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·14. Januar 2026

Eintracht Frankfurt: Die Abwehr hat ein strukturelles Problem

Artikelbild:Eintracht Frankfurt: Die Abwehr hat ein strukturelles Problem

Frankfurt muss dringend seine Defensivschwächen in den Griff bekommen.

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. 36 Gegentore in 17 Spielen, eine Tordifferenz von minus eins – das ist kein Ausrutscher, das ist ein strukturelles Problem. Eintracht Frankfurt, das Team mit den großen Ambitionen, steht defensiv nackt da. Und während die Konkurrenz davonzieht, bleibt den Hessen nur die Erkenntnis, dass gute Offensive allein keine Titel gewinnt.


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Markus Krösche hat nach der 2:3-Niederlage beim VfB Stuttgart die richtigen Worte gefunden. Keine Ausflüchte, keine Schönfärberei. Der Sportvorstand sprach von fehlender Kompaktheit, von mangelnder Tiefensicherung, von einer Mannschaft, die nach dem Ausgleich völlig vogelwild agierte. Das ist eine schonungslose Analyse, die den Finger in die Wunde legt. Denn was in Stuttgart passierte, war kein Einzelfall. Es war das Spiegelbild einer Hinrunde, in der die Eintracht ihre Gegner regelmäßig zum Toreschießen einlud.

Besonders bitter: Die Frankfurter haben durchaus die Qualität, Spiele zu dominieren. Sie können Tore schießen, sie können Druck aufbauen, sie können Gegner in deren Hälfte einschnüren. Doch all das nützt wenig, wenn hinten die Tür sperrangelweit offen steht. Beim 1:1 ließ Torwart Kauã Santos den Ball nach einer Flanke fallen, beim 3:2 versagte erneut die gesamte Defensivkette. Solche Geschenke kann sich keine Mannschaft leisten, die ernsthaft um die Champions League spielen will.

Kein Zweifel an Trainer Toppmöller

Krösche hält an Trainer Dino Toppmöller fest. Ein einfaches Ja auf die Vertrauensfrage, mehr brauchte es nicht. Die Botschaft ist klar: Der Trainer bekommt Zeit, die Probleme zu lösen. Die Lösung soll Training heißen, Arbeit, Wiederholung. Das klingt nach einem Plan, aber auch nach Durchhalteparolen. Denn die Frage bleibt: Warum hat das intensive Training der vergangenen Monate nicht längst Früchte getragen?

Ellyes Shkiri brachte es auf den Punkt: 36 Gegentreffer sind viel zu viel. Diese Selbsterkenntnis ist der erste Schritt, aber sie allein reicht nicht. Frankfurt braucht keine weiteren Analysen, keine weiteren Bekenntnisse. Frankfurt braucht Ergebnisse auf dem Platz.

Der Abstand zu Stuttgart beträgt nun sechs Punkte. Das ist keine unüberwindbare Distanz, aber sie wächst mit jedem Spiel, in dem die Defensive kollabiert. Toppmöller steht vor der größten Herausforderung seiner noch jungen Trainerkarriere. Er muss beweisen, dass er nicht nur eine Mannschaft formen kann, die spektakulär nach vorne spielt, sondern auch eine, die hinten dichtmacht. Die Zeit drängt. Die Geduld der Verantwortlichen mag groß sein, aber sie ist nicht unendlich.

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