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RB Leipzig

·28. Mai 2026

Elektrisierend! Leipzig in Finalform

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Crystal Palace gewinnt das Conference League-Finale in Leipzig mit 1:0 gegen Rayo Vallecano. Der Abend gehört Torschütze Jean-Philippe Mateta, Erfolgscoach Oliver Glasner – und einer Stadt, die wieder einmal gezeigt hat, wie gut ihr große internationale Fußballabende stehen.

Ein Finale zieht durch die Stadt

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Es ist noch nicht angepfiffen, da ist dieses Finale längst in vollem Gange. In den Straßen. Auf den Plätzen. In den Kneipen. In den Straßenbahnen Richtung Stadion.


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Leipzig klingt an diesem Tag anders. Englische Gesänge auf dem Marktplatz, das Barfußgäßchen fest in den Händen der Eagles. Rund 20.000 Crystal-Palace-Fans kommen für das erste europäische Finale der Vereinsgeschichte in die Stadt.

Wenige hundert Meter von den Rot-Blauen entfernt: spanische Rhythmen auf dem Richard-Wagner-Platz. Schals in Weiß-Rot. Tausende Anhänger von Rayo Vallecano feiern weit vor Anpfiff eine große Party, zünden Raketen und singen von der großen Liebe zu ihrem Club.

Crystal Palace gegen Rayo Vallecano. London gegen Madrid. Und mittendrin: Leipzig.

Leipzig und die große Fußballbühne

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Eine Stadt, die große internationale Fußballabende kennt. 2006 war Leipzig WM-Spielort, 2024 Gastgeber bei der Europameisterschaft. Dazu kommen die Champions League-Nächte von RB Leipzig in der Red Bull Arena – diese Abende unter Flutlicht, an denen Real Madrid, PSG oder Manchester City zu Gast sind.

Und trotzdem fühlt sich dieser Tag noch einmal anders an. Es knistert. Zehntausende Fußballfans säumen die Straßen. In dem Wissen, dass erstmals ein Europapokal in unserer Arena vergeben wird.

Leipzig nimmt das alles auf: entspannt, neugierig, gastfreundlich.

Die Kurven übernehmen

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Als sich am Abend die Red Bull Arena füllt, machen beide Fanlager genau dort weiter, wo sie in der Stadt aufgehört haben. Nur lauter.

Schon vor Anpfiff liegt Gänsehaut in der Luft. Palace singt. Rayo antwortet. Rayo springt. Palace übernimmt die Arena. Beide Fanlager peitschen ihre Mannschaften nach vorne, als ginge es schon jetzt um einen letzten Zweikampf in der Nachspielzeit.

Dann rollt der Ball.

Crystal Palace kommt besser ins Spiel. Mehr Ball, mehr Offensive, hohes Pressing. Rayo braucht eine Viertelstunde, dann wird auch der spanische Block immer lauter – und mit ihm die Mannschaft stärker. Das Finale ist offen.

0:0 zur Pause.

Auf der Tribüne verfolgen unter anderem der gebürtige Leipziger und langjährige Bundesliga-Keeper René Adler, unser ehemaliger Chefcoach Marco Rose und Unions Trainerin Marie-Louise Eta das Spiel.

Ein Fuß, ein Tor - und 20.000 Kehlen

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Dann kommt der Moment von Jean-Philippe Mateta.

Der Ex-Mainzer hält nach einem satten Schuss von Mega-Mittelfeldtalent Adam Wharton, der später zum Spieler des Spiels gekürt wird, beim Abpraller goldrichtig den Fuß hin.

1:0 für Crystal Palace.

Der Palace-Block explodiert. Und dann ist da nur noch dieser 20.000-Kehlen-Chor.

Pausenlos singen sie von ihrer Reise nach Leipzig: „We’re on our way, we’re on our way, to Leipzig, we’re on our way.“

Wie sie in unsere schöne Stadt gekommen sind, daran wollen sie sich aber nicht mehr erinnern können: „How we get there, I don’t know. How we get there, I don’t care. All I know is Palace on their way.“

Immer wieder. Immer lauter.

Auch auf dem Feld gibt Crystal Palace weiter den Ton an – und verpasst mit drei Pfostenschüssen binnen drei Sekunden das vorentscheidende 2:0. Rayo rennt an, aber ohne Erfolg.

Der Moment, in dem Palace explodiert

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Dann ist Schluss.

Auf dem Rasen sinken Spieler zu Boden, andere sprinten zur Kurve. Manche wirken, als müssten sie sich erst vergewissern, dass das gerade wirklich passiert ist. Auf den Rängen liegen sich Jung und Alt in den Armen. Tränen kullern.

Palace feiert den Titel, Rayo seine Mannschaft. Und Leipzig bleibt zurück mit dem Gefühl, an diesem Tag wieder ein sehr guter Ort für den europäischen Fußball gewesen zu sein.

Ein Finale ist manchmal mehr als ein Spiel. Manchmal ist es eine Stadt, die für einen Tag anders klingt.

Mitternacht in der Arena

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Und auch kurz vor Mitternacht ist die Party in unserer Arena noch in vollem Gange. Auf dem Rasen werden letzte Fotos gemacht, auf den Rängen hallen Gesänge nach, unten läuft die Feier weiter.

Der Stadion-DJ spielt passenderweise Faithless mit „Insomnia“ ein. „I can’t get no sleep.“ Was übersetzt bedeutet: „Ich finde nicht in den Schlaf.“

Es ist der perfekte Soundtrack für eine Nacht, die niemand so schnell beenden will. An diesem Abend klang Leipzig nach Europa.

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