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·21. Juni 2026
Entwarnung vom Chef: Schiri Zwayer bleibt im Turnier

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Die Entwarnung kam am Sonntag vom Chef in der Heimat – Deutschland hat weiterhin einen Schiri bei der Fußball-WM. „Felix ist untersucht und wohlauf“, sagte DFB-Schiedsrichterboss Knut Kircher dem SID und wischte die Sorgen um Felix Zwayer vom Tisch: „Es geht ihm gut und er kann weiter im Turnier bleiben, was uns und ihn sehr freut.“
Zumindest aus medizinischer Sichert darf der Berliner also auf weitere Endrunden-Einsätze hoffen. Der 45-Jährige ist nach seiner aufsehenerregenden Behandlungspause gegen Ende seines WM-Debüts am vergangenen Freitag während der Partie zwischen Co-Gastgeber USA und Australien (2:0) wieder „diensttauglich“. Bei der Verletzung habe es sich laut Kircher um „eine Muskelkontraktion auf Basis einer unnormalen Bewegung“ gehandelt.
Zwayer musste in der Nachspielzeit behandelt werden, nachdem er zu Boden gesunken war. Letztlich konnte der Referee die schwierig zu leitende Partie mit zahlreichen intensiven Zweikämpfen jedoch zu Ende bringen. „Felix hatte mit seinem ersten WM-Spiel einiges an Arbeit zu verrichten, er hat das gut gemacht inklusive VAR-Support“, bewertete Kircher den Auftritt seines Schützlings.
Zwayer war vor 69.000 Zuschauern im Lumen Field in Seattle unfreiwillig in den Mittelpunkt geraten, als er in der Folge eines Fehltritts medizinische Hilfe brauchte. Assistent Christian Dietz und der australische Profi Aiden O’Neill eilten heran und halfen beim Dehnen der linken Wade, die Vierte Offizielle brachte zudem ein schnelles „Heilmittel“ zum Einnehmen.
Als sich Zwayer nach ein paar Minuten wieder erhob, wurde er von den Fans gefeiert und brachte die letzten Minuten des Spiels über die Bühne. Magenta-Experte Thomas Müller witzelte später sogar über die ungewöhnliche Verletzungsunterbrechung. „Hinfallen ist das eine“, sagte er, „aber Aufstehen das andere. Mir hat das Aufstehen etwas zu lange gedauert.“ Kollege Jürgen Klopp befürchtete indes negative Folgen für den weiteren Turnierverlauf: „Was muss ein Schiedsrichter tun, um weitere Spiele zu bekommen? Ich würde jetzt einfach mal annehmen, dass das natürlich nichts dazu beiträgt.“
Auch Zwayers Leistung wird natürlich Einfluss haben, zumindest Australiens Coach Tony Popovic war kein Fan. Nach Abpfiff beschwerte er sich lautstark bei Zwayer. „Ganz ehrlich: Der Schiedsrichter hat zu viele Gelbe Karten gezeigt“, sagte der 51-Jährige, dessen Team vier der sieben Verwarnungen sah – er warf dem Deutschen eine fehlende Linie vor.
Aus Sicht der Schiedsrichterexperten hatte Zwayer dagegen einen sehr guten Job gemacht. „Wirklich hervorragende Leistung von Felix. Viel laufen gelassen, gute Gelbe Karten, das war wirklich top“, urteilte Patrick Ittrich.
Beim zweiten Treffer der USA durch Innenverteidiger Alex Freeman (44.) etwa hatte Zwayer mit seinem Team zunächst auf Abseits entschieden, das Urteil nach Rücksprache mit Videoassistent Bastian Dankert dann jedoch revidiert.
„Die Schiedsrichter-Leistung war sehr gut“, meinte auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger – konnte sich ein Augenzwinkern mit Blick auf die Szene kurz vor Schluss aber nicht verkneifen: „Da hat er ein Highlight gesetzt.“
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