Erst Kapitän, dann dreimal Torschütze, jetzt vor Rudi Völler: Tresoldis Abend auf Malta | OneFootball

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·30. September 2026

Erst Kapitän, dann dreimal Torschütze, jetzt vor Rudi Völler: Tresoldis Abend auf Malta

Artikelbild:Erst Kapitän, dann dreimal Torschütze, jetzt vor Rudi Völler: Tresoldis Abend auf Malta

Attard. Nach neun Minuten führte Malta. Ein Fehler im deutschen Aufbauspiel, Basil Tuma lief über das halbe Feld und schob zur Führung ein – gegen eine U21, die mit acht Siegen aus acht Spielen im Kopf nach Malta gereist war. Zwei Minuten später war die Welt wieder in Ordnung, und am Ende stand ein 4:1 (2:1), das zu einem Namen gehört. Nicolò Tresoldi traf dreimal, bei seinem ersten Spiel als Kapitän.

Die schnelle Antwort

Der Ausgleich zeigte, warum Tresoldi in dieser Mannschaft seit Monaten der Mann für die Tore ist. Ein Schuss von Morgalla prallte vom Pfosten zurück, Tresoldi stand da, wo ein Mittelstürmer stehen muss, und staubte ab (11.). Tom Rothe erhöhte in der 32. Minute auf 2:1.


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Mehr passierte vor der Pause kaum. Deutschland hatte 75 Prozent Ballbesitz, aber Malta stellte sich tief in den eigenen Strafraum und ließ fast nichts zu. Die Sportschau hielt fest, dass sich die DFB-Auswahl schwerer tat als gedacht.

Eine Flanke, ein Kopfball, ein Freistoß

Antonio Di Salvo reagierte zur Pause und brachte Laurin Ulrich. Dessen erste Flanke fand den Kopf von Tresoldi – 3:1 zwei Minuten nach Wiederanpfiff. Den Schlusspunkt setzte der Stürmer in der 69. Minute mit einem Freistoß, den LigaInsider als Highlight des Spiels beschrieb. Danach schaltete Deutschland einen Gang zurück und brachte den Sieg ungefährdet über die Zeit.

„Am Ende sind drei Punkte das Wichtigste“, sagte Tresoldi. Über die Kapitänsbinde, die er in Abwesenheit von Tom Bischof trug: „Das ist schon was Besonderes für mich.“

Nur noch Herrlich und Littbarski vor ihm

Mit seinen Treffern 14, 15 und 16 für die U21 hat der 22-Jährige in der ewigen DFB-Bestenliste unter anderem Rudi Völler überholt. Vor ihm liegen nur noch zwei Namen: Heiko Herrlich und Pierre Littbarski, der den Rekord hält. Mit einem weiteren Tor am Dienstag rückt Tresoldi dem Rekordhalter noch näher.

Es ist eine bemerkenswerte Bilanz für einen Spieler, dessen Nationalmannschaftszukunft noch offen ist. Der frühere Hannoveraner, heute beim FC Brügge unter Vertrag, hat sich noch nicht abschließend entschieden, ob er für Deutschland oder Italien in der A-Nationalmannschaft spielen will. Mit jedem Tor im deutschen Trikot wächst der Druck auf diese Entscheidung – und das Interesse daran, wie sie ausfällt.

Brunner an seiner Seite

In der Startelf stand auch Paris Brunner, der Monaco-Stürmer, der in Jürgen Klopps A-Kader keinen Platz gefunden hatte – wenige Tage nachdem eine umstrittene Jubelgeste in Straßburg für Schlagzeilen gesorgt hatte. Beim vorangegangenen Qualifikationsspiel hatte Brunner bei seinem U21-Debüt doppelt getroffen. Er ist einer von mehreren Spielern, die Di Salvo in dieser Kampagne an den Rand der A-Nationalmannschaft herangeführt hat.

Ein Sieg fehlt noch

Die Ausgangslage ist klar. Deutschland war punktgleich mit Griechenland, aber mit dem besseren Torverhältnis als Tabellenführer der Gruppe F in den vorletzten Spieltag gegangen. Nach dem achten Sieg im neunten Spiel reicht nun ein Erfolg gegen Georgien, um die Gruppe zu gewinnen und sich direkt für die EM-Endrunde 2027 in Albanien und Serbien zu qualifizieren.

Anstoß ist am Dienstag um 18 Uhr in Bielefeld.

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