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·1. März 2026

Ein Scherbenhaufen: Wolfsburg geht in Stuttgart 0:4 unter

Artikelbild:Ein Scherbenhaufen: Wolfsburg geht in Stuttgart 0:4 unter

Matchday | Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegskampf ein erschreckendes Zeichen gesetzt. Beim VfB Stuttgart gingen die Niedersachsen am Sonntag mit 0:4 unter und ließen dabei all das vermissen, was in dieser Saisonphase eigentlich unverzichtbar ist. Einsatz, Widerstand und Leidenschaft waren von Beginn an nicht zu erkennen.

Früher Knockout in Stuttgart

Die Partie war für Wolfsburg bereits früh entschieden. Stuttgart nutzte die eklatanten Schwächen der Gäste konsequent aus und führte nach Treffern in der 21., 30. und 42. Minute bereits zur Pause mit 3:0. Die Gastgeber spielten zielstrebig, aggressiv und klar strukturiert. Wolfsburg hingegen wirkte überfordert, unsortiert und in den Zweikämpfen deutlich unterlegen. Schon vor dem Seitenwechsel war der Eindruck entstanden, dass der VfL an diesem Nachmittag nichts entgegenzusetzen hatte.


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Wechsel ohne Wirkung

Trainer Daniel Bauer reagierte zur Halbzeit mit einem Dreifachwechsel. Ein Signal sollte gesetzt werden, doch die erhoffte Wirkung blieb komplett aus. Stuttgart nahm nach dem Seitenwechsel sichtbar Tempo heraus, schaltete mehrere Gänge zurück und kontrollierte das Geschehen dennoch mühelos. Wolfsburg fand keinen Zugriff, kein Aufbäumen, keinen Moment, der Hoffnung hätte geben können.

Schonungslos offengelegte Schwächen

Was folgte, war sinnbildlich für den aktuellen Zustand der Wölfe. Qualitativ zu schwach, zweikampfscheu, schlecht organisiert und ohne erkennbaren Biss ergab sich der VfL seinem Schicksal. Auch als Stuttgart nicht mehr voll durchzog, kam von Wolfsburg nichts. Kein Kampf, keine Körpersprache, kein Wille, das Ergebnis zumindest in Grenzen zu halten.

Der Schlusspunkt passt ins Bild

In der Nachspielzeit fiel schließlich auch noch das 4:0. Ein Treffer, der den Auftritt der Wolfsburger treffend zusammenfasste. Der VfL verlässt Stuttgart nicht nur mit einer deutlichen Niederlage, sondern auch mit vielen offenen Fragen. Im Abstiegskampf hat die Mannschaft an diesem Tag ein alarmierendes Bild abgegeben. Will der VfL noch eine minimale Chance auf den Klassenerhalt wahren, scheint ein erneuter Trainerwechsel unumgänglich.

Überraschug in der Aufstellung

Die größte Überraschung in der Startelf war zweifellos Youngster Pharell Hensel. Der 18-Jährige feierte sein Bundesliga-Debüt erst vor wenigen Monaten – kurz vor Weihnachten gegen Eintracht Frankfurt. Seitdem kam er lediglich zu vier sehr kurzen Joker-Einsätzen und bringt es insgesamt auf gerade einmal sieben Minuten Bundesliga-Erfahrung.

Dass Daniel Bauer ausgerechnet in dieser prekären Phase auf den Nachwuchsspieler setzte, war ein mutiger Schritt. Gerade im Abstiegskampf greifen viele Trainer bevorzugt auf Routine und Erfahrung zurück. Bauer entschied sich bewusst für einen anderen Ansatz und vertraut auf die jugendliche Unbekümmertheit Hensels. Belohnt wurde Bauer nicht.

Startelf: Grabara – Kumbedi, Jenz, Koulierakis, Belocian – Eriksen, Gerhardt – Daghim, Hensel, Majer – Amoura

Bank: Müller, Vavro, Souza, Shiogai, Pejcinovic, Adjetey, Lindstrøm, Zehnter, Bürger

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