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·1. Februar 2026
Elfmeter-Ärger um Kimmich: Experte spricht von klarer Fehlentscheidung

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·1. Februar 2026

Der FC Bayern hat beim 2:2-Unentschieden gegen den Hamburger SV nicht nur zwei Punkte liegen lassen, sondern auch eine hitzige Schiedsrichter-Debatte ausgelöst. Im Zentrum der Diskussion steht ein umstrittener Elfmeterpfiff von Harm Osmers gegen Joshua Kimmich, der weit über das Spiel hinaus für Unruhe sorgt.
Bereits in der 31. Minute nahm die Partie eine entscheidende Wendung. HSV-Spieler Nicolai Remberg ging nach einem leichten Kontakt von Joshua Kimmich im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Harm Osmers zeigte ohne Zögern auf den Punkt und entschied auf Elfmeter für die Hausherren. Eine Entscheidung, die bei den Bayern für sofortigen Unmut sorgte.
Unmittelbar nach dem Pfiff meldete sich der VAR, allerdings nicht mit Blick auf das vermeintliche Foulspiel von Kimmich. Stattdessen überprüften die Video-Assistenten eine mögliche Abseitsposition in der Entstehung der Szene. Diese lag nicht vor, der Elfmeter blieb bestehen. Fábio Vieira verwandelte den Strafstoß anschließend souverän zur 1:0-Führung für den HSV.
Besonders brisant: Die eigentliche Elfmeter-Entscheidung selbst wurde nicht noch einmal überprüft. Damit blieb eine Szene bestehen, die auch im Nachgang erhebliche Zweifel aufwarf – nicht nur bei den Bayern, sondern auch bei neutralen Beobachtern.

Foto: IMAGO
Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe fand nach dem Spiel sehr deutliche Worte. Im Gespräch mit der BILD nahm der 52-Jährige kein Blatt vor den Mund. „Kimmich soll einen Elfmeter verursacht haben, aber in der Zeitlupe ist nicht mal ein Kontakt zu erkennen. Aber selbst wenn da noch eine minimale Berührung, ein Streifen am Schienbein vorgelegen haben sollte, das ist, und das muss ich ganz ehrlich sagen, dreckig gezogen“, erklärte Gräfe.
Damit nicht genug. Der frühere FIFA-Unparteiische sieht in der Szene ein strukturelles Problem. „Dieser Elfmeter machen den Fußball kaputt. Wir haben ein Elfmeterproblem in der Bundesliga. Das nimmt Überhand“, so Gräfe weiter. Seine Aussagen verleihen der Diskussion zusätzliche Brisanz, da er nicht nur die Einzelszene, sondern die generelle Linie der Schiedsrichter kritisiert.
Aus Sicht des FC Bayern wird die Debatte vor allem durch eine Szene aus der ersten Hälfte zusätzlich angeheizt. Bereits in der 10. Minute ging Michael Olise im HSV-Strafraum nach einem Zweikampf mit Elfadli zu Boden. In den TV-Bildern ist ein leichter Kontakt des Hamburgers am Körper des Bayern-Angreifers zu erkennen. Schiedsrichter Osmers entschied auf Weiterspielen und auch hier griff der VAR nicht ein.
Der Vergleich beider Situationen sorgt bei den Münchnern für Unverständnis. Während der minimale Kontakt von Kimmich mit einem Strafstoß geahndet wurde, blieb eine nahezu ähnliche Szene auf der Gegenseite folgenlos. Warum hier mit unterschiedlichem Maß gemessen wurde, ist offen und nährt den Vorwurf mangelnder Linie.









































