knallig leuchtende lila-pinke Farbkombination sowie die auf den Ärmeln aufgeflockten Spielernummern waren Alleinstellungsmerkmale im ziemlich standardisierten Trikotdesign der 80er-Jahre.

Sämtliche Trikotsponsoren des VfL Osnabrück zwischen 1975 und 1996 gehörten zur Unternehmensgruppe von Präsident und Mäzen Piepenbrock. Der Trikotsponsor „Feistel Feuerwerk“ war ein Pyrotechnik-Hersteller, und aufgrund der Kombination von Fußball und Pyrotechnik zählen die VfL-Trikots der Jahre 1985 bis 1988 heute zu den beliebtesten und gefragtesten in der Fanszene und wurden 2019 sogar als Retroversion neu aufgelegt. Das lila-pinke Trikotdesign trugen die Spieler des VfL in verschiedenen Varianten zwischen 1981 und 1988. Mitte des Jahrzehnts wurden sie sogar vom MTV Ingolstadt kopiert, der das gleiche Trikot-Template verwendete.

Die ganze Trikotgeschichte mit den Fotos von allen im Text genannten Trikots findet in ihr der STOFFKUNDE-Ausgabe vom 13. Oktober 2025. Möchtet ihr in Zukunft keine meiner Trikotgeschichten verpassen, könnt ihr euch hier zu meinem wöchentlichen Newsletter anmelden.

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