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·3. Januar 2026
Elfmeterdrama! Mali wirft Tunesien in Unterzahl aus dem Afrika-Cup

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·3. Januar 2026

Am Samstagabend fand beim Afrika-Cup, der aktuell in Marokko ausgetragen wird, das zweite Achtelfinale zwischen Mali und Tunesien statt. Gesucht wurde der zweite Teilnehmer am Viertelfinale.
Zuvor hatte sich der Senegal um Nicolas Jackson und Sadio Mane bereits mit 3:1 gegen den Sudan durchgesetzt – in einem durchaus unterhaltsamen Spiel.
Beim Spiel zwischen Mali und Tunesien gab es jetzt nicht den absolut haushohen Favoriten. Mali kam mit Spielern wie Yves Bissouma, Mamadou Sangare oder Lassine Sinayoko in das Duell, bei Tunesien waren unter anderem Dylan Bronn, Elkes Skhiri und Hannibal Mejbri aufgeboten. Und auch auf den Bänken gab es noch Optionen auf beiden Seiten.
Beide Mannschaften, die sich an diesem Abend gegenüberstanden, zeigten in der Gruppenphase überwiegend eine recht kompakte Ausrichtung, wollten auch im direkten Duell nicht zu viel Risiko gehen. Den besseren Start in das Spiel erwischte Tunesien. Die Tunesier hatten mehr Struktur im Spiel und es gelang ihnen, gegen den Ball sehr aufmerksam zu agieren. Hohe Ballgewinne, aber auch Fehler von Mali sorgten für die ersten drei Abschlüsse in den Anfangsminuten.
Das Spiel war durchaus intensiv, es gab einige Fouls, viele heftige Zweikämpfe. Und nach 25 Minuten auch einen Platzverweis. Woly Coulibaly, Verteidiger von Mali, musste das Feld verlassen. Als die Halbstundenmarke verstrich gab es zudem schon vier weitere gelbe Karten. Die schlechte Nachricht für das Spiel: Die rote Karte sorgte dafür, dass der ohnehin schon geringe Spielfluss noch einmal geringer wurde. Mit dem 0:0 gingen die Teams in die Kabine und kein anderes Ergebnis wäre hier in irgendeiner Form vertretbar gewesen.
Es blieb auch im zweiten Durchgang zunächst ein zähes Spiel. Dennoch hatte Tunesien mal etwas die Kontrolle übernommen und schlug Ecke um Ecke in den Strafraum Malis. Immer wieder war aber noch ein Bein eines Abwehrspielers dazwischen. Es lässt sich nicht schönreden: Das Spiel blieb fürchterlich schwach. Mali hatte nach 64 Minuten mal einen Konter, den Dorgeles Nene aber nicht nutzen konnte. Nach 75 Minuten machte Tunesien dann endlich mal mehr für das Spiel. Ein Hannibal-Freistoß nach knapp 80 Minuten sorgte für die erste wirkliche Chance im Spiel.
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit spielte sich dann das Unfassbare ab: Es gab ein Tor zu sehen! Tunesien schoss die Führung, Elias Saad bediente Firas Chaouat, der für die Tunesier die Führung erzielte. Doch das Spiel erhielt noch eine spannende Wendung: Nach einem Handspiel bekam Mali einen Elfmeter zugesprochen. Lassine Sinayoko ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum Ausgleich! Danach war Schluss, es ging in die Verlängerung.
In der ersten Halbzeit der Verlängerung spielte Tunesien zwar dominant, aber schaffte es wie in weiten Teilen des Spiels nicht, daraus auch Kapital zu schlagen. Die Tunesier schossen zwar ein Tor, aber es lag eine Abseitsstellung vor. Auch im zweiten Durchgang taute das Spiel nicht auf. Es ging ins Elfmeterschießen. In selbigem zeigten vor allem die Tunesier Nerven, weswegen Mali am Ende mit 3:2 gewinnen konnte! Trotz Unterzahl setzte man sich also durch.









































