Borussia Dortmund
·25. Januar 2026
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·25. Januar 2026
Das war ein Statement in eigener Sache. Vier Tage nach der maßlos enttäuschenden ersten Halbzeit im Champions-League-Spiel bei Tottenham Hotspur beherzigte die Mannschaft die Basics und strauchelte – im Gegensatz zu Bayern, Leipzig, Stuttgart – nicht im „schwersten Auswärtsspiel in der Liga“ (O-Ton Nico Schlotterbeck). „Wir haben den Kampf angenommen, wir haben die Intensität hochgeschraubt, wir haben leidenschaftlich gekämpft, und wir haben phasenweise auch richtig ordentlichen Fußball gespielt“, resümierte Niko Kovac die packenden 90 Minuten in der „Alten Försterei“ und fügte hinzu: „Im Großen und Ganzen war ich mit der Leistung sehr zufrieden. Wir haben gezeigt, was wir zeigen mussten. Ansonsten wäre das Spiel nicht so ausgegangen.“
3:0 endete es durch die Treffer von Emre Can (Elfmeter), Nico Schlotterbeck und Maximilian Beier. Die Reihenfolge der Torschützen unterstreicht indirekt auch, welche Tugenden gefragt waren. Die Abwehrspieler standen im Vordergrund, deutlich vor den kreativen Offensivkräften. Erst der Kampf, dann ein wenig der Glanz. „Wir wollten sie vor die Schwierigkeiten stellen, die sie uns auch stellen wollten mit langen Bällen, mit Körperlichkeit, mit Zweikämpfen. Wir haben das angenommen und wollten es noch besser machen“, verriet Gregor Kobel die Herangehensweise.
Kapitän Emre Can ging voran. Nicht nur, weil er auch seinen zwölften Elfmeter in seiner Bundesliga-Karriere sicher verwandelte, „obwohl ich einen Fehler gemacht habe. Ich wollte eigentlich in die rechte Ecke schießen, habe im letzten Moment die Richtung gewechselt, was eigentlich nicht gut ist. Man sollte bei der ersten Idee bleiben“. Der 32-Jährige schmiss sich in jeden Zweikampf, und er gewann jeden Lauf um den Ball, auch den 34,5-km/h-Sprint mit Stanley Nsoki. „Emre tut alles für den Erfolg des Vereins, für den Erfolg der Mannschaft“, betonte Geschäftsführer Lars Ricken: „Deshalb ist er inzwischen beim vierten Trainer unser Kapitän. Er übernimmt Verantwortung, er knallt sich in die Zweikämpfe, er nimmt seine Mitspieler mit.“
3:3 in Frankfurt, 3:0 gegen Bremen, 3:2 gegen St. Pauli und nun 3:0 bei Union Berlin: Die Ergebnisse stimmen bei Borussia Dortmund. Die Diskussion um die „B-Note“ hält weiterhin an. „Spielen wir guten Fußball, dann heißt es, wir punkten nicht“, so Can in Anspielung auf frühere Spielzeiten mit viel Spektakel, aber schlechten Resultaten: „Spielen wir nicht so einen attraktiven Fußball, punkten aber, dann heißt es: Wieso spielt ihr keinen guten Fußball? Es ist schwer, es jedem recht zu machen. Die Punkteausbeute in der Bundesliga ist in Ordnung.“
42 Zähler nach 19 Spielen, 16 mehr als vor einem Jahr, sind sogar schwer in Ordnung. Aber das Rennen um die vorderen Plätze bleibt eng. Deshalb schaut Lars Ricken auch nicht auf den Rückstand auf Bayern München (acht Zähler!), sondern auf den trügerischen Neun-Punkte-Vorsprung auf Rang fünf (Stand Sonntagmittag). „Am Ende müssen wir auf uns gucken, weil auch alle Mannschaften hinter uns gewonnen haben“, sagte der Geschäftsführer Sport am Samstagabend im eiskalten Berlin. Und alle Teams auf den Rängen drei bis sechs haben noch ein Spiel in der Hinterhand.Boris Rupert


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