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·30. Januar 2026

"Er muss nicht viel laufen": Schafft es Paul Pogba noch zur WM?

Artikelbild:"Er muss nicht viel laufen": Schafft es Paul Pogba noch zur WM?

Paul Pogba ist sportlich noch nicht wieder dort, wo er selbst hinwill – doch sein Name sorgt erneut für Diskussionen. Ein prominenter Fürsprecher glaubt: Für die WM könnte es trotz aller Zweifel noch reichen.

Die Diskussion um ein mögliches Comeback von Paul Pogba im Trikot der französischen Nationalmannschaft ist neu entfacht. Obwohl der Mittelfeldspieler nach langer Leidenszeit bei AS Monaco sportlich noch nicht richtig Fuß gefasst hat, gibt es prominente Stimmen, die ihm eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 weiterhin zutrauen. Einer davon ist der frühere Nationalspieler Bacary Sagna, der Pogbas außergewöhnliche Qualität hervorhebt – unabhängig von dessen aktueller Laufleistung.


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"Er ist ein besonderer Spieler. Er kann sich an jede Art von Anforderungen des Trainers anpassen", erklärte Sagna gegenüber GOAL. Entscheidend sei weniger die Quantität der gelaufenen Kilometer als vielmehr das Gesamtpaket aus Spielintelligenz und Technik. Nach einer 18-monatigen Dopingsperre und der Vertragsauflösung bei Juventus stand Pogba lange ohne Klub da, ehe Monaco ihm die Rückkehr in den Profifußball ermöglichte.

Der körperliche Aufbau verläuft jedoch schleppend: In der laufenden Saison kommt der Weltmeister von 2018 bislang nur auf wenige Kurzeinsätze. Dennoch sieht Sagna gerade in seiner Erfahrung einen möglichen Trumpf. "Mental und technisch ist er dem Durchschnitt voraus. Man weiß nie. Jedes Mal, wenn ein Kader bekannt gegeben wird, gibt es eine Überraschung", so der frühere Außenverteidiger.

Setzt Didier Deschamps bei der WM noch auf Paul Pogba?

Ein zentrales Argument in der Debatte: Pogba müsse nicht permanent marschieren, um Einfluss zu nehmen. "Er muss nicht viel laufen. Ich habe (Sergio) Busquets nicht ständig rennen sehen – er ist sehr clever und technisch sehr gut, er erkennt jede Situation", zog Sagna einen Vergleich mit dem spanischen Weltmeister.

Voraussetzung sei allerdings, dass der 32-Jährige rechtzeitig wieder in Wettkampfform komme. Deutlich skeptischer äußerte sich hingegen Frank Leboeuf, ein Weltmeister von 1998. Er verweist auf das Alter Pogbas und die fehlende Spielpraxis im Vergleich zu konstanten Alternativen. "Er ist über 30, und es gibt andere Spieler, die ihre Konstanz gezeigt haben", sagte Leboeuf und sieht die Chancen auf ein Turnier-Comeback äußerst gering.

Die Entscheidung liegt letztlich bei Nationaltrainer Didier Deschamps, der Pogba aus gemeinsamen Erfolgsjahren bestens kennt. Ob er beim WM-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko auf Routine und individuelle Klasse setzt – oder auf Form und Verlässlichkeit –, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.

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