REAL TOTAL
·13. August 2026
Erste Erkenntnisse unter „Mou“: Regisseur Bernardo, Brecher Espi

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Zwei Neuzugänge, die auf ihre Art eine Bereicherung darstellen – Foto: realmadrid.com
Die größte Transfermeldung rund um Real Madrid in den letzten Wochen war eine, die eigentlich gar keine war: Während die Verpflichtung von Weltmeister und Ballon d’Or-Gewinner Rodri eigentlich nur noch Formsache zu sein schien, kursierten plötzlich Berichte, dass sich Manchester City und die Königlichen hinsichtlich der Ablöse doch nicht (mehr) einig seien und der defensive Mittelfeldspieler nun ohnehin einen Wechsel nach Barcelona bevorzugen würde. Für die Blancos besonders schmerzhaft, da man plante, das seit den Abgängen von Toni Kroos und Luka Modrić bestehende Vakuum im Zentrum so schließen zu können. Aber José Mourinho wäre nicht José Mourinho wenn er hierfür nicht auch einen Lösungsansatz parat hätte. Und so könnte ein Teil der Doppelsechs (im neuen 4-2-3-1-System) zukünftig Bernardo Silva bilden.
Gegen A Coruña gefiel der Portugiese in neuer, etwas defensiverer Rolle als gewohnt und sorgte mit seiner Ruhe, Ballsicherheit und Übersicht für das nötige Maß an Ordnung und Stabilität im Ballbesitz. So lieferte der Routinier genau das, was man in den letzten beiden Saison bei den Blancos im zentralen Mittelfeld schmerzlich vermisste: Einen Spieler, der den Rhythmus bestimmt, jeden Ball fordert und stets intelligente Lösungen findet ohne unnötige Risiken einzugehen. So ist es durchaus denkbar, dass es sich in dieser Form um eine Dauerlösung handelt, da die Positionsanforderungen dem mittlerweile 32-Jährigen in körperlicher Hinsicht durchaus entgegen kommen könnten. Mit einem körperlich starken und defensiv orientiertem Partner an der Seite scheint dies allemal eine spannende Besetzung für das Zentrum darzustellen.
Spannend wird auch die Frage sein, wer in der neuen Spielzeit vorrangig die rechte Abwehrseite besetzen darf. Mit Trent-Alexander Arnold und Neuzugang Denzel Dumfries verfügt man nach dem Abgang von Daniel Carvajal auch hier über zwei komplett verschiedene Profile. Während Trent Spielstärke, Passsicherheit und Gefahr bei Standards auf sich vereint, steht Dumfries für Dynamik, Robustheit und Zug zum Tor. Durchaus gegensätzliche Profile, die wohl je nach Bedarf zum Einsatz kommen werden.
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Oder aber auch hin und wieder gemeinsam: Zumindest lässt die Formation in der zweiten Hälfte darauf schließen. Zwar dürfte Neuzugang Yan Diomande auf dem rechten offensiven Flügel die primäre Option sein, aber wer Mourinho kennt, der weiß, dass es – je nach Gegner – auch mal eine defensivere Ausrichtung sein darf. Da sich beide Spieler aufgrund ihrer Profile gut ergänzen und Dumfries bei Inter Mailand als alleiniger Schienenspieler ohnehin mehr Offensivfreiheiten genoss, könnte aus dem entweder-oder immer mal wieder auch ein gemeinsam werden, so wie beide auch schon gegen Florenz (2:2) mehr oder weniger überraschend gemeinsam gestartet ware.
Interessant dürfte sich zukünftig auch der Konkurrenzkampf im Sturmzentrum gestalten – wenngleich es in diesem Fall eher um die Besetzung der Position Nummer zwei hinter Kylian Mbappé gehen wird. Zwar lief zum dritten Mal in Folge Endrick von Anfang an auf, den gefestigteren und reiferen Eindruck hinterließ jedoch abermals Neuzugang Carlos Espí. Während der Brasilianer zwar gewohnt umtriebig agierte und viel probierte, aber (mal wieder) äußerst glücklos und phasenweise unsauber agierte, deutete der Neuzugang aus Levante abermals an, weshalb man ihn geholt hat: Eine enorme körperliche Präsenz, stark vom Ball zu trennen, immer lauernd, um geschickt zu werden, wie bei seinem Abseits-Treffer (58.), sowie stark in der Luft und in den direkten Duellen – und dadurch eine sehr wertvolle Option von der Bank, insbesondere gegen tiefstehende Gegner.
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Espí wirkt – Stand jetzt – insgesamt einfach reifer und abgeklärter als sein ein Jahr jüngerer Konkurrent. Dass die elf Saisontore in der vergangenen Spielzeit beileibe kein Zufallsprodukt waren, wird immer offensichtlicher. Vor allem die Wucht und Kopfballstärke des 1,94 Meter großen Stürmers stellen eine Waffe dar, die sonst kein anderer Offensivspieler im Kader der Königlichen mitbringt. Dass er gegen Depor nicht direkt seinen zweiten Real-Treffer nachlegte, lag eher daran, dass die Blancos im Verwaltungsmodus agierten, wie Mourinho selbst nach dem Spiel erklärte: „Wir werden – vor allem auswärts in LaLiga – viele solcher Spiele haben, in denen du nicht imstande bist, das Spiel zu entscheiden. Und wenn du es zumachst, dann gewinnst du.“ Der Trainer-Rückkehrer wird auf jeden Fall etwas anzufangen wissen mit dem besten U23-Spieler der abgelaufenen LaLiga-Saison.







































