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·19. Januar 2026

Entspannt Euch mal!

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Sieben Punkte zum Jahresstart gegen Leverkusen, Frankfurt und Union, inklusive zwei spektakuläre Spiele. Wer hätte das vorher unterschrieben? Wir alle, oder? Ja, das Remis gegen Berlin ist wahnsinnig unnötig, es hätte für Champions League-Ambitionen ein Sieg sein müssen. Aber der VfB hat die erste englische Woche nach dem Winterpäusle hervorragend absolviert und es gibt keinen Grund zum Klagen. Aber logisch, Grund zum Bruddeln gibt es immer.

Unangenehm, eklig, bieder, nervig, schwer zu bespielen: Wir wussten, was gegen Union auf uns zukommt. Genauso Trainer und Mannschaft. Chancen, das Spiel zu gewinnen, waren vorhanden. Aber es hing an Kleinigkeiten:


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Jeff Chabot fand in Andrej Illic seinen Meister und verlor ungewöhnlich viele Kopfballduelle. Deniz Undav wie schon gegen Frankfurt in der zweiten Halbzeit nicht eiskalt vor dem Tor. Angelo Stiller versprang jeder zweite Ball, er leistete sich erstaunlich viele Fehlpässe. Jamie Leweling zwar elastisch in der Hüfte, aber viel zu hektisch und letztlich wirkungslos. Der von uns gelobte Nikolas Nartey fast unsichtbar. Josha Vagnoman vor dem Ausgleich ziemlich schusselig gegen Stanley Nsoki.

Generell viele Bälle und Pässe ungenau, alles bissle zu behäbig und undynamisch. Sebastian Hoeneß bemängelte, dass zu oft die Lösung „mit dem Ball am Fuß“ gesucht wurde, statt zu laufen, zu passen und zu spielen. Das 1:0 allerdings fiel, nachdem Ramon Hendriks als Ein-Mann-Büffelherde „mit dem Ball am Fuß“ übers halbe Feld lief und dann an Chris Führich übergab.

Nach dieser Führung agierte der VfB zu passiv, ließ die Köpeniker im Spiel und legte kein 2:0 nach. Die Möglichkeiten hatten Undav und Stiller, zu dessen Auftritt es passte, weder den Ball zu versenken noch in die Mitte auf den völlig freien Ermedin Demirovic gespielt zu haben.

Die Umstellung auf Dreierkette?

War wohl auch nicht die beste Idee von Hoeneß. Klar, er wollte einer möglichen Wucht von Union und deren gefährlichen Standards mit Chabot, Hendriks und Finn Jeltsch in der Mitte drei stabile Innenverteidiger entgegen stellen. Aber der VfB verlor den Zugriff, es gelang nach vorne so gut wie nichts mehr. Der VfB musste sogar froh sein, dass Alex Nübel gegen Jeong Woo-yeong zum Schluss eine Weltklasse-Parade auspackte. Dass Jeong vorher zum 1:1 so souverän einnetzte, hätte ich gerne mal während seiner Zeit beim VfB gesehen.

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Fritzle frustriert: Das Maskottchen fragt sich wie wir, warum der VfB mit einem 2:0 nicht den Deckel drauf machte.

Das 1:1 ist kein Downfall, auch wenn es ausgerechnet gegen Union Berlin war, mit denen wir sowieso ein Thema haben und die mehr Interesse an den Beinen der VfB-Spieler als am Ball hatten. „Den Ball? Nee, den wollen wir nicht“, sagte unter der Woche Union-Trainer Steffen Baumgart und beschrieb damit sein „Spielsystem“ perfekt. Aber damit kann man in der Bundesliga locker im Mittelfeld mitschwimmen und einen Punkt aus Stuttgart entführen.

Weil dem VfB am Ende der englischen Woche immer ein Tick fehlte: Präzision, Konsequenz und die Souveränität einer Spitzenmannschaft. Und weil der VfB eben nicht sein Prime-Game aufs Feld brachte. Kann passieren und kann man nicht immer erwarten.

In Rom allerdings wird der VfB sein bestes Spiel zeigen müssen. Der Tabellenvierte der Serie A mit drei Siegen in Folge und mit den wenigsten Gegentoren in der Liga. Es wird mindestens so werden wie gegen Union: unangenehm, eklig, nervig, schwer zu bespielen.

Zum Weiterlesen: Rund um den Brustring sieht gegen Union keine Enttäuschung, aber auch keine Glanzleistung – sondern irgendwas mittendrin.

ZVW hält Chris Führich im Moment für unverzichtbar.

Bilder: Alex Grimm/Getty Images

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