90PLUS
·8. März 2026
Ein Zauberfuß reicht nicht: Bayer muss vor den Wochen der Wahrheit nachlegen

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·8. März 2026

Alejandro Grimaldo stand schon ziemlich abgekämpft und kaputt in seinen Badelatschen vor der Kabine, da musste es der tragische Held von Bayer Leverkusen auch noch mit einem Offiziellen aufnehmen. Für die Interviews nach dem wilden 3:3 (2:2) beim SC Freiburg sollte sich der Freistoß-Künstler vor die Werbetafel stellen – im Gegensatz zum Zweikampf vor dem letzten Gegentor setzte sich der „Zauberfuß“ aber in diesem Fall durch.
Und so gab Grimaldo kurz zu Protokoll, was ihm vor den „Kracher-Tagen“ trotz des Dämpfers im Breisgau und seiner Sperre Hoffnung macht. „Zu Hause sind wir stark, da haben wir eine Chance“, sagte der 30-Jährige mit Blick auf das Achtelfinal-Hinspiel des Vizemeisters in der Champions League am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) gegen den FC Arsenal: „Da können wir gewinnen.“
In der Partie gegen den Spitzenreiter der englischen Premier League darf Grimaldo noch mitwirken – und Bayer darauf hoffen, dass er einen ruhenden Ball ähnlich perfekt im Tor unterbringt wie er es in Freiburg schon zum fünften Mal in dieser Saison getan hat. Vor dem Rückspiel in London steht aber noch das Bundesliga-Duell mit Bayern München auf dem Programm. Dafür ist Grimaldo nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.
Die Tirade Grimaldos („Ich kann die Gelbe Karte nicht verstehen“) in Richtung von Schiedsrichter Benjamin Brand konnte allerdings nicht davon ablenken, dass die Rheinländer weiterhin die Konstanz vermissen lassen. In dieser Verfassung geht der Bundesliga-Sechste, der drei Punkte hinter einem Königsklassen-Platz liegt, als klarer Außenseiter in die kommenden drei Begegnungen.
„Für uns ist ein Punkt in Freiburg nicht genug“, gab Grimaldo zu: „Unser Ziel muss sein, in der Liga Vierter zu werden. Aber das wird nicht leicht.“ Ähnlich sah es Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes: „Das wird ein enges Rennen bis zum Ende.“
Dass es beim SC nicht zum Sieg reichte, lag auch an Grimaldo. Beim Freiburger Treffer zum Endstand (86.) verlor der Außenverteidiger den Zweikampf mit Torschütze Matthias Ginter. Ein Dreier wäre für die Werkself, die erneut ohne Torjäger Patrik Schick auskommen musste, auch nicht verdient gewesen – trotz des tollen Freistoß-Treffers von Grimaldo (45.+3). Die Leverkusener Christian Kofane (37.) und Martin Terrier (52.) sowie die Freiburger Vincenzo Grifo (34.) und Yuito Suzuki (43.) sorgten mit ihren Toren für das gerechte Ergebnis in einer äußert unterhaltsamen Partie.
Auf den Unterhaltungswert hätte der Leverkusener Kapitän gerne verzichtet. „Wir sind jetzt ein Stück weit enttäuscht. Nun schauen wir Richtung Arsenal“, sagte Robert Andrich, für den die Prioritäten klar sind: „Alleine mit der Konstellation, wie es gerade in der Tabelle aussieht, ist die Bundesliga das Wichtigste überhaupt.“









































