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·24. September 2026
Erste Cheftrainerin im Männer-Profifußball: Sabrina Wittmann ist raus

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Sabrina Wittmann ist beim FC Ingolstadt freigestellt worden. Nach 100 Partien als Chefcoach endet damit das Kapitel der ersten Trainerin im deutschen Männer-Profifußball. Zuletzt war die 35-Jährige die einzige Frau an der Spitze einer Profimannschaft der Männer.
INGOLSTADT, DEUTSCHLAND – 11. Mai 2024: Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann im Medieninterview nach dem Drittliga-Spiel gegen den VfB Lübeck im Audi Sportpark. (Foto: Leonhard Simon/Getty Images)
Der FC Ingolstadt hat sich von Sabrina Wittmann getrennt. Die 35-Jährige, die im Mai 2024 zunächst interimistisch die Verantwortung bei den Profis übernommen hatte, wurde nach insgesamt 100 Einsätzen an der Seitenlinie von ihren Aufgaben entbunden. Nach zwei Jahren und vier Monaten ist ihre Zeit bei den Schanzern beendet.
Wittmann hatte 2024 Fußballgeschichte geschrieben, als sie beim Drittligisten zur ersten Cheftrainerin im deutschen Männer-Profifußball aufstieg. Mit ihrem Aus verliert der Profifußball vorerst seine einzige weibliche Chefcoachin im Männerbereich.
Erst im März hatte Ingolstadt den Vertrag mit Wittmann verlängert. Nun zog der Verein nach einer sportlich enttäuschenden Entwicklung die Konsequenzen. „Ingolstadt war für mich mehr als irgendein Verein. Hier war ich zu Hause. Hier bin ich fußballerisch groß geworden und habe unheimlich viele besondere Erinnerungen machen dürfen“, erklärte Wittmann.
Die frühere Spielerin hätte ihre Arbeit mit dem Team gerne fortgeführt. „Ich hätte sehr gerne weitergemacht und den Weg mit einer Mannschaft voller außergewöhnlicher Charaktere fortgesetzt. Leider ist das Vertrauen hierfür nicht mehr da.“
Harald Gärtner, Geschäftsführer Sport und Kommunikation, begründete den Schritt mit der Gesamtentwicklung: Die Trennung von Wittmann „folgt einer intensiven Betrachtung der saisonübergreifenden sportlichen Entwicklung und der Ergebnisse im bisherigen Saisonverlauf der 3. Liga“.
Nach sieben Spieltagen stehen die Ingolstädter mit acht Punkten auf Rang 13 der 3. Liga. In den beiden vorangegangenen Spielzeiten hatte der Klub die Plätze zehn und zwölf belegt. Von den erfolgreichen Jahren vor knapp einem Jahrzehnt, als der FCI 2015/16 Rang elf in der Bundesliga erreichte, ist der Verein derzeit weit entfernt.
Wittmann war bereits als Spielerin eng mit dem Klub verbunden. 2011 lief sie zwei Jahre für Ingolstadt auf. Anschließend verbrachte sie den überwiegenden Teil ihrer Trainerlaufbahn bei den Schanzern und arbeitete dort vor allem mit den Nachwuchsteams. Parallel betreute sie den SC Amicitia München in der Frauen-Landesliga Bayern Süd.
Als Frau in einer Männer-Profiliga stand Wittmann besonders im Fokus und sah sich regelmäßig mit dem Druck konfrontiert, ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen. Ihre Herangehensweise schilderte sie Anfang August in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Meine Strategie war: Ich halte die Klappe und versuche, Akzeptanz zu kriegen, indem ich Leistung bringe“.
Vor Wittmann hatten mit Inka Grings beim SV Straelen und Imke Wübbenhorst bei den Sportfreunden Lotte bereits zwei Frauen Männermannschaften in der Regionalliga trainiert. Im deutschen Profifußball nahm Wittmann jedoch eine Pionierrolle ein.
Auch Marie-Louise Eta profitierte von Wittmanns Vorbild. Eta hatte im April für fünf Spiele Union Berlin übernommen und war damit die erste Trainerin in der Bundesliga. Im Juli sagte sie der Süddeutschen Zeitung über Wittmann: „Mir hat es geholfen, dass ich in vielen Berichten auf Sabrina hinweisen konnte, um zu zeigen, dass ich nicht die Einzige bin“.







































