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·12. April 2026
Eintracht-Star stellt die Charakterfrage: Verwunderung bei Sieg über Wolfsburg

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·12. April 2026

Sonderlich souverän war das erneut nicht, was Eintracht Frankfurt am Samstagnachmittag beim VfL Wolfsburg zeigte. Der 2:1-Sieg der SGE war geprägt von einer guten ersten Halbzeit und einer beinahe erschreckend schwachen zweiten Halbzeit, die von Inaktivität und Trägheit geprägt war und es den um den Klassenerhalt bangenden Gastgebern erlaubte, sich nochmal ins Spiel zu finden.
"Wir waren in der ersten Halbzeit wirklich gut. Ich denke, wir haben viel über Charakter gesprochen, und wir haben davon viel gezeigt", zeigte sich Oscar Højlund entsprechend zufrieden mit den ersten 45 Minuten (via Bild). In der 21. Spielminute hatte der Däne seine Mannschaft in Führung bringen können – und das auch verdientermaßen. Das kann auch über die 2:0-Führung zur Pause gesagt werden, zu der Arnaud Kalimuendo noch beitrug (32.).
Und doch sackte die Eintracht nach der Pause in sich zusammen. "Man kann den Gegner auch loben. Ich finde, dass sie es in der zweiten Hälfte einfach sehr gut gemacht haben. Aber ja, wir müssen mehr Charakter zeigen", holte Højlund den Kritikpunkt nochmals hervor, der die SGE in den vergangenen Wochen bereits mehrfach beschäftigt hatte.
Ein sehr ähnliches Fazit zog auch Jonathan Burkardt. "Mit einer sehr guten ersten Halbzeit" habe man das Spiel gewinnen können, erklärte er (via kicker). Dennoch habe seine Mannschaft auch "ein bisschen Glück gehabt", dass Wolfsburg "zwei Riesenchancen" nicht ausnutzen konnte. Schlussendlich sei der Sieg nur noch "über die Zeit gerettet" worden.
"Wir waren nicht mehr aktiv, haben nicht mehr so rausgeschoben, gerade in der Kette hinten - und wir haben uns nicht mehr getraut, so viel zu spielen", blickte Burkardt ebenfalls kritisch auf die zweite Hälfte zurück. "Wir wussten, dass wir nach Führungen immer wieder Probleme hatten. Anders kann ich es mir nicht erklären. Wir sind total passiv geworden, haben fast nur noch verteidigt - und das ist nicht der Spielstil, den wir prägen wollen."
Damit hat die Eintracht innerhalb eines Spiels genau das gezeigt, was die Mannschaft von Albert Riera nach wie vor plagt: Ein unklares Erscheinungsbild, das zuweilen weder Fisch noch Fleisch ist. Nach einer anfänglichen Stabilisierung konnte zuletzt der nächste Entwicklungsschritt noch nicht gemacht werden – auch wegen (zwischenzeitlicher) Rückfälle wie beim wichtigen Sieg über die Wölfe.
An der Ansprache des Cheftrainers habe es aber nicht gelegen, wusste Burkardt zu versichern. Riera habe betont, dass es weiterhin "0:0 steht und wir aktiv bleiben und nach vorne spielen sollen". Damit predigte der Coach in der Theorie die richtigen Worte, die aber ein weiteres Mal ins Gegenteil umschlugen. Damit wird sich Frankfurt auseinandersetzen müssen. An diesem Wochenende war das für den Angreifer aber kein Thema mehr: "Wir haben 2:1 gewonnen. Hauptsache, drei Punkte mitgenommen."
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