BVBWLD.de
·4. Juli 2026
Erhellender Nachruf auf Wolfgang Paul: Warum der Uhrmacher zur BVB-Ikone wurde

In partnership with
Yahoo sportsBVBWLD.de
·4. Juli 2026

Im Alter von 86 Jahren verstarb der Ehrenspielführer, Europapokalsieger, frühere Kapitän des BVB, Wolfgang Paul, in der vergangenen Woche. Peter Ahrens widmet dem „Stopper“ genannten Paul einen lesenswerten Nachruf im Spiegel, welcher auch weniger bekannte Facetten des Lebens von Wolfgang Paul ans Licht bringt.
Dass Wolfgang Paul der Kapitän jener BVB-Mannschaft war, die 1966 als erste deutsche einen Europapokal gewann, dürfte auch im Zuge der Nachricht seines Ablebens selten unerwähnt geblieben sein. Warum aber Wolfgang Paul in Dortmund und bei den Fans der Borussia so eine besondere Rolle einnahm, das erfuhr man in diesen Nachrichten seltener.
Diesen Aspekt beleuchtet Peter Ahrens in seinem Nachruf auf Wolfgang Paul, der auch noch einige weitere Facetten von Pauls Leben zeigt, die erläutern, warum er so eine bemerkenswerte Figur für Borussia Dortmund war.
Zunächst einmal spielte Wolfgang Paul, abgesehen von den Anfängen seiner Karriere beim VfL Schwerte, einzig für den BVB, ehe er 1970, gerade mal 30 Jahre alt, wegen Verletzungsproblemen aufhören musste. Dann war Wolfgang Paul aber auch noch in einer Zeit bei den Schwarzgelben aktiv, die Ahrens die „goldenen Jahre“ des Ruhrgebiets nennt. Heute für viele kaum vorstellbar, war das Ruhrgebiet in den 1960er Jahren eine prosperierende Region, in der die Menschen ihren neu gewonnenen Wohlstand genossen.

Photo by Christof Koepsel/Getty Images for DFB
Die Erfolge von Borussia Dortmund – Deutscher Meister 1963, Pokalsieger 1965 und schließlich Europapokalsieger 1966 – fielen somit in eine Zeit, in der man sich im Revier ohnehin ganz vorne im Leben wähnte. Parallelen zwischen dem BVB und dem FC Bayern sind auch darin zu finden, dass beide Clubs zunächst eher unbedeutend waren, ehe eine Dekade voller Erfolge sie an die Spitze des deutschen Fußballs brachte.
Bei den Bayern waren es in den 1970er Jahren die Spieler um das kongeniale Duo Müller und Beckenbauer. Beim BVB waren es eben jene Spieler in den 1960er Jahren um Wolfgang Paul, die den Mythos des BVB als national und international erfolgreichem Club begründeten. Neben Paul selbst seien Siggi Held, Lothar Emmerich und auch Stan Libuda erwähnt.
Dabei sei Paul jemand gewesen, weiß Ahrens, der „immer voranging“ und sich auch vor Autoritäten nicht krumm machte. Hilfreich sei dabei sicher eine gewisse Sturheit gewesen, die man Sauerländern wie Wolfgang Paul einer war, gerne nachsagt. Ebenso treu wie dem BVB, dessen Ältestenrat er lange vorsaß, blieb er aber auch seiner eigentlichen Profession. Paul war gelernter Uhrmacher, was er noch bis kurz vor seinem Tod in seiner Heimat Bigge-Olsdorf aktiv betrieb.
Weitere spannende Details aus der Karriere möge man selbst im Nachruf des Spiegel erkunden.
Live







































