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·3. Oktober 2026

Eine Unsung Heroine und Big Points: Was beim Sieg des FC Bayern in Frankfurt auffiel

Artikelbild:Eine Unsung Heroine und Big Points: Was beim Sieg des FC Bayern in Frankfurt auffiel

Die FC Bayern Frauen gewinnen in Frankfurt mit 1:0. Damit holen sich die Münchnerinnen wichtige Big Points in der Bundesliga. Drei Dinge, die auffielen.

Ein sehenswerter Treffer von Klara Bühl sollte am Ende den Unterschied machen. In einem engen Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt gewann der FC Bayern schließlich mit 1:0.


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Damit ziehen sie in der Tabelle auf fünf Punkte davon. Wolfsburg wird vorerst auf sechs Punkte distanziert. Die Lage könnte in der Liga also kaum besser sein.

Fußballerisch gab es dennoch wieder Höhen und Tiefen. Hier kommen drei Dinge, die auffielen.

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Eintracht Frankfurt vs. FC Bayern: Dinge, die auffielen

Bernadette Amani ist aktuell eine Schlüsselspielerin

Eine sehr starke Einzelleitung zeigte Bernadette Amani. Die Mittelfeldspielerin war in allen Bereichen des Spiels ungemein wichtig für den FC Bayern. Mit dem Ball ist sie keine herausragende Spielgestalterin und Taktgeberin, aber auch keine klassische „Holding Six“, die nur Defensivarbeit verrichtet und sonst mit dem Ball wenig anzufangen weiß.

Ihre Aktionen im Spielaufbau haben immer einen Sinn. Amani kann zwar nur selten große Reichweiten erzeugen, aber sie ist präsent, läuft sich klug frei und kann mit Pressingdruck meistens umgehen. Noch wichtiger ist derweil ihre Arbeit gegen den Ball. Frankfurt versuchte es häufig nach Ballgewinnen mit schnellen Angriffen durchs Zentrum und von dort dann auf die Außenbahnen.

Nicht selten kam ihnen Amani dazwischen. Sie antizipiert Angriffe klug und ist in der Regel gut positioniert, um die Bälle dann zu erobern. Das macht sie gerade jetzt zu einer sehr wichtigen Spielerin, weil Bayerns Spiel nicht so souverän ist, wie es schon mal der Fall gewesen ist. Umso entscheidender, dass Amani Fehler reparieren kann. Ihre Präsenz tut dem Spiel gut. Gegen Frankfurt war sie eine der besten Spielerinnen.

Und gegen Ende der Partie musste sie das sogar noch in der Innenverteidigung zeigen. Durchaus mit Erfolg. Sie ist aktuell eine wenig besungene Heldin im Team.

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Klara Bühl wird fehlen

Zugegeben: Diese Zwischenüberschrift ist etwas provokant. Entschieden ist bei Klara Bühl noch nichts. Wenn man aber nüchtern auf die Faktenlage schaut, dann ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass sie abermals in München verlängert.

Für den FC Bayern wäre das ein herber Verlust. Viel größer als jeder andere Abgang der letzten Jahre. Bühl ist derzeit eine Top-5, vielleicht sogar Top-3-Spielerin in Europa. Ihr Tor zum 1:0 war pure Weltklasse. Ihr Laufweg gepaart mit einem wuchtigen und präzisen Abschluss ins Eck. Auch sonst war sie im Spiel wieder deutlich stärker eingebunden und viel durchsetzungsfähiger als noch in manch schwächerer Partie zuvor.

Eigentlich müsste der FC Bayern ihr einen Vertrag hinlegen, in den sie selbst ihre Wünsche für die Zukunft eintragen darf. Bianca Rech betonte zwar zu Recht, dass es nicht immer ums Geld geht. Vielleicht will Bühl ja auch einfach irgendwann ins Ausland. Aber ein FC Bayern, der wirklich und so richtig um sie kämpft, wäre vielleicht auch nicht chancenlos.

Rech und Co. kann man da weniger einen Vorwurf machen. Es wäre an der Zeit, dass man weiter oben im Verein realisiert, zu was die aktuelle Entwicklung in der finanziellen Planung führt – und dass die eigens formulierten Bedingungen, dass die Frauenabteilung wirtschaftlich wachsen soll, nur erreichbar ist, wenn man nicht durch fehlende Investitionen in den Kader um Jahre zurückgeworfen wird.

Big Points: FC Bayern geht großen Schritt in der Bundesliga

Wichtig war für den Moment aber, dass man die drei Punkte gegen Eintracht Frankfurt mitnehmen konnte. Der Vorsprung auf die SGE wächst damit auf fünf Punkte an, während Wolfsburg am Sonntag gewinnen muss, um wieder auf drei Punkte verkürzen zu können.

Das waren die ersten großen Big Points der Bundesliga-Saison für die Münchnerinnen. In Frankfurt zu gewinnen, ist eine große Herausforderung. Es ist eines der Spiele, in denen ein Patzen der Bayern zumindest nicht ganz unwahrscheinlich ist und das ist jetzt abgehakt.

Fußballerisch war es ein hartes Stück Arbeit. Härter, als es angesichts der eigenen Qualität notwendig gewesen wäre. Aber auch das zeichnet den FC Bayern eben aus: Das Team kann mit solchen Spielen umgehen. Und wenn man die letzten Wochen sieht, dann war der Auftritt gegen Frankfurt sogar einer der Besseren.

Denn insgesamt wirkte das Team deutlich stabiler als zuletzt. Lediglich das Offensivspiel bleibt hier und da zu fahrig und ungefährlich. Viele ganz klare Chancen hatten die Bayern nicht. Die zuletzt positiven Ergebnisse dürften aber Rückenwind geben.

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