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·28. März 2026

Englands Nationalmannschaft hadert mit dem deutschen Schiedsrichter

Artikelbild:Englands Nationalmannschaft hadert mit dem deutschen Schiedsrichter

Kein Handschlag, kein Austausch – Englands Nationalmannschaft verließ das 1:1 gegen Uruguay in Wembley nicht nur mit einem Punkt, sondern mit offener Kritik am deutschen Unparteiischen Sven Jablonski. Nationaltrainer Thomas Tuchel machte aus seinem Ärger über die Leitung deutlich keinen Hehl und bemängelte mehrere Spielentscheidungen und nicht geahndete Fouls. Insbesondere die Elfmeter-Entscheidung nach VAR-Eingriff und das harte Foul an Phil Foden bestimmten die Presserunde des Übungsleiters. Gleichzeitig bemängelte Tuchel Inkonsistenzen beim Einsatz des Video-Assistenten und sprach auch das Thema Gelbe Karten an.

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Harry Maguire (England) und Federico Valverde (Uruguay) protestieren beim Schiedsrichter Sven Jablonski im Freundschaftsspiel zwischen England und Uruguay am 27. März 2026 im Wembley Stadium in London. Julian Finney / Getty Images


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Tuchel kritisiert Schiedsrichter Sven Jablonski

Kein Handschlag, kein Austausch mehr erwünscht: Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel machte aus seinem Ärger über die Leistung des deutschen Schiedsrichter Sven Jablonski beim 1:1 der Three Lions gegen Uruguay in Wembley keinen Hehl. „Ich habe nicht mit ihm gesprochen, ich will es auch nicht“, sagte Tuchel: „Es war über das gesamte Spiel überhaupt keine gute Leistung.“ Damit setzte der Übungsleiter ein deutliches Zeichen gegenüber dem Unparteiischen und äußerte seine Unzufriedenheit in der Presserunde.

Elfmeter-Entscheidung und Ausgleich durch Fede Valverde

Speziell zwei Szenen erzürnten Tuchel: Die Elfmeterentscheidung nach VAR-Eingriff vor dem Ausgleich durch Fede Valverde in der Nachspielzeit (90.+4) und ein hartes Foul gegen Mittelfeldstar Phil Foden. Das zum Elfmeter führende Foul von Ben White, der in der 81. Minute den Führungstreffer der Engländer geschossen hatte, sei „sehr wenig“ gewesen, sagte Tuchel: „Natürlich gibt es einen Kontakt, aber es ist so offensichtlich, was der Stürmer versucht.“ Schiedsrichter Jablonski hatte die Szene zunächst ähnlich beurteilt und keinen Strafstoß verhängt, entschied nach Eingriff des Video-Assistenten dann jedoch auf Elfmeter.

Ungeahndete Fouls und Vorwurf zu Gelben Karten

Tuchel bemängelte darüber hinaus ein hartes Foul gegen Phil Foden, das ohne Kartenbestrafung blieb, obwohl Foden verletzt ausgewechselt werden musste. Außerdem habe es laut Tuchel noch Diskussionen gegeben, „dass ein Spieler zwei Gelbe Karten bekommen habe und nicht vom Platz gestellt worden sei“, so der Trainer: „Okay, ein schlechter Tag im Büro.“ Diese Aussagen warfen Fragen zur Kartenvergabe und zum Einwirken des Unparteiischen auf das Spielgeschehen auf.

VAR-Inkonsistenz und Tuchels sarkastische Einordnung

Tuchel ordnete die VAR-Intervention sarkastisch ein und stellte die Einsatzpraxis des Video-Assistenten in Frage. „Ich war überrascht, dass der VAR verfügbar ist“, sagte der 52-Jährige: „Ich dachte, er würde nicht funktionieren, denn die Grätsche gegen Phil Foden wurde nicht einmal überprüft. Und auch die gegen Noni Madueke wurde nicht überprüft. Und dann wird die Szene auf einmal überprüft.“ Mit dieser Aussage kritisierte er sowohl die Selektion der überprüften Szenen als auch die gefühlte Inkonsistenz bei Entscheidungen durch den Video-Assistenten.

Verletzungen: Phil Foden und Noni Madueke müssen vorzeitig raus

Wie für Foden war auch für Madueke das Spiel verletzungsbedingt vorzeitig beendet. Nach einem Zusammenprall mit Uruguays Rodrigo Aguirre musste er benommen vom Feld (38.). Foden wurde Anfang der zweiten Halbzeit von Ronald Araujo mit der offenen Sohle am Knöchel getroffen und musste wenige Minuten später Cole Palmer weichen (56.).

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